15. Vortrag zur Apokalypse des Johannes (Dokumentation)

Von Dr. Wolfgang Peter

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Datum des Vortrags:

Zusammenfassung

Von Mithörer B. G.

Wir stehen bei den 7 Gemeinden bzw. den Sendschreiben an die 7 Gemeinden, die 7 Gemeinden repräsentieren die 7 Kulturepochen, davon sind 4 bereits abgelaufen, wir stehen jetzt in der Fünften, da noch im ersten Drittel, sie ist erst so gemütlich am Anlaufen, aber das Tempo wird noch zulegen. Es kommt einiges auf uns zu. Die Entwicklung beschleunigt sich sehr stark. Die Inkarnationen werden häufiger, wir sprechen ja auch von Reinkarnation, die Inkarnationen folgen relativ dicht aufeinander, lange nicht mehr dieses kosmische Maß, wo man sagt in einer Kulturepoche kommt man im Durchschnitt zwei Mal, einmal als Mann, einmal als Frau, um das von beiden Perspektiven zu betrachten. Jetzt sind die Inkarnationen sehr viel häufiger. Das wird auch noch zunehmen in der nächsten Zeit und dann wieder zurückgehen. Wir werden heute auch darüber sprechen, wann denn  das Ende der irdischen Inkarnationen kommt, zumindest für einen größeren Teil der Menschheit, nämlich verhältnismäßig bald. Es liegt in gar nicht so ferner Zukunft, wo ein größerer Teil der Menschheit soweit sein wird, dass sie eine irdische Inkarnation nicht mehr brauchen, um ihre geistige Entwicklung fortzusetzen. 

Große Eingeweihte haben schon in der Vergangenheit es geschafft, ihr Leben so zu verändern, so zu entwickeln, dass sie einer irdischen Inkarnation zumindest für ihre eigene Entwicklung nicht mehr bedürfen, z. B. der historische Buddha, oder die Buddhas überhaupt, es gab ja mehrere. Die Buddha-Würde heißt, dass man soweit ist, dass man einer irdischen Inkarnation nicht mehr bedarf. Aber es sind auch andere Eingeweihte bereits so weit, dass sie das für sich selbst nicht mehr brauchen, aber dann aus freiem Entschluss doch wieder heruntersteigen zu einer irdischen Inkarnation, um hier zu wirken, weil man gewisse Aufgaben nur in der irdischen Inkarnation erfüllen kann, um den Menschen hier zu helfen. Es gibt bei den großen Eingeweihten zwei Gruppen, die eine, die so weit ist, dass sie nur noch von drüben wirkt aus dem geistigen Bereich, und andere, die zwar auch so weit entwickelt sind, aber ganz bewusst auf die Erde herunter steigen und sich dann sehr oft inkarnieren. Da liegen oft zwischen den Inkarnationen 15-20 Jahre. Sie sind dann in jedem Fall in jedem Jahrhundert verkörpert. 

Ein solcher Eingeweihter ist z. B. Christian Rosenkreuz, das sagt R. Steiner ganz deutlich. Ein andere bei dem das sicher auch der Fall ist, ist der Meister Jesus, jener salomonische Jesus, der zur Zeitenwende geboren wurde als einer der beiden Jesus-Knaben. Wir haben bereits davon gesprochen, dass zur Zeitenwende zwei Jesusknaben geboren wurden, einerseits der nathanische Jesus, der in gewisser Weise die geeigneten Leibeshüllen für den Christus zur Verfügung gestellt hat, wie es aber auch andererseits noch einen salomonischen Jesus gab, der sich dadurch auszeichnete, dass er bereits sehr viele Inkarnationen hinter sich hatte als Eingeweihter, er war niemand anderer als der Zarathustra, jener Zarathustra, der auch historisch nicht leicht zu fassen ist, weil es wenig Überlieferungen von ihm gibt, von dem aber R. Steiner auch sagt, dass er öfter, viel öfter inkarniert war, auch in dieser urpersischen Zeit, der zweiten Kulturepoche. 

Wir haben darüber gesprochen, wie aus diesen zwei Jesusknaben, oder aus diesen zwei Jugendlichen später eine Person wird, indem das ICH des Zarathustra bzw. des salomonischen Jesus in die Leibeshüllen des nathanischen Jesus hinüberwechselt. Der war nämlich das allererste Mal auf Erden inkarniert und in ihn hat sich verkörpert der unschuldig gebliebene Teil des Adamwesens. Zur Zeit des Sündenfalls, als Adam oder ein großer Teil der Adamwesenheit der luziferischen Versuchung verfallen ist, was durchaus notwendig war, um uns letztlich die Freiheit zu ermöglichen, dadurch war dieser Sturz aus dem Paradies heraus nötig und wichtig. Aber es wurde ein Teil zurückbehalten an reinen Seelenkräften, vor allem auch an reinen Lebenskräften, wo es in der Bibel angedeutet wird durch die Worte: Ihr sollt, nachdem ihr jetzt vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen gegessen habt, nicht auch noch vom Baum des Lebens essen. Mit dem Baum des Lebens sind diese Ätherkräfte des späteren nathanischen Jesus gemeint, der dann erstmals zur Zeitenwende auf Erden geboren wird. Es ist auch ein gewisser Zeitabstand zwischen der Geburt dieser beiden Jesusknaben.

Wichtig ist, dass sie sich dann zu einer Persönlichkeit vereinigen. Im nathanischen Jesus hat in dem Sinn noch kein irdisches ICH Platz gefunden. Das irdische ICH bekommt der Mensch mit den irdischen Inkarnationen. Das beginnt mit der ersten irdischen Inkarnation. Die meisten Menschen hatten zur Zeitenwende aber bereits mehrere oder sogar viele Inkarnationen hinter sich und hatten daher schon so etwas wie ein entwickeltes menschliches ICH, in dem die Freiheit zwar noch nicht wirklich realisiert aber schon deutlich veranlagt war. Bei dem nathanischen Jesus, der das erste Mal da ist, wir wissen das ICH erwacht so richtig erst im 21. Lebensjahr, das Überwechseln des ICHs des salomonischen Jesus erfolgt aber im 12. Lebensjahr, also bevor beim nathanischen Jesus das ICH ausgebildet war. Daher ist das gar kein Problem, es muss nichts verdrängt werden von dort oder weggehen, sondern es wird eine Persönlichkeit daraus, die jetzt einerseits die perfekten Leibeshüllen zur Verfügung stellt, die also nicht durch den Sündenfall getrübt sind, jedenfalls nicht von der ätherischen Seite, nicht von der astralischen Seite, von der seelischen Seite her, ein gewisser Einschlag ist natürlich drinnen, weil das ganze dennoch durch die Vererbungsströmung gehen muss, damit ein physischer Leib zustande kommt. Der entsteht nicht Hokuspokus aus der Luft heraus. Da sind natürlich Kräfte drinnen. Aber es wurden auf jeden Fall die besten Bedingungen geschaffen. 

Der Christus zieht dann erst mit der Jordantaufe ein im dreißigsten Lebensjahr dieser Wesenheit, die man jetzt als Jesus von Nazareