{"id":2613,"date":"2021-10-20T06:53:40","date_gmt":"2021-10-20T04:53:40","guid":{"rendered":"https:\/\/anthro.world\/?page_id=2613"},"modified":"2021-10-20T06:53:42","modified_gmt":"2021-10-20T04:53:42","slug":"12-vortrag-zur-apokalypse-des-johannes-dokumentation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.anthro.world\/pt\/12-vortrag-zur-apokalypse-des-johannes-dokumentation\/","title":{"rendered":"12. Vortrag zur Apokalypse des Johannes (Dokumentation)"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-dark-gray-color has-text-color\">Pelo Dr. Wolfgang Peter<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Aqui voc\u00ea encontrar\u00e1 resumos \u00fateis, transcri\u00e7\u00f5es, palavras-chave, etc.<\/li><li>Se voc\u00ea tamb\u00e9m gostaria de ajudar a tornar esta documenta\u00e7\u00e3o ainda mais rica, por favor entre em contato <a href=\"mailto:info@anthro.world\">info@anthro.world<\/a><\/li><li>Muito obrigado a todos os colaboradores que trabalham arduamente!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:40px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Data da palestra:<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sum\u00e1rio<\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-ub-content-toggle wp-block-ub-content-toggle-block\" id=\"ub-content-toggle-block-e4f68093-a76e-4f78-9fbe-94fba84cd08e\" data-mobilecollapse=\"false\" data-desktopcollapse=\"false\" data-preventcollapse=\"false\" data-showonlyone=\"false\">\n<div class=\"wp-block-ub-content-toggle-accordion\" style=\"border-color: #f1f1f1; \" id=\"ub-content-toggle-panel-block-\">\n\t\t\t<div class=\"wp-block-ub-content-toggle-accordion-title-wrap\" style=\"background-color: #f1f1f1;\" aria-controls=\"ub-content-toggle-panel-0-e4f68093-a76e-4f78-9fbe-94fba84cd08e\" tabindex=\"0\">\n\t\t\t<p class=\"wp-block-ub-content-toggle-accordion-title ub-content-toggle-title-e4f68093-a76e-4f78-9fbe-94fba84cd08e\" style=\"color: #000000; \">Do colega ouvinte B. G.<\/p>\n\t\t\t<div class=\"wp-block-ub-content-toggle-accordion-toggle-wrap right\" style=\"color: #000000;\"><span class=\"wp-block-ub-content-toggle-accordion-state-indicator wp-block-ub-chevron-down open\"><\/span><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t<div role=\"region\" aria-expanded=\"true\" class=\"wp-block-ub-content-toggle-accordion-content-wrap\" id=\"ub-content-toggle-panel-0-e4f68093-a76e-4f78-9fbe-94fba84cd08e\">\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Wir stehen bei der Gemeinde von Sardes, die eine Vorausschau ist auf unsere gegenw\u00e4rtige Kulturepoche, wir stehen erst im ersten Drittel dieser 5. Kulturepoche, es liegt noch einiges vor uns, Aufgabe dieser Epoche ist die Entwicklung der <strong>Consci\u00eancia alma<\/strong>, d. h. wir entwickeln ein anderes Bewusstsein als in der griechisch-lateinischen Zeit, erst recht in der \u00e4gyptischen Zeit, moderne Form des Bewusstsein, das stark ausgepr\u00e4gte Gegenstandbewusstsein. Das sehr n\u00fcchterne rationale Denken, das gibt es erst in unserer Kulturepoche, die erste H\u00e4lfte des ersten Drittels diente vor allem dazu das Bewusstsein nach au\u00dfen zu richten, zu erwachen an der sinnlichen Welt und zugleich nach Innen in der rationalen Welt zu erwachen. Dieses Denken, das wir heute haben unterscheidet sich vom griechischen Denken insofern, als das griechische Denken noch viel st\u00e4rker gem\u00fcthaft war, d. h. sehr eng mit etwas Gef\u00fchlhaften verbunden war. Heute ist das weitgehend getrennt voneinander, zumindest dort, wo wir auf der H\u00f6he der Entwicklung stehen. Heute Denken \u2013 F\u00fchlen \u2013 Wollen als drei stark separierte Seelenkr\u00e4fte, die waren fr\u00fcher mehr miteinander verbunden, d. h. der Wille war viel intelligenter, ohne dass uns das bewusst war, es war F\u00fchlen immer in gewisser Weise dabei, mehr als Emotion im Hintergrund. Heute k\u00f6nnen wir das trennen voneinander. Das hat ein Plus und ein Minus. \n\nDas Minus ist, dass das Denken sehr herzlos werden kann, streng logisch nach Zahlen, Daten, Fakten, ohne Mitgef\u00fchl f\u00fcr die Natur, f\u00fcr die Mitmenschen, aber es hat den Vorteil, dass es sich im Idealfall nicht von eigenen Gef\u00fchlen (Sympathien\/Antipathien) beeinflussen l\u00e4sst, wissenschaftlicher Ansatz, rein sachlich, es keine Rolle spielen darf, ob mir die Ergebnisse sympathisch sind oder nicht. Wir brauchen aber diese Klarheit des Denken auch, um zu einer bewussten geistigen Erkenntnis zu kommen, das ist der n\u00e4chste Schritt der uns bevorsteht, die Aufgabe der zweiten H\u00e4lfte des ersten Drittels dieser Epoche, die es jetzt zu entwickeln gilt, ein Bewusstsein nicht nur f\u00fcr die sinnliche Au\u00dfenwelt zu haben, sondern auch f\u00fcr die geistige Welt. Ganz konkret, d. h. geistige Begegnung mit geistigen Wesenheiten. \n\nDas beginnt damit, dass wir uns selbst als geistige Wesenheit bewusst erleben lernen, nicht nur philosophisch dar\u00fcber spekulieren, was der Geist des Menschen sein k\u00f6nnte, sondern zu einem ganz konkreten geistigen Erleben unseres eigenen ICHS kommen. Das bereitet sich im Menschenleben in Stufen vor. Im dritten Lebensjahr sagt das Kind zum ersten Mal Ich zu sich, wenn man den Moment bewusst erlebt ist das ein sehr erstaunliches Erlebnis, sich bewusst als Ich zu erfassen, die Tatsache etwas ganz eigenst\u00e4ndiges zu sein. In Etappen wiederholt sich dieser Impuls. Im 21. LJ. noch ein besonderes Aufwachen, mit zunehmenden Lebensalter kann sich dieses Ich-Bewusstsein noch stark steigern. R. Steiner hatte etwa im 18. Lebensjahr eine entscheidende ICH-Erfahrung, von der er einem Freund berichtet hat. Dieser Dinge wollen wir auf die Spur gehen.\n\nZur Einleitung: das Kapitel zur Sardes vorlesen, weil da alle Punkte drinnen stehen, die uns heute betreffen. Es wird sehr klar angesprochen, obwohl es eine Kulturepoche war, die f\u00fcr Johannes in der Zukunft liegt. Entwicklungen verlaufen nicht regellos, zuf\u00e4llig, sondern es steht ein System dahinter. Es ist nicht genau vorherbestimmt, aber es ist eine Entwicklungsrichtung da. Es h\u00e4ngen anf\u00e4ngliche Ereignisse mit sp\u00e4teren gesetzm\u00e4\u00dfig zusammen. Gerade was sehr fr\u00fch am Anfang sich spiegelt, sei es in der Menschheitsentwicklung, sei es in der individuellen Entwicklung, also was das Kind betrifft in den ersten Lebensjahren, das spiegelt sich dann am Ende des Lebens. Das ICH \u2013 Erlebnis als Kind im dritten Lebensjahr, kann sich gegen Ende des Lebens sehr verdichten. Beim Kind kommt es praktisch wie von selbst zustande, das Kind kann das nicht bewusst herbeif\u00fchren, im h\u00f6heren Alter kann man das bewusst herbeif\u00fchren, wir steuern das ganze Leben lang auf diesen Moment zu, das st\u00e4rkste ICH-Erlebnis, das Bewussteste, das Wachste ICH-Erlebnis ist der Moment des Todes in Wahrheit. Unsere Leiblichkeit hilft uns zwar nicht zum ICH, aber zum ICH-Bewusstsein zu kommen, unser Ich-Bewusstsein, das wir auf Eden haben, das haben wir nur durch unsere Leibesh\u00fcllen, 1) physisch, 2) \u00e4therisch (Lebensleib, Lebenskr\u00e4fte), 3) astral = Astralleib, der Tr\u00e4ger des Seelischen. Unser Bewusstsein erwacht gerade daran, indem wir die Leibesh\u00fcllen abt\u00f6ten, es sind die Absterbe-Impulse, die uns zum Bewusstsein f\u00fchren. Das ist der Punkt, warum der Tod letztlich eintritt. Es ist eine Folge dieser Impulse. Daher erscheint es logisch, dass beim gr\u00f6\u00dften Absterbe-Prozess der gr\u00f6\u00dfte Bewusstseins-Impuls da ist. Der ist so stark, dass wir diesen Impuls mitnehmen, die ganze Zeit, wenn wir durch das Leben zwischen Tod und neuer Geburt gehen. Von daher kommt dieses Bewusstseinslicht. Der Punkt ist, dass wir irgendwann soweit sein m\u00fcssen, dass wir dieses Bewusstseinslicht im Geiste halten k\u00f6nnen, ohne sp\u00e4ter wieder durch eine irdische Inkarnation durchzugehen. Das ist der Lernprozess, den wir durchmachen, w\u00e4hrend unserer Erdentwicklung. Daher hat die Apokalypse sehr viel damit zu tun, die Etappen, die Stufen zu zeigen, bis wir so weit sind, dass wir dieses ICH-Bewusstsein, das wir mit Hilfe unserer Leibesh\u00fcllen gewonnen haben, dass wir das ohne diese Leibesh\u00fcllen erreichen k\u00f6nnen, d. h. das ICH in sich selbst sich seiner bewusst werden kann. Das ist die gro\u00dfe Schwierigkeit. \n\n<em>\u201eUnd an den Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe: Es spricht zu euch, der Macht hat \u00fcber die sieben g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfergeister und die sieben Sterne. Ich durchschaue dein Tun. Du hast den Namen eines lebendigen Wesens und bist doch tot. Strebe danach, in deinem Bewusstsein zu erwachen und erkrafte, was in deiner Seele noch lebendig ist, damit es nicht auch noch erstirbt. Ich kann dir nicht best\u00e4tigen, dass dein Tun vor dem g\u00f6ttlichen Angesicht volle Wirklichkeit besitzt. Belebe in dir die Erinnerung an alles, was du aus den geistigen Welten empfangen und geh\u00f6rt hast. Pflege es in dir und wandle deinen Sinn. Wenn du nicht zu einem h\u00f6heren Bewusstsein erwachst, so werde ich wie ein Dieb kommen. Du wirst nicht wissen zu welcher Stunde ich \u00fcber dich komme. Einige wenige Namen hast du jedoch in Sardes, die ihre Gew\u00e4nder nicht befleckt haben. In wei\u00dfen Gew\u00e4ndern werden sie meine Pfade gehen. Dessen sind sie w\u00fcrdig. Wer \u00fcberwindet, soll in gleicher Weise mit wei\u00dfen Gew\u00e4ndern bekleidet werden und ich werde seinen Namen nicht ausl\u00f6schen aus dem Buche des Lebens. Ich will mich zu seinem Namen bekennen vor dem Angesichte meines Vaters und vor seinen Engeln. Wer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist zu den Gemeinden spricht\u201c. <\/em>\n\nDer letzte Satz: damit ist nichts anderes ausgedr\u00fcckt, als dass der Text dieser Offenbarung des Johannes aus der <strong>Inspira\u00e7\u00e3o<\/strong> stammt. Es ist nicht das \u00e4u\u00dfere H\u00f6ren gemeint, es sind nicht die \u00e4u\u00dferen Ohren gemeint, sondern die geistigen Wahrnehmungsorgane, durch die sich uns das, wie in einer verst\u00e4ndigen Sprache enth\u00fcllt, was wir geistig schauen. Das geistige Schauen = Imagination = eine Art bildhaftes Erleben im \u00fcbertragenen Sinn, nicht sinnlich, daher nicht ganz mit Traumbildern vergleichbar, weil da auch sinnliche Reste drinnen sind, sondern ein rein seelisch erlebtes Bild, also gewoben ist aus Sympathie\/Antipathie-Kr\u00e4ften, aus dem Verbinden mit geistigen Wesenheiten und dem sich Zur\u00fcckziehen auf die eigene geistige Wesenheit. Das ist ein hochdifferenziertes Erleben, das sich mit der menschlichen Sprache, die wir jetzt haben, \u00fcberhaupt nicht ausdr\u00fccken l\u00e4sst, au\u00dfer man \u00fcbersetzt es in sinnliche Bilder. Daher, wenn Imaginationen geschildert werden und daran Erkl\u00e4rungen angekn\u00fcpft werden, \u00fcbertr\u00e4gt man sie immer in sinnliche Bilder. \n\nSie werden heute beim hochentwickelten Hellsehen nicht automatisch in sinnlicher Form erlebt, also \u00fcbersetzt, das war aber beim alten Hellsehen der Fall, da wurden die Imaginationen automatisch immer in traumartige sinnes\u00e4hnliche Bilder \u00fcbersetzt. Wenn man es heute auch noch so erlebt, und es nicht eine bewusst herbeigef\u00fchrte \u00dcbersetzung ist, dann ist die Gefahr sehr gro\u00df, dass man einer Halluzination erliegt. Das ist sehr ungesund. Daher sind viele moderne esoterisch-geistige Wege, die sehr schnell zu Imaginationen kommen, die beruhen immer darauf, dass solche sinnes\u00e4hnliche Bilder erregt werden, das ist aber heute sehr ungesund, zwar sehr verf\u00fchrerisch, weil du kannst mit zwei \u00dcbungsstunden zu so einem Erlebnis kommen, es wird zwar mit der Zeit wieder schwieriger zu solchen Erlebnissen zu kommen, anfangs aber scheinbar beeindruckende Erlebnisse. Aber man hat keine Ahnung was sie bedeuten, meist sind sie schon Spiegelungen von seelisch-geistigen Tatsachen, aber Tatsachen, die nur uns selbst betreffen, sich aber wie eine seelische Au\u00dfenwelt wiederspiegeln. In Wahrheit ist es das eigene Ego, das man sieht, wo auch stark drinnen sind eigene unterbewusste seelische W\u00fcnsche und Bed\u00fcrfnisse, also jedenfalls ein sehr verzerrtes Bild, das f\u00fchrt sehr leicht in die Irre, vor allem wenn man sich Antworten erwartet f\u00fcr den eigenen Lebensweg, dann ist die Gefahr, dass das eigene Ego dadurch gest\u00e4rkt wird aber nicht das wirkliche ICH. \n\nEin moderner geistiger Entwicklungsweg muss ganz darauf hingehen, dass das ICH die Herrschaft \u00fcbernimmt und wir das Ego dadurch aus einer h\u00f6heren Warte betrachten k\u00f6nnen. Es wird sehr problematisch, wenn das Ego diese Warte einnimmt, weil dann richten wir das Erleben nach sehr irdischen Bed\u00fcrfnissen des Egos aus, nach irdischem Wohlbefinden aus. Dagegen ist nichts zu sagen, aber das ist nicht das Ziel der geistigen Entwicklung, wir sollen sehr wohl Wohlbefinden, Freude und Lust in einem sinnlichen Sinn erleben k\u00f6nnen, aber das Wesentliche ist, dass es uns etwas sagt \u00fcber das Geistige, das dahinter steht, das aber das Eigentliche ist, weil dieses Geistige k\u00f6nnen wir mitnehmen. Was wir hier nur an Sinnlichem oder am Sinnlichen erregtes Seelisches erleben, das k\u00f6nnen wir nicht mitnehmen, das hat keinen bleibenden Wert. \n\nWas ist das Geistige des Menschen? Was ist das Seelische des Menschen? Was ist das unsterblich Seelische des Menschen? Es ist n\u00e4mlich nicht von vorneherein gesagt, dass das Seelische etwas Unsterbliches ist und f\u00fcr die Zukunft erhalten bleibt. Wenig von dem Seelischen hier auf Erden k\u00f6nnen wir wirklich mitnehmen. Das sind alles Dinge, wo wir heute mit einer sehr bewussten Geisteswissenschaft tiefer eindringen k\u00f6nnen in R\u00e4tselfragen, die die Weisen und Philosophen schon seit langer Zeit bewegen. Zumindest seit der Zeit, wo sie nicht mehr ein zwar noch auf altem Hellsehen beruhendes, aber doch ein geistiges Wissen hatten aus diesen Eingebungen, die aber nicht mit dem ICH verbunden waren, sondern die ihnen geschenkt wurden. Heute wird uns dieses geistige Wissen nicht mehr nur geschenkt, sondern wir m\u00fcssen uns erheben zu diesem geistigen Erlebnis. Wir nehmen dann etwas wahr, was aus der geistigen Au\u00dfenwelt kommt, aber wir m\u00fcssen uns erheben. \n\nFr\u00fcher war es so, dass sich dieses Geistige auf uns herniedergesenkt hat unter Umgehung des ICHS. Bei der \u00e4gyptischen Epoche, bei der \u00e4gyptischen Einweihung wurde ganz bewusst das ICH, das damals noch ganz schwach war, noch nicht wirklich pr\u00e4sent war, ausgeschaltet, weil es noch viel zu schwach war, um aus eigener Kraft in das wirklich h\u00f6here Geistige einzudringen. Damals in der alten Zeit war es gerade dann der Fall, wenn ich das ICH ausgeschaltet habe, dann konnte sich die geistige Welt zu mir hernieder neigen, konnte meine Seele durchdringen und ich konnte dann wirkliche objektive geistige Erkenntnis erwerben bis zu einem gewissen Grad, konnte sie auch zu einem Verst\u00e4ndnis bringen mit einer gewissen Schulung, es war auch eine Inspiration da, in einzelnen F\u00e4llen auch eine Intuition. Intuition hei\u00dft mit geistigen Wesen, die ich erlebe, identisch werden. Eins werden und mich trotzdem selbst nicht verlieren, ich komme wieder zu mir zur\u00fcck, ohne mich zu verlieren und auch das andere geistige Wesen besteht weiter. Das ist eine hohe geistige Erfahrung, die nicht einmal bei Johannes vollst\u00e4ndig da ist. Es sind Ans\u00e4tze dazu da. Das Gro\u00dfartige bei Johannes war die stark ausgepr\u00e4gte Inspiration (<em>\u201ewer Ohren hat, der h\u00f6re, was der Geist zu den Gemeinden spricht\u201c<\/em>). Er will mit dem, was er spricht, die Inspiration bei den Menschen ausl\u00f6sen, die ihm zuh\u00f6ren, vielleicht seine Schriften lesen, es ist ein \u00dcbungsbuch, zur Inspiration zu kommen. \n\nWas wir heute mit einer bewussten Geisteswissenschaft anstreben ist einerseits ganz bewusst durch eigene T\u00e4tigkeit sich zu einer sinnlichkeitsfreien <strong>Imagina\u00e7\u00e3o<\/strong> zu erheben, d. h. zu einer geistigen Wahrnehmung, die so konkret aber anders als die Sinneswahrnehmung im seelisch-geistigen Bereich, und das Zweite, das unbedingt dazu kommen muss, die <strong>Inspira\u00e7\u00e3o<\/strong>, die uns dieses Bild deutet und erkl\u00e4rbar macht. R. Steiner spricht oft davon, dass es um <em>\u201edie F\u00e4higkeit des Lesens der geistigen Schrift\u201c<\/em> geht, damit meint er, man kann Inspiration auch so auffassen, dass ich in den Bildern, die ich imaginativ geschaut habe, lesen lerne, was sie bedeuten, insbesondere wenn ich sie aus gewissen Gesichtspunkten ansehe. Man kann n\u00e4mlich Imaginationen von sehr vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachten und sehr verschiedene Deutungen herauslesen, die in Wahrheit zwar alle miteinander zusammenh\u00e4ngen, aber doch in jeder bestimmten Situationen, ist aber dann nur eine bestimmte Deutung wirklich g\u00fcltig. Das erkl\u00e4rt, warum manchmal R. Steiner sehr oft Dinge in einem Vortrag auf diese Weise schildert und in einem andern Vortrag auf eine andere Weise, obwohl dieselbe Imagination, dasselbe Symbol dahinter steht. Das ist bei der Apokalypse des Johannes auch der Fall. \n\nWenn wir von den 7 Gemeinden sprechen, in denen sich die 7 Kulturepochen spiegeln, dann ist das ein m\u00f6glicher Blickpunkt. Man kann aber die 7 Stufen im Grunde auf alle Entwicklungsprozesse beziehen, weil alle Entwicklungsprozesse vollziehen sich in 7 Stufen. Die Siebenzahl ist etwas ganz charakteristisches f\u00fcr die zeitliche Entwicklung, mit der vierten Stufe als die Mitte, um die sich alles spiegelt, die erste spiegelt sich in der siebten, die zweite spiegelt sich in der sechsten, die dritte in der f\u00fcnften Stufe, die vierte Stufe ist die Mitte, um die sich alles dreht, genau der Punkt an dem wir stehen. Der Augenblick, der Moment der Gegenwart, der im Grunde gar nicht fassbar ist, der existiert gar nicht, weil kaum ist er da, ist er gleich wieder weg ist. Da sto\u00dfen Vergangenheit und Zukunft aneinander, das Gewordene, das wir hinterlassen, das Werdende, das noch vor uns liegt. Da ist der entscheidende Punkt. Da ist auch der Punkt, wo unser ICH sich seiner selbst bewusst wird. Auch das w\u00e4re ein Aspekt, zu sehen, wie sich unsere k\u00fcnftigen Entwicklungsm\u00f6glichkeiten, an dem was wir bereits geworden sind, spiegeln und in dem Moment taucht unser ICH-Bewusstsein auf. Aus dem, was wir schon geschaffen haben, abgelegt haben, hinter uns gelassen haben und in dem was wir noch gar nicht ahnen, was aber aus der Zukunft an M\u00f6glichkeiten auf uns zukommt, die aber auch in unserem ICH drinnen stecken. Wir sind immer der Schnittpunkt, die Schnittlinie zwischen Vergangenheit und Zukunft. So ist es bei allen Entwicklungsprozessen, alles was jetzt im Moment passiert, ist immer der Schnittpunkt aus dem bereits Gewordenen und dem was noch werden kann. Es ist immer ein breiter F\u00e4cher der m\u00f6glich ist,  darin w\u00e4hlen wir aus. \n\nWir m\u00fcssen uns, wenn wir heute unser ICH-Bewusstsein entwickeln wollen in der Bewusstseinsseele, da geht es besonders um unser ICH-Bewusstsein, das ist das Zentrum des Ganzen, dann m\u00fcssen wir einerseits sehen, was haben wir bereits abgelegt, hinter uns gelassen, das ist die Vergangenheit, aber wohin geht die Zukunft? Die l\u00e4sst sich n\u00e4mlich aus der Vergangenheit nicht ableiten, sondern die muss in jedem Moment neu geschaffen werden. In jedem Moment. Das ist das Wesen des menschlichen ICH, dass es sich selbst in jedem Moment neu schafft, in jedem zeitlosen Moment. Das ICH ist etwas Geistiges, es ist das Geistige schlechthin, man kann daher nicht mal sagen, es existiert, so wie Gegenst\u00e4nde existieren, wie \u00c4therkr\u00e4fte existieren, oder Seelenkr\u00e4fte, sondern es IST nicht, es WIRD best\u00e4ndig, bevor es etwas Festes wird, ist es schon wieder verflogen, es ist immer ein neues Werden drinnen. Darum dieses sch\u00f6ne Bild, das die Alchemisten gerne verwendet haben: der Ph\u00f6nix, der aus der eigenen Asche steigt, da ist etwas, was aus der Schlacke, der Asche, die bleibt zur\u00fcck, ersteht, in Feuer aufgeht, dieses Feuer ist dieser geistige Blitz, der Moment, wo der Ph\u00f6nix wie bei einem Blitzstrahl wieder im Feuer verbrennt, ein Brennen f\u00fcr einen Moment (keinen Zeitraum), in diesem zeitlosen Moment, in dem nur ist es drinnen, dann rieselt schon wieder die Asche hernieder, aus demselben entsteht wieder dieser pr\u00e4chtige Vogel, man k\u00f6nnte sagen, der Vogel ist das Seelische, das wir rund um das ICH bauen, dann zerstrahlt es schon wieder, das ICH l\u00f6st das Ganze auf, dann erneuert es sich wieder, geht endlos weiter. \n\nIn unserem Seelenleben tun wir dasselbe, das Seelische, die Seelengestalt wird mit erneuert, aber so dass es in seiner Gestalt, die es gewonnen hat immer wieder erneuert wird und weiterentwickelt wird, das ist das, was unser Seelisches ausmacht, unser wirkliches Seelisches. Im Zentrum ist das ICH, das eigentlich nicht ist, sondern immer nur wird, dieses ICH baut ein Seelisches, das auch st\u00e4ndig im Fluss ist, wie dieser Vogel Ph\u00f6nix erzeugt wird und wieder zerf\u00e4llt, unser ganzes Leben lang. Genau genommen beschreibt dieses Bild des Ph\u00f6nix unser Seelisch-Geistiges, so wie wir es w\u00e4hrend unseres Erdenlebens haben, da passiert ununterbrochen genau das. Da stehen wir jetzt an der Grenze, wo die Verstandest\u00e4tigkeit, die wir aus der griechisch-lateinischen Zeit mitnehmen, im Grunde nicht mit kann. Das Verstandesdenken, das wir in der griechisch-lateinischen Zeit gewonnen haben, das ist zwar aus einem alten Hellsehen heraus entstanden, es ist der letzte Rest davon, aber zum Schluss ist es hineingestorben in die abstrakte Logik. In etwas, das nur mehr Scheingebilde ist. Am Anfang der griechischen Philosophie, da wirken noch real geistige Kr\u00e4fte herein, jetzt, was der heutige Intellekt ist, ist es nur mehr reines Spiegelbild. Ein letztes Spiegelbild von etwas Vergangenem. Es spiegelt sich im Verstandesdenken immer die Vergangenheit drinnen, d. h. dieses Verstandesdenken kann nicht kreativ sein, kann grunds\u00e4tzlich nicht kreativ sein. Dass es bei wissenschaftlicher T\u00e4tigkeit Gott sei Dank gelegentlich zu etwas Kreativen kommt, was \u00fcbrigens selten genug passiert, liegt darin, dass da etwas anderes hineinspielt. Da kommt ein Element hinein, das nicht aus dem Verstand abgeleitet ist, sondern das etwas Neues impulsiert. Das wird dann wieder bearbeitet mit dem Verstand. Die Bearbeitung kann man dann in Datenbanken niederlegen, den sch\u00f6pferischen Moment selber kann man nicht fassen. Bei wirklichen Entdeckungen kommt etwas Neues rein, hinter jeder wissenschaftlichen Entdecken steht ein geistiges Erlebnis dahinter, das aber dem Forscher aber meist unbewusst bleibt, eine Imagination, die mit einer leisen Inspiration verbunden ist, weil sonst w\u00fcrde er das Bild, das er vielleicht ganz unterbewusst erlebt hat, nicht fassen k\u00f6nnen, was es bedeutet. \n\nBei allen gro\u00dfen Forschern kann man das finden, entscheidend waren immer unbewusste Impulse, die ziehen sich durchs Leben durch und werden immer st\u00e4rker. Eine Imagination geht in bestimmten Lebensepochen immer wieder durch und beginnt sich immer mehr zu kl\u00e4ren. Da spielt das \u00e4u\u00dfere Gr\u00fcbeln eine Rolle, die Gedanken kreisen, dann unbewusst oder h\u00f6chstens traumbewusst wieder dieses Erlebnis und wieder eine Inspiration, das hilft ihm den Verstand in eine richtige Richtung zu lenken und es \u00e4u\u00dferlich beschreiben zu k\u00f6nnen. Als Schlacke bleiben die Verstandesbegriffe \u00fcbrig, das liegt in den Bibliotheken und Datenbanken. Das war bei Isaak Newton der Fall. Einstein war kein gro\u00dfer Mathematiker in der Schule, mathematisch war er nur durchschnittlich, dann die Kr\u00f6nung seines Lebenswerks, die Allgemeine Relativit\u00e4tstheorie, Grundidee war vom Einstein, aus einem fast traumartigen Erlebnis entstanden, die Umsetzung in die Formel war die Knochenarbeit, die Verstandesarbeit, aber die Imagination hat ihn geleitet, die hat dem David Hilpert gefehlt, ein Bild. Als Kind hat Einstein sich schon vorgestellt, wie ist das, wenn ich auf einem Lichtstrahl reite? Diese Bild hat ihn ein Leben lang verfolgt. Aus dem ist dann die spezielle Relativit\u00e4tstheorie entstanden, auch die Arbeit \u00fcber den lichtelektrischer Effekt, wo er die Quantennatur des Lichts nachgewiesen hat, Licht strahlt nicht einfach vor sich hin, es ist ein Lichtimpuls. Eigentlich Lichtblitze. \n\nLicht hat etwas Wesenhaftes, das war ihm nicht bewusst, jeder Lichtstrahl ist in Wahrheit eine geistige Individualit\u00e4t, das ist es auch, aber von dem hat Einstein nichts geahnt, der Kosmos und die wunderbare Ordnung war f\u00fcr ihn identisch mit Gott, die Weisheit des Kosmos ist f\u00fcr ihn das G\u00f6ttliche. Theorie war h\u00f6chst abstrakt, aber ein geistiger Impuls war da, sie ist aus einem geistigen Impuls entstanden, die Formel ist das Abgestorbene, die Schlacke. Die Physiker k\u00f6nnen es aber heute nicht weiter entwickeln, da sind sie gescheitert daran, es gibt viele Hypothesen, wie man weitertut, aber etwas Griffiges ist nicht da. Dazu br\u00e4uchte es einen weiteren geistigen Impuls, darauf warten wir noch. Die Physik ist drauf und dran das alte materialistische Weltbild aufzul\u00f6sen, f\u00fcr die Physik ist es klar, die Materie, wie man sich das vorgestellt hat, gibt es nicht, selbst die Grundbausteine der Materie, die Elementarteilchen gibt es nicht, es gibt nur Erscheinungen, die hereinblitzen, die kann ich messen, fotografieren, Spuren, die die Erscheinungen hinterlassen, aber das sind nur Wirkungen, die zur\u00fcckbleiben, die gewissen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten folgen. \n\nDiese Wirkungen sind in Wahrheit etwas, was aus dem Geistigen kommt, teilweise auch aus dem Ahrimanischen, was als das K\u00f6rperliche erscheint, da werden diese Wirkungen eingefroren. Sind aber Illusionen. Die Wirklichkeit sind die Wirkungen, d. h. die geistigen Kr\u00e4fte dahinter. Auch in der \u00e4u\u00dferen Forschung, die heute im Zentrum unseres Bewusstseinsseelenzeitalters steht, gibt es keinen Fortschritt ohne geistige Impulse, ohne unterbewusste oder halbbewusste geistige Wahrnehmungen. Daher sind Naturforscher, die f\u00fchrend sind, pr\u00e4destiniert daf\u00fcr ans Geistige heranzukommen. Es ist ein Weg der weitergegangen werden muss, sodass sich die Forscher im Laufe der n\u00e4chsten Jahrzehnte und Jahrhunderte sich dieser geistigen Impulse wach bewusst werden. Dann stehen sie unmittelbar im Geistigen drinnen. Dann werden sie erkennen, dass dort die Wirklichkeit zu suchen ist und nicht in dem, was als \u00e4u\u00dfere Schlacke zur\u00fcckbleibt. Es ist gut die Gesetze zu beschreiben, wir finden sie in der \u00e4u\u00dferen Welt. Aber Gesetze sind die Schlacke, sind die Asche des Ph\u00f6nix und nicht das geistige Wesen, das aufersteht. \n\nIn unserem Zeitalter geht es vor allem darum, dass unser Denken ein v\u00f6llig anderes werden muss, das von dem Abgestorbenen weggeht, man muss es nicht ganz verlieren, es kann als F\u00e4higkeit da bleiben, wir brauchen es. Aber dar\u00fcber hinaus ein sch\u00f6pferisch lebendiges Denken, das sch\u00f6pft aus der Wirklichkeit, aus der geistigen Welt, bewusst sch\u00f6pft, das was gro\u00dfe Forscher unbewusst machen, bewusst machen, dann komme ich zu geistigen Begegnungen. Wolfgang Pauli, Physiker des 20. Jahrhunderts, auf dem Gebiet der Quantentheorie, ein Impuls daf\u00fcr kam von Einstein, der sp\u00e4ter die Quantentheorie total abgelehnt hat, weil er gekl\u00e4rt hat, Licht kommt als Lichtteilchen, als Impuls, eigentlich als Lichtwesen. Erstmals hat Max Planck im 19. Jhdt. Lichtquanten eingef\u00fchrt, als rechnerisches Prinzip, er hat nie gedacht, dass es eine Realit\u00e4t sein k\u00f6nnte, aber Einstein hat bewiesen, dass nicht nur eine physikalische Realit\u00e4t sondern eine geistige Realit\u00e4t dahintersteht. Pauli war Quantenphysiker, es hat dazu beigetragen, dass wir heute verstehen wie die chemischen Elemente aufgebaut sind, h\u00e4ngt mit Atombau zusammen, aber in Wahrheit sind Atome auch keine Gegenst\u00e4nde sondern Wirkungen, in diesen Wirkungen gibt es Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, die der Pauli erkannt hat. Das Pauli-Prinzip. Er war ein sehr intellektuell ausgerichtet, aber einer, der im Hintergrund Imaginationen hatte, die sind in seinem Lebenslauf immer st\u00e4rker heraus gekommen und immer bewusster geworden. Er sagte: <em>\u201eIch bin antimetaphysisch getauft\u201c, \u201eIch bin ein rational denkender Mensch\u201c<\/em>, aber er hatte auch diese Imaginationen, die wurden immer st\u00e4rker, er war ein absolut theoretischer Physiker, Experimente haben ihn nicht interessiert. Ihn hat nur das berechnen interessiert. Er war \u00d6sterreicher, gestorben 1958, geboren 1900, interessantes Datum, weil da die geisteswissenschaftliche Vortragst\u00e4tigkeit R. Steiners anf\u00e4ngt.\n \n1900 beginnt ein neues lichtes Zeitalter. Das Kali-Yuga ist abgelaufen, w\u00e4hrend dieser Zeit wurde die Geisteserkenntnis, die geistige Wahrnehmungsf\u00e4higkeit im Wesentlichen ausgel\u00f6scht, es gab Reste, die weitergewirkt haben, aber f\u00fcr die meisten Menschen wurde es ausgel\u00f6scht, damit der Mensch seine eigenen seelischen F\u00e4higkeiten entwickeln kann. Das Kali-Yuga beginnt kurz vor der \u00e4gyptisch-chaldischen Epoche, f\u00e4ngt laut R. Steiner exakt 3201 vor Chr. an, damals ist innerhalb von Wochen in gro\u00dfen Teilen der Menschheit die Hellsichtigkeit der Menschen erloschen, die Bewusstseinsverfassung der Menschheit war schlagartig ver\u00e4ndert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die seelischen Wesensglieder des Menschen (das Seelische) schon vorgebildet und in gewisser Weise in Funktion, aber die eigentliche Entwicklung beginnt erst in der \u00e4gyptisch-chald\u00e4ischen Zeit, die 200-300 Jahr nach 3200 beginnt. Diese Verdunklung des Hellsehens war Voraussetzung, dass sich das entwickeln kann, was wir heute unser Seelisches nennen. Diese Seelenentwicklung h\u00e4ngt zusammen mit unserem ICH, das ICH wird langsam darin immer st\u00e4rker wirksam. Die Seelenentwicklung beginnt so, dass dieser Seelenraum zun\u00e4chst dumpf ist, aber erhellt wurde durch die geistigen Blitze des ICH, die kommen immer h\u00e4ufiger, die ver\u00e4ndern diesen Innenraum, wie ein finsterer Innenraum im Menschen, der sich durch Blitze von innen zu erhellen beginnt und zugleich das wachere Gegen\u00fcbertreten der Au\u00dfenwelt tritt ein, das hat sich schon angek\u00fcndigt in der urpersischen Zeit, jetzt in der \u00e4gyptischen Zeit wird es deutlicher, von au\u00dfen kommt immer deutlicher die sinnliche Au\u00dfenwelt herein. In der vorhergehenden Epoche gab es ein bewusstes sinnliches Erleben, die Organe gab es nat\u00fcrlich schon l\u00e4nger, aber dass man seelisch mit Hilfe dieser Organe erleben kann eine Au\u00dfenwelt, das h\u00e4ngt zusammen dass man zuerst ein Erleben einer Innenwelt hat, die zun\u00e4chst noch ganz dunkel ist, das beginnt jetzt bei den \u00c4gyptern so richtig. Bei den Persern ist das noch ganz anders, sie erleben die Au\u00dfenwelt anders, die Religion von Licht und Finsternis kommt aus dieser Zeit der Perser, der Gegensatz des lichten Ormuts mit dem dunklen Ahriman, das hatte zur Folge, dass sie beginnen eine Au\u00dfenwelt zu erleben, aber sie erleben die Au\u00dfenwelt als Gegensatz von Licht und Dunkel, das erste das sie erleben ist das helle Sonnenlicht bei Tag und den finsteren Nachthimmel mit den Sternen, das ist das erste Erleben der Perser, durch den Rest der sinnlichen Au\u00dfenwelt sind sie genauso instinktiv gegangen wie die Menschen vorher. \n\nEs gab Menschen vorher, der <em>Homo habilis<\/em> benutzte Werkzeuge, der erste Werkzeuggebrauch geht auf etwa 3 Mio. Jahre zur\u00fcck, die konnten geschickt damit umgehen ohne dass sie sich vom Bewusstsein her als Wesen von der Au\u00dfenwelt unterschieden h\u00e4tten. Er hat einen Stein genommen, aber das Erleben war v\u00f6llig etwas anderes als bei den sp\u00e4teren Menschen, er hatte ein reiches Seelenleben, aber es war kein Innenleben. Es war ein Leben in Imaginationen. Er war Teil einer imaginativen Welt, in seiner Seele war er Teil der Seelenwelt, was er als Geist erlebt hat, waren die geistigen Wesenheiten, die ihn umgeben haben. Sich selbst als ein ICH hat er nicht empfunden, er ist verschmolzen mit dem Bewusstsein dieser geistigen Wesenheiten um ihn herum, Geisterf\u00fcllung, \u00e4hnlich dem Bewusstsein der heutigen Engelwesenheiten, sein Bewusstsein war ausgef\u00fcllt von dem, was an Geistigem \u00fcber ihm ist, keine r\u00e4umliche Unterscheidung zwischen innen und au\u00dfen. Nichts dergleichen. \n\nDas h\u00e4lt lange an, bis in der urpersischen Zeit das Erleben beginnt, der helle Tag, die Sonne, die Sonne als Zentrum des Strahlenden und Schatten am Boden als Gegensatz und in der Nacht tiefschwarzer Himmel, wo es aber auch Lichtpunkte gibt. Bei Tag ist es Ormut, der alles erleuchtet, bei Nacht ist es der finstere Ahriman, der rundherum ist.  Wenn man diesen dunklen Himmel erlebt, man muss sich vorstellen, es gab noch kein elektrisches Licht, es gab zwar das Feuer, aber sonst kein k\u00fcnstliches Licht. Wo die N\u00e4chte so dunkel waren, dass man nicht sieht, wo der Himmel in die Erde \u00fcbergeht. Es ist Eins. Peter mit 22. LJ mit Gattin auf Kreta im Ida-Gebirge, dort so stockdunkel, wo h\u00f6rt der Himmel auf, wo f\u00e4ngt die Erde an? Scheinwerfer aus, stockdunkel, der Himmel, der Boden, keine Berge sichtbar, nur die Sterne, so gro\u00df wie Feuerr\u00e4der. Das Bild von Van Gogh\u00b4s Sternennacht, in der W\u00fcste kann man das sehr gut erleben. \n\nBeim \u00dcbergang von der persischen in die \u00e4gyptischen Zeit, jetzt beginnt ein ganz anderes Seelenerleben, ein Innenerleben, das ist zuerst im Inneren ganz dunkel, es blitzt ab und zu, da ist etwas in mir, ich erlebe etwas, ich wei\u00df nicht was es ist, keine Ahnung noch. Als Gegenschlag dazu taucht die Sinneswelt auf, nicht nur in Schwarz\/Wei\u00df sondern langsam auch in Farben, in Schattierungen. Am Anfang der urpersichen Zeit etwa im 6. Jahrtausend v. Chr. f\u00e4ngt es so an und mit der Zeit geht es \u00fcber, dass man beginnt die Welt in st\u00e4rkeren Konturen zu erleben, aber in Schwarz\/Wei\u00df, in Graustufen, nicht in Farben. Der Mensch hatte zu der Zeit die F\u00e4higkeit Farben bewusst wahrzunehmen, aber noch nicht ausgepr\u00e4gt. Wenn man sich die Evolution ansieht, Fische und fisch\u00e4hnliche Neunaugen, Pentachromaten, d. h. sie haben 5 verschiedene farbempfindliche Sinneszellen auf der Netzhaut, die helfen ihnen die Lichtwelt in sehr differenzierter Weise wahrzunehmen. Mit der Zeit der Entwicklung nimmt die Zahl der unterschiedlichen Rezeptoren ab, bei den Wirbeltieren, Reptilien, Amphibien bis zu den Sauriern, da gibt es Vermutungen, das waren Tetrachromaten, also 4 verschiedene Farbrezeptoren, dann geht es weiter zu den modernen S\u00e4ugetiere, die sind fast alle nur Bichromaten (zwei Farbrezeptoren), sehr schlechte Farborientierung, sie orientieren sich nach hell\/dunkel, erst beim Menschen taucht langsam wieder ein zus\u00e4tzlicher Farbrezeptor auf, wir sind also Trichromaten. Ausnahme bei Frauen, die manchmal Tetrachromaten sein k\u00f6nnen, trotzdem keine wesentlichen Vorteile, weil die Informationen k\u00f6nnen nicht gesondert ins Bewusstsein weitergegeben werden. \n\nWir Menschen sind Trichromaten, d. h. wir sind zu einem gewissen Farbsehen vorherbestimmt. Es beginnt mit einem Schwarz\/Wei\u00df-Sehen, geht \u00fcber in ein Farbsehen, selbst die Griechen hatten eine gewisse Blaublindheit, sie waren empf\u00e4nglicher f\u00fcr Rot\/Gelb\/Gr\u00fcn-T\u00f6ne, aber Blaut\u00f6ne nicht, z. B. die Farbe Purpur, rotviolett, war f\u00fcr die Griechen nur dieses \u201ePr\u00e4chtige\u201c, aber nicht als Farbe da, wei\u00dfe Schw\u00e4ne = \u201epurpureus\u201c, nicht die Farbe spielt die Rolle bei der Namensgebungm sondern die pr\u00e4chtige Wirkung, die davon ausgeht. Die \u00c4gypter hatten wahrscheinlich eine leichte Empfindungen f\u00fcr die Blaut\u00f6ne, die die Griechen nicht hatten, das ist abweichend, geht nicht immer so systematisch. Aber es taucht auf, die Welt in Farben zu erleben, aber erst in der \u00e4gyptischen Zeit. Jetzt kommen zu den Konturen die Farben ins Bewusstsein, zu den Graustufen, die die Perser erlebt haben kommen jetzt die Farben dazu im Bewusstsein. \n\nIm Hintergrund immer auch da ist etwas in mir, aber es ist noch dunkel. Da beginnt die Unterscheidung Innen\/Au\u00dfenwelt. Mit dieser Innenwelt beginnt das Seelische im eigentlichen Sinn. Vorher ist es ein Seelen-Leibliches, damit ist ein Bewusstsein verbunden, es ist im Astralleib drinnen, aber es ist noch nicht das wirklich Seelische. Nicht diese Abgrenzung als eigene Innenwelt. Das Seelische, das ich fr\u00fcher irgendwo in der Au\u00dfenwelt erlebt habe, jetzt ist irgendetwas in mir. Eine kleine Seelenwelt in mir ist da. Im Gegenzug dazu erwacht auch die Au\u00dfenwelt. Die Au\u00dfenwelt wird bunter. Innenwelt und Au\u00dfenwelt bedingen einander. Das ist f\u00fcr die heutige Zeit sehr wichtig, weil die \u00e4gyptische Zeit spiegelt sich in unserer. Wir haben die Aufgabe heute das auf eine andere Ebene zu heben. Die vierte Stufe, die griechisch-lateinische Zeit bildet die Mitte, alles andere spiegelt sich darum. Die dritte \u00e4gyptische Epoche spiegelt sich in unserer f\u00fcnften Epoche, d. h. wir haben einiges aufzuarbeiten von dem, was bei den \u00c4gyptern begonnen hat. Bei den \u00c4gyptern hat die eigentliche Seelenentwicklung begonnen mit der sogenannten Empfindungsseele. Die Empfindungsseele ist das, was uns einerseits ein Bewusstsein f\u00fcr eine sinnliche Au\u00dfenwelt gibt und andererseits f\u00fcr eine dumpfe Innenwelt. Aus dieser dumpfen Innenwelt beginnen langsam Emotionen aufsteigen, Gef\u00fchle ist schon etwas veredeltes, es steigt etwas auf, das ist noch sehr dunkel in der \u00e4gyptischen Zeit. Heute sind sie \u00fcbersch\u00e4umend, sie waren damals sicher auch \u00fcbersch\u00e4umend und ungez\u00e4hmt, weil man sie nicht bewusst fassen konnte. Gerade die Aufgabe Emotionen zu z\u00e4hmen, nicht zu ert\u00f6ten, ist eine wesentliche Aufgabe unserer Zeit heute. \n\nIn der \u00e4gyptischen Zeit geht es darum, diese Emotionen, also diese blinden astralischen Kr\u00e4fte, die herauskommen, die Begierdenhaft sind, aus dem Triebhaften kommen, sie haben zu tun mit unmittelbaren Lebensbed\u00fcrfnissen, Wachstumstrieb, Fortpflanzungstrieb, urspr\u00fcnglich etwas ganz Reines, wir sprechen ja auch bei der Pflanze von einem Trieb, ein Ausdruck der Lebenst\u00e4tigkeit, in dem Moment, wo es beginnt ins Seelische hineinzuspielen, f\u00e4ngt es an dabei Lust oder Leid zu erleben. Lust, wenn er sich entfalten kann, Leid, wenn er gehemmt wird. Und es entfaltet sich im Astralischen vor allem die Begierde, mehr von dem Lustvollen zu erleben. In der \u00e4gyptischen Zeit war man sich bewusst, dass man das z\u00e4hmen aber vor allem bek\u00e4mpfen muss.\n \nAus der Zeit kommt der Stierkult. Die \u00e4gyptische Kultur stand im Sternzeichen des Stieres. Stierkr\u00e4fte die aus der Tiefe herauskommen. Aber die Triebe m\u00fcssen in Zaum gehalten werden, vielleicht sogar bek\u00e4mpft werden, abget\u00f6tet werden, weil sie einen dunklen Level im Inneren erzeugen, es bleibt alles dumpf, das Begierdenhafte ist in Wahrheit dumpf. Wenn ein Mensch ganz von seinen Begierden getrieben ist, dann ist er nicht ganz wach bei sich, dann treibt ihn etwas. Er ist dann mit dem Bewusstsein nicht wirklich klar dabei. Stierkampf in Spanien ist letzter Rest, den Stier bezwingen = die eigenen Triebkr\u00e4fte bezwingen. In Kreta, die M\u00e4noer: Stierspiele, der Einzuweihende musste sich in eleganter Form \u00fcber die H\u00f6rner des Stieres schwingen, das haben nicht alle \u00fcberlebt, aber in der \u00e4gyptischen Einweihung war das auch oft so, auch dort ist ein nicht so kleiner ein Teil der Einzuweihenden umgekommen bei den Pr\u00fcfungen, Pr\u00fcfungen, die h\u00e4rteste k\u00f6rperliche Anforderungen gestellt haben, ganz bewusst schrittweise den Einweihungssch\u00fcler steigern in Richtung Lebensgefahr, bis die gro\u00dfe Einweihung kam und ihn f\u00fcr 3,5 Tage in einen todes\u00e4hnlichen Schlaf zu versetzen. Wo wirklich sich eine Lockerung des Geistig\/Seelischen, ja sogar der Lebenskr\u00e4fte stattfindet, dass ein traumartiger Einblick in die Welt jenseits des Todes m\u00f6glich wird. Das ging damals nur, dass man die Einzuweihenden an den Rand des Todes brachte. \nDiese Methoden sind f\u00fcr heute nicht mehr geeignet, alles was in diese Richtung geht ist heute komplett verfehlt. In diese Richtung wirken z. B. auch Drogen. Ein gewisses Ma\u00dfhalten aus dem Beschluss des ICH heraus ist absolut gut, aber eine \u00fcberzogene Askese z. B. zu hungern, um sich geistig zu entwickeln, ist heute ganz sch\u00e4dlich. K\u00f6rperlich sowieso sch\u00e4dlich und f\u00fcr die geistige Entwicklung f\u00fchrt es in die falsche Richtung. Was wird geweckt durch \u00fcberzogene Askese? Es werden die Begierden nicht abget\u00f6tet, sondern geweckt. \u00c4u\u00dferlich unterdr\u00fcckt man sie, aber man dr\u00fcckt sie in Wahrheit hinunter. Da unten wachsen sie. Selbst wenn der Asket es ein Leben lang schafft, sie zu unterdr\u00fccken. Sie wachsen im Untergrund. Er schult seine Kraft sie nieder zu halten. Im Untergrund werden aber triebhafte \u201eAtombomben\u201c heran gez\u00fcchtet. \n\nIn unserer Zeit heute geht es darum, die Triebkr\u00e4fte nicht zu unterdr\u00fccken, sondern sie zu verwandeln, d. h. sich ihnen zu stellen, aber nicht durch eine k\u00f6rperliche Herausforderung, wie in der \u00e4gyptischen Zeit, sondern jetzt im rein Seelischen. Auch den Mut zu haben immer weiter hinunter zu schauen, was da schlummert. Wir haben heute keine Ahnung davon, was unter der Schwelle des Bewusstseins schlummert bei jedem Menschen (au\u00dfer ganz gro\u00dfen Eingeweihten, die das alles schon hinter sich gebracht haben). Daher sagt R. Steiner gerade f\u00fcr unsere heutige Zeit: es gibt keinen Menschen auf Erden, ein paar Eingeweihte ausgenommen, der nicht zu den abscheulichsten Taten f\u00e4hig sein kann. Jeder kann an der Oberfl\u00e4che im b\u00fcrgerlichen Privatleben ein kultivierter angesehener Mensch sein, aber unter bestimmten Umst\u00e4nden kommen die dunklen Triebkr\u00e4fte von unten durch und k\u00f6nnen nicht beherrscht werden. Er ist denen hilflos ausgeliefert. \n\nDa hilft nur die bewusste T\u00e4tigkeit aus dem eigenen ICH, das ist die heutige Aufgabe. Diesen Kr\u00e4ften bewusst entgegenzutreten. Da f\u00e4ngt es an die Blickwendung vom blo\u00dfen Bewusstsein f\u00fcr die Au\u00dfenwelt, die bei den \u00c4gyptern begonnen hat, auch Bewusstsein in die seelisch-geistige Innenwelt zu lenken, das ist das Erste und sich auch Auseinandersetzen mit den dunklen kraftvollen Impulsen, die da schlummern. Dunkel deshalb, weil sie unterhalb der Schwelle des Bewusstseins sitzen, wir sind uns ihrer noch nicht voll bewusst, daher haben wir sie nicht unter unserer Herrschaft. Das Helle, das Geistige nennen wir das, was wir bewusst mit der Kraft des ICHs in der Hand haben, wo das ICH seine Lichtblitze aussendet und die Seelenwelt erhellt, zuerst in unserer Seelenwelt, dann die Seelenwelt drau\u00dfen, die es auch gibt. \n\nMit Bewusstsein da tiefer hineinzusteigen, ist heute wichtig, weil wenn wir das nicht tun, dann ist auch das geistige Bewusstsein, das f\u00fcr die seelisch-geistige Au\u00dfenwelt erwacht, nicht davor gefeit, dass sich diese in uns unbewussten Impulse hineinmischen und das ganze Bild komplett verzerren. Wir m\u00fcssen also, bevor wir ein klares Bild der geistigen Welt \u00fcber und um uns bekommen, m\u00fcssen wir ein klares Bild f\u00fcr unsere eigene seelisch-geistige Konstitution bekommen, also was alles in uns wurlt. Das Astralische ist im Grunde das noch Ungez\u00e4hmte, aus dem sp\u00e4ter als erste Stufe etwas Seelisches und dann etwas noch H\u00f6heres wird. Die erste Stufe ist diese dunklen Kr\u00e4fte, diese tierischen, oder sogar \u00fcbertierischen Kr\u00e4fte, weil sie st\u00e4rker sind als die Kr\u00e4fte, die bei den Tieren drinnen sind, sie sind bei uns gefesselt, aber sie sind da, das Potential ist st\u00e4rker als die schlimmste \u00e4u\u00dfere Bestie, der L\u00f6we in seiner Gier ist nichts gegen den Menschen in seiner Gier, wenn die tiefsten Kr\u00e4fte heraus kommen. Daher ist der Mensch potenziell die gef\u00e4hrlichste Bestie. \n\nWir stehen heute in der Epoche, wo wir das bewusst in den Griff kriegen m\u00fcssen, da f\u00e4ngt es an gef\u00e4hrlich zu werden, weil bis jetzt haben h\u00f6here geistige M\u00e4chte geholfen diese Kr\u00e4fte unten zu halten. Wir hatten sehr viel Hilfe, dass wir an diese Kr\u00e4fte nicht vorzeitig herankommen. Diese Hilfe in der alten Form  wird geringer, aber sie ist in h\u00f6herer Form heute da, weil die Christus-Kraft in unserem ICH wirkt. Die gleiche Vollmacht des ICH, das liegt in uns. Das ist die einzige Kraft, die diese Kr\u00e4fte da unten nicht nur unterdr\u00fccken, d. h. unter die Schwelle des Bewusstsein dr\u00fccken kann, sondern verwandeln kann. Dieser Impuls hat begonnen mit dem Erdenleben des Christus, seither ist es m\u00f6glich, dass wir Menschen daran arbeiten k\u00f6nnen. \u00dcberhaupt die geistige Welt an diesen Kr\u00e4ften arbeiten kann. \n\nDenn diese verdorbene Astralit\u00e4t h\u00e4ngt mit der Wirkung der Widersacher zusammen. Die erzeugen diese falschen Begierden. Da spielt der Luzifer eine Rolle, aber auch der Ahriman im Hintergrund. Diese Art von Kr\u00e4ften gibt es in der h\u00f6heren geistigen Welt nicht. Astrale Kr\u00e4fte an sich sind hohe, weisheitsvolle Kr\u00e4fte, h\u00e4ngt mit der wunderbaren Ordnung der Sternenwelt zusammen, der kosmischen Weisheit, Milliarden von Sternen da drau\u00dfen, alles Kolonien geistiger Wesenheiten. Die \u00fcberwiegende Anzahl dieser Sterne hat wahrscheinlich auch Planeten. Jeder Planet ist Wohnort geistiger Wesenheiten. So gro\u00df ist der Kosmos. Das alles wurde durch die T\u00e4tigkeit des Christus hervorgebracht. Er ist der Weltenbaumeister, der Vishva Karman. Der Vater schwebt im Hintergrund. Wir sind mit der ganzen kosmischen Welt verbunden und die Seelenkr\u00e4fte, die in diesem ganzen Kosmos wirken, die wirken auch in unserem Astralleib, aber durch die Widersacher verf\u00e4lscht. Der Luzifer greift besonders den Astralleib an, der Ahriman besonders den \u00c4therleib, beide wirken zusammen in Kombination, mit Sch\u00e4digungen bis in den physischen Leib, Zerst\u00f6rungskr\u00e4fte wirken bis in den physischen Leib, aber die zugleich uns die M\u00f6glichkeit geben unser kleines ICH-Bewusstsein zu entwickeln. \n\nGerade indem wir w\u00e4hrend des Lebens unseren K\u00f6rper vernichten und die Gottheit das zul\u00e4sst, denn der Mensch ist ja nach einer ganz langen Sch\u00f6pfungsgeschichte, die nicht nur die Erdentwicklung, sondern auch drei planetarische Stufen vorher umfasst, jetzt soweit, das gipfelt jetzt in unseren heutigen Menschenleib, in dem ein menschliches ICH sich seiner Selbst in Freiheit bewusst werden kann, die Gottheit l\u00e4sst aber zu, damit wir dieses ICH-Bewusstsein erringen, dass wir unseren K\u00f6rper w\u00e4hrend des kurzen Erdenleben vernichten. Das f\u00e4ngt ganz fr\u00fch an, anfangs \u00fcberwiegen noch die Aufbaukr\u00e4fte, aber die Abbaukr\u00e4fte sind auch da, der Tod liegt schon in der Wiege, oder schon vorher und geht bis zum Lebensende durch, aber dadurch entwickeln wir unser ICH-Bewusstsein. Aus dem heraus m\u00fcssen wir heute anfangen, diese unteren astralen Kr\u00e4fte, die so m\u00e4chtig sind, wie diese Astralit\u00e4t drau\u00dfen, wir haben in uns alle Kr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung, die im Au\u00dfen auch sind, der Mikrokosmos, die kleine Welt in uns, ist dasselbe Kr\u00e4ftepotenzial, wir k\u00f6nnen diese Kr\u00e4fte individuell gebrauchen. \n\nDer Mikrokosmos ist der Innenraum, den die \u00c4gypter begonnen haben erstmals zu erleben. Der Kosmos, bevor noch irgendetwas drinnen war. Kosmos als ein Leerraum, stimmt \u00fcberein mit der Sch\u00f6pfungsgeschichte, wie es die Kabbalisten schildern. Durch die Gottheit wird ein Raum freigegeben, in dem sich die Sch\u00f6pfung entfalten kann. Dann  schl\u00e4gt ein geistiger Funke ein in diesen Leerraum. Dieser Leerraum beginnt sich zu f\u00fcllen mit ungeheuren Triebkr\u00e4ften, geistige Impulse schlagen immer wieder ein und beginnen das zu ordnen und sie z\u00e4hmen die Triebkr\u00e4fte, aus dem geht die Sch\u00f6pfung hervor. Genau dasselbe spielt sich aber bei der seelischen Entwicklung ab. R. Steiner schildert in seinen Vortr\u00e4gen \u00fcber die  Sch\u00f6pfungsgeschichte sehr deutlich, das erste Kapitel der Genesis, das 6-Tage-Werk, spielt sich nicht \u00e4u\u00dferlich ab, es spielt sich innerlich ab, spielt sich rein in der Seelenwelt ab, in der Astralwelt, aber im Gro\u00dfen. Wenn wir unser Seelisches entwickeln, spielt sich das in unserem Inneren ab, da ist zuerst der dunkle Leerraum in uns, der seelische Innenraum, da kommt etwas hinein aus unserem ICH, es blitzt hinein, Blitze erhellen und beginnen zu gestalten.\n\nDas Geistige ist das ICH. Das Geistige besteht immer aus individuellen geistigen Wesenheiten. Da ist immer so etwas wie ein ICH-Prinzip drinnen. Jeder Gedanke ist eine geistige Wesenheit, jede Idee, jeder Denkvorgang, ich begegne einer geistigen Wesenheit. Jeder Gedanke, den ich bilde durch mein Denken, die geistige T\u00e4tigkeit ist das Denken, nicht der fertige Gedanke, der Gedanke ist das Produkt der geistigen T\u00e4tigkeit, aber im Grunde passiert dabei nichts anderes, als dass ich eine geistige Wesensbegegnung habe. Mit einem geistigen Wesen mich komplett verbinde. Aus dem heraus schaffe ich den Gedanken. Der Gedanke ist die Spur, die davon zur\u00fcckbleibt im Bewusstsein aus der Begegnung. In Wahrheit ist im Denken schon die Intuition drinnen. Eins werden mit einem geistigen Wesen \u2013 f\u00fcr einen Moment. Geistiges spielt sich zeitlos ab, im Augenblick, im Moment. \n\nWir m\u00fcssen heute bewusst dieses Seelische, das von den Widersachern verdorben wurde, bewusst in den Griff bekommen. Verwandeln, das Negative aufl\u00f6sen und stattdessen ein positiv Astralisches wieder zu schaffen. Das ist die erste Stufe, aber halb unbewusst beginnt das bereits bei der Seelenentwicklung. Dass wir anfangen unseren eigenen Innenweltkosmos zu bilden, in dem die Sch\u00f6pfungsquelle unser eigenes ICH ist, in dem wir aber vorfinden Seelenkr\u00e4fte, die zun\u00e4chst von au\u00dfen herein genommen sind und jetzt aber von uns verwandelt werden, weil noch, jedenfalls zur \u00e4gyptischen Zeit, war unser ICH noch nicht so weit, dass es eigenes Astralisches h\u00e4tte schaffen k\u00f6nnen. Sondern du wurde es von au\u00dfen genommen, bildete den dunklen Untergrund, aber das ICH f\u00e4ngt langsam an hinein zu blitzen. Die erste Frucht ist, dass als Gegenschlag zu dieser Innenwelt, zu diesem Mikrokosmos in mir, die Au\u00dfenwelt da ist, das was da entsteht nennt R. Steiner die <strong>Alma Senciente<\/strong>. Da ist einerseits die sinnliche Wahrnehmung, die Sinnesempfindungen, die sich jetzt bei beginnen in Farben zu differenzieren, bei den \u00c4gyptern stark, bei den Griechen geht es scheinbar wieder zur\u00fcck, mit der Blaublindheit wird das wieder ein wenig verdunkelt, das hat einen interessanten Grund, es ist ein gewisser ahrimanischer Einschlag, der hinein kommen muss, damit sp\u00e4ter die <strong>Verstandesseele<\/strong> entwickelt werden kann dort bei den Griechen.\n \nDie Griechen m\u00fcssen das weiterf\u00fchren, das hei\u00dft sie m\u00fcssen k\u00e4mpfen mit diesen durch die Widersacher verdorbenen Seelenkr\u00e4ften bzw. astralischen Kr\u00e4fte, m\u00fcssen diese astralischen Kr\u00e4fte zu eigenen Seelenkr\u00e4ften umwandeln. \u00c4u\u00dferlich kommt das in den Stierkulten zum Ausdruck. Es ging damals noch nicht, dass man sich in der Meditation hinsetzt und das rein innerlich macht. Jetzt ist das der Weg, der notwendig ist. Aber das beginnt als M\u00f6glichkeit in Wahrheit erst mit der Zeitenwende. Jetzt beginnt die M\u00f6glichkeit aus dem ICH heraus diese Kr\u00e4fte aufzul\u00f6sen und umzuwandeln und sogar neue Kr\u00e4fte sch\u00f6pferisch herein zu bringen. Gehen wir aber zur\u00fcck zur Empfindungsseele der \u00c4gypter. \n\nDie haben die Innenwelt, in der ein starker Kampf stattfinden muss, aber als Erlebnis haben sie in erster Linie als Gegenschlag die Au\u00dfenwelt, daher das, was sie seelisch innerlich erarbeiten m\u00fcssen, machen sie durch T\u00e4tigkeiten in der Au\u00dfenwelt. Z. B. die Stierkulte. Der \u00c4gypter kann nicht sich hinsetzen in eine Ecke und meditieren, sodass er seine Seelenkr\u00e4fte in die Reihe kriegt, sondern er muss \u00e4u\u00dferlich t\u00e4tig werden, braucht die \u00e4u\u00dfere Schulung. Das ist auch die Zeit, wo die Klageweiber aufkommen. Ein Mensch ist gestorben, die Klageweiber schluchzen und heulen, damit \u00e4u\u00dferlich diese dramatische Stimmung da ist, die saugt man hinein und verinnerlicht sie. Die Menschen haben das Au\u00dfen ins Seelische hineingezogen, dadurch das Seelische ausgebildet, Begr\u00e4bniszeremonien sind heute immer noch ein Rest aus dieser alten Zeit. Der Trauermarsch. Wir brauchen etwas drau\u00dfen, damit wir es innerlich stark erleben. Die Inder allerdings haben den Tod immer als Befreiung gefeiert mit wei\u00dfen Gew\u00e4ndern. Das war bei den Indern nichts Negatives. \n\nBei uns hat man aber das Bewusstsein mit einem gewissen Recht auf der dunklen Seite, weil die notwendig ist, um dieses Wachbewusstsein zu f\u00f6rdern. Wir umgeben uns heute mit lauter ahrimanischen Dingen, wie sie vor kurzer Zeit noch nicht da waren. Was ist durch die Technik alles in die Welt gekommen? Es ist dar\u00fcber nichts Negatives zu sagen, weil es ist eine Notwendigkeit in unserem Zeitalter, um das Bewusstsein zu entwickeln. \u00dcberall finden wir die Technik. Die gibt\u2019s in dem Ausma\u00df seit 18. \u2013 19 Jhdt., Dampfmaschinen, die industrielle Entwicklung ist ahrimanisch, deshalb kann man es trotzdem benutzen, muss man sogar, wenn man unserem Zeitalter gerecht werden will. Es ist alles das Tote, die Schlacke, denn da wende ich den Blick zur\u00fcck auf die Schlacke, das Tote, das zur\u00fcckbleibt und nicht auf das Geistige, was aufsteigen kann. Das ist ein Aspekt dieses ahrimanischen Impulses, den wir heute haben, dass genau der notwendig ist, dass wir im Geistigen aufsteigen k\u00f6nnen. Er ist notwendig. Wir sollten uns nicht w\u00fcnschen, dass der Ahriman besiegt wird, dann sind wir ihn los und dann sind wir endlich frei f\u00fcr das Geistige. Nein, dann sind wir gerade nicht frei daf\u00fcr. Damit wir frei in das Geistige gehen k\u00f6nnen, braucht es genau diesen Gegenschlag. \n\nNur durch diese immer vorhandene Finsternis im Untergrund, haben wir die M\u00f6glichkeit uns frei aus eigenem individuellem ICH-Impuls dem Geistigen zuzuwenden. Jeder dunkle Gegenschlag gibt uns eine M\u00f6glichkeit dazu. Was damals die Urperser als Gegensatz von Licht und Finsternis von Ormut und Ahriman hatten, das spielt sich heute in unserem Inneren ab. Ununterbrochen m\u00fcssen wir uns mit beidem auseinandersetzen. Dadurch auch die Aufgabe dieser dunklen Kr\u00e4fte erkennen und bewusster mit ihnen umgehen, damit beginnt die Erl\u00f6sung dieser ahrimanischen Kr\u00e4fte. Wenn wir beginnen die Begierden durch das ICH umzugestalten, beginnen wir den Luzifer zu erl\u00f6sen, wenn wir das auf die abt\u00f6tenden ahrimanischen Kr\u00e4fte beziehen, dann arbeiten wir bereits mit Hilfe des Christus am \u00c4therleib, denn da schie\u00dft der Ahriman vor allem seine Impulse hinein, da t\u00f6tet er etwas, da nimmt er Entwicklungs- und Entfaltungsm\u00f6glichkeiten, die aber notwendig sind, um das Bewusstsein zu entfalten. Wir m\u00fcssen lernen es zu heilen und wir k\u00f6nnen es nur heilen und damit Ahriman erl\u00f6sen, in dem Grad, in dem wir es schaffen ohne Zerst\u00f6rung eines k\u00f6rperlichen Werkzeugs dieses Bewusstsein zu behalten. \n\nWir haben unser ICH-Bewusstsein im Grunde dadurch, dass wir unseren K\u00f6rper zerst\u00f6ren. Bis ins Physische hinein. Das \u00c4therische wird auch angekr\u00e4nkelt und alles wird betroffen. Wir zerst\u00f6ren bis ins Physische hinein. Das hilft uns, weil das Physische dadurch als unser Spiegel f\u00fcr unser ICH dienen kann, damit wir \u00fcberhaupt einmal zu einem Bewusstsein kommen. Wir kommen aber dadurch erstens eh nicht zu einem Bewusstsein des wirklichen ICH, sondern nur seines Spiegelbildes. D. h. das was wir im Alltagsleben unser ICH nennen, ist eigentlich nur ein Spiegelbild, und ein verzerrtes noch dazu, aber es ist eine Vorbereitung, ah, da ist wer, irgendwer schaut auf das Spiegelbild, das was wir im Alltag als ICH wahrnehmen, das ist nur ein Spiegelbild, das ist der erste Aufwachprozess: ich bin nicht das Spiegelbild, sondern ich schaue mich nur da drinnen, daher sagt R. Steiner, der richtige Ausspruch des Philosophen Descartes, der gesagt hat: \u201eIch denke, also bin ich!\u201c w\u00e4re die Erkenntnis: \u201eIch denke, also bin ich nicht!\u201c Das w\u00e4re richtig. \n\nDas was ich als Ergebnis meines Denkens sehe, das ist nur ein Spiegelbild. Unsere Gedanken sind nur ein Spiegelbild \u2013 nicht die geistige Realit\u00e4t. Da sind die Punkte drin f\u00fcr die Aufgabe, die wir heute haben, die Bewusstseinsseele zu entwickeln und sie auf das Geistige zu richten. Wenn wir sie aufs \u00c4u\u00dfere nur richten, das ist sozusagen der letzte Schliff f\u00fcr das, was wir in der \u00e4gyptischen Zeit begonnen haben. In der \u00e4gyptischen Zeit war das Bewusstsein f\u00fcr die Au\u00dfenwelt schon da, aber nat\u00fcrlich lange noch nicht so wach, wie wir es heute haben. Heute ist es extrem wach. Heute f\u00fchlen wir uns stark getrennt von der Au\u00dfenwelt. Immer noch nicht zu 100 Prozent, wie wir bei den Begr\u00e4bniszeremonien gesehen haben, wo uns das ganze Brimborium immer noch hilft, es innerlich stark genug zu erleben. \n\nFrage einer Teilnehmerin: \u201eOder in seiner ganzen Tiefe wahrzunehmen. Am Anfang verdr\u00e4ngt man es ja, was das Endg\u00fcltige ist beim Sterben, das verdr\u00e4ngt man.\u201c Das wird auch lange noch seine Bedeutung behalten, aber es wird irgendwann verschwinden. Dann wenn wir es in unserem rein seelischen Erleben bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Das geht nur wenn wir stufenweise hinuntersteigen und genau diese Dinge, die wir jetzt verdr\u00e4ngen, oder sogar von den h\u00f6heren geistigen M\u00e4chten verdr\u00e4ngt wurden, weil bei den gef\u00e4hrlichsten Sachen hilft uns die geistige Welt immer noch ohne unser Zutun, dass die Kr\u00e4fte, mit denen wir \u00fcberhaupt noch nicht fertig werden w\u00fcrden, im Normalfall, wenn nicht die Widersacher total st\u00f6rend eingreifen, dass die unten gehalten werden. Das sind nicht wir, die das schaffen. Da haben wir Hilfe dabei. \n\nChristus mutet uns nur das zu, was wir auch bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen, woran wir auch scheitern k\u00f6nnen, dann kommt ein n\u00e4chster Durchgang, aber was wir bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Wir werden also schicksalsm\u00e4\u00dfig im Normalfall nicht mit etwas konfrontiert, das wir nicht als Individualit\u00e4t als geistiges Wesen bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Es geht ganz individuell bis an die Grenze des ertr\u00e4glichen, was f\u00fcr den einen fast unertr\u00e4glich ist, irritiert den anderen nicht. Aber die Widersacher k\u00f6nnen hineinfunken und dann kann es gef\u00e4hrlich werden, besonders dann wenn das Individuelle ausgeschaltet wird. Christus kann uns dort helfen, wo das ICH eine gewisse Bereitschaft hat sich zu entwickeln. Dort wo das ICH diese Bereitschaft nicht hat, da haben die Widersacher eine gro\u00dfe Kraft hineinzuwirken. Wenn man bedenkt, was in der NAZI-Zeit passiert ist, wo Menschen systematisch dorthin gef\u00fchrt wurden, dass diese Kr\u00e4fte herausgeholt wurden. Ganz raffiniert. Kr\u00e4fte, die bei jedem schlummern drinnen. Wo viele es nicht geschafft haben, dem zu widerstehen, aus verschiedensten Gr\u00fcnden, Angst, aus Patriotismus, usw. \n\nIdealistische Impulse, wenn sie nicht aus ganz klarem wachem n\u00fcchternem ICH-Bewusstsein kommen, k\u00f6nnen brandgef\u00e4hrlich sein. Die gef\u00e4hrlichsten Leute sind die Weltverbesserer aus fanatischen idealistischen Impulsen, weil sie erzwingen wollen, dass die Welt, nachdem was sie glauben erkannt zu haben, ge\u00e4ndert wird. Sie erkennen dabei nicht ihre eigene Einseitigkeit. In Wahrheit bringt es gro\u00dfen Schaden. Der fanatisierte Idealismus ist kein wirklicher Idealismus, sondern etwas total Luziferisches. Man begeistert sich an der eigenen Idee und merkt nicht, dass die Idee noch ein Kr\u00fcppel ist. Wir neigen heute unheimlich dazu, weil ein Punkt der Bewusstseinsseelenentwicklung, sofern sie nach au\u00dfen gerichtet ist, nur am \u00e4u\u00dferen h\u00e4ngt, neigt zur Illusion. Wir t\u00e4uschen uns \u00fcber der Wirklichkeit, die T\u00e4uschung wird jetzt in schnellen Schritten immer st\u00e4rker. Unsere Technik tr\u00e4gt mit dazu bei. Nachrichten, Berichte, aus dem Fernsehen, ist das die Wirklichkeit? \n\nEs ist aus dem Zusammenhang heraus gerissen. Es wird viel manipuliert. Wie wach leben wir gegen\u00fcber der Natur in unserer modernen Welt? Viele stehen nur der Technik gegen\u00fcber. Oder wir schauen es an im Mikroskop, oder durch das Fernrohr. Das ist nicht die Wirklichkeit, es ist die Spiegelung der Spiegelung der Spiegelung. Damit beginnt, das was wir jetzt noch als Realit\u00e4t empfinden, das versinkt in Illusion, der Tisch ist Realit\u00e4t, keine Wirklichkeit, aber hinein spintisieren in Atomwelt, in die Molek\u00fclwelt und sie mir vorstelle wie die Dinge der Welt, dann komme ich in eine Illusion. Die Naturwissenschaft hat erkannt, dass diese Dinge nur eine Illusion sind. Die Bilder, die wir uns machen, die machen wir uns, wir lagern uns unsere Vorstellungsbilder \u00fcber die Wirklichkeit dr\u00fcber, das hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Das wirkliche seien die Atome dahinter, das war im 19. Jhdt. das G\u00e4ngige und hat sich bis heute gehalten. \n\nAtome sind keine Realit\u00e4t, sie sind vielleicht eine Wirklichkeit, weil etwas wirkt, aber Dinge sind sie nicht. Das Denken war lange so, dass die gro\u00dfen Dinge durch diese kleinen Dinge erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Die Naturwissenschaft glaubt, damit etwas erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Ein Tisch ist ein bis zur Realit\u00e4t verdichtetes Spiegelbild, aber nicht mehr. In Wahrheit nicht vorhanden. F\u00fcr die Praxis sind sie verwendbar, Gott sei Dank, der Tisch, der Sessel, sonst k\u00f6nnten wir hier nicht sitzen. Aber nicht bei Betrachtung aus der geistigen Perspektive. Aus der geistigen Perspektive sehen wir, dass das nur eine vor\u00fcbergehende Art ist, die Welt zu erleben, damit wir bestimmte Seelenf\u00e4higkeiten entwickeln. Wir hatten die Spiegelung der \u00e4gyptischen Zeit mit der Empfindungsseele, wo immer mehr das Bewusstsein hinaus w\u00e4chst in die sinnliche Welt, dann eine Bl\u00fcte erlebt in der griechisch-lateinischen Zeit, im sinnlichen Genuss, die Griechen finden die sinnliche \u00e4u\u00dfere Welt \u00e4sthetisch und sch\u00f6n und gut, die R\u00f6mer sehen mehr den sinnlichen Genuss, da ist ein gewisser H\u00f6hepunkt, dann geht\u2019s weg schon wieder durchs ganze Mittelalter hindurch, da ist die  Auseinandersetzung mit der Au\u00dfenwelt sehr reduziert. Man sucht mehr eine gedankliche oder gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige Verinnerlichung. Im Christentum kommt eine Verinnerlichung, das innere Erleben, der Glaube. Im Gef\u00fchlsleben, in meiner Mitte, habe ich die Gewissheit des G\u00f6ttlichen = Glaube, ich erlebe sie, man erlebte es anders als der heutige Mensch, heute sagt man: man muss es glauben, weil man es nicht wahrnehmen kann. Im Mittelalter hat man das Geistige sehr wohl erlebt, aber der Mensch konnte es nicht in klare Gedanken fassen. Dass es da ist und dass es wirkt, das war der Inhalt des Glaubens. Das war Wirklichkeit, nicht Realit\u00e4t. \n\nDas geht so hinauf bis zum Ende des Mittelalters, Hochbl\u00fcte in der Scholastik, Denker wie Thomas von Aquin, der das stark hat, aber auch stark den Intellekt hat, der aber nat\u00fcrlich an der Kippe ist, dieses Erlebnis aus der Mitte zu ert\u00f6ten. Das ist der n\u00e4chste Schritt. Thomas von Aquin ist deswegen so genial, weil er hat noch beides, er hat diese absolute Glaubenssicherheit drinnen und auch den logisch gebildeten Verstand. Damit bringt er das was die mittlere Epoche, die griechisch-lateinische Zeit, die geht bis zum Beginn der Neuzeit, also bis zum Ende des Mittelalters, dort kommt es zur Bl\u00fcte bei Thomas von Aquin, die Verstandes- und Gem\u00fctsseele kommt zur Bl\u00fcte, das ist es was diese mittlere Epoche entwickelt. Die \u00c4gypter die <strong>Alma Senciente<\/strong>, die griechisch-lateinische Zeit die <strong>Mente e alma espiritual<\/strong>. \n\nAuch wenn Aristoteles mit der Logik beginnt, und damit schon in genialer Weise eine Vorgriff macht, auf das was sp\u00e4ter kommen wird. Wenn ich nur logisch vorgehe, dann erstirbt es. Dann ist es das Denken, was man heute versucht mit Hilfe der Computer zu simulieren. Das basiert nur mehr auf Regeln. Ich kann sogar eine Scheinkreativit\u00e4t erzeugen, indem ich einen Zufallsgenerator einbaue, dann ist das Ergebnis von au\u00dfen nicht mehr vorhersehbar, erscheint dann als w\u00e4re es kreativ, in Wahrheit aber nur eine der m\u00f6glichen Kombinationen und v\u00f6llig geistlos. Auf diese Weise k\u00f6nnen heute Bilder gemacht werden im Stil eines alten Meisters, da k\u00f6nnen optisch Experten nicht unterscheiden ob sie echt sind oder nicht. Das ist der reine abgestorbene Verstand. \n\nAn der Grenze vom Mittelalter zur Neuzeit kriegt das Absterbende des Verstandesdenkens voll die \u00dcberhand zu gewinnen. In der griechisch-lateinischen Zeit war es noch gesund, weil es Verstandes- und Gem\u00fctsseele war. Wenn ich von der Verstandes- und Gem\u00fctsseele die Gem\u00fctsseele wegstreiche, dann ist aus dem Denken, aus dem Verstandesdenken etwas v\u00f6llig Unwirkliches geworden. Solange sie zusammen waren, war die Wirklichkeit drinnen, weil die \u00fcber das Gem\u00fct hineingestr\u00f6mt ist. Da ist die geistige Wirklichkeit immer noch hinein gekommen. Wenn ich es abtrenne, und das ist heute der Fall, muss auch der Fall sein, weil sich Denken, F\u00fchlen, Wollen separieren m\u00fcssen, dann ist der Verstand etwas v\u00f6llig Ausgeh\u00f6hltes und f\u00fchrt daher immer mehr in die Illusion. Das geniale an den Naturwissenschaften, die da immer mehr hinein gehen, ist, dass sie merken, dass ist alles Illusion, ein Modell, nur Modelle der Wirklichkeit.\n\nWir haben nun die drei wesentlichen Seelenglieder durch, und haben angedeutet, dass es heute die Aufgabe ist die <strong>Consci\u00eancia alma<\/strong> zu entwickeln und vor allem in Richtung des Geistigen zu lenken. Das Verstandesm\u00e4\u00dfige ist abgestorben, Technik kann ich damit gut machen. Der sch\u00f6pferische Impuls muss von woanders kommen. Ohne geistigen Impuls ist es sinnlos, das ist heute das Wichtige. Das was in der Apokalypse steht, setzen wir heute mit der Anthroposophie fort. Ein bewusstes Erfassen dessen, wie wir weiter zu wirken haben geistig f\u00fcr die Zukunft. 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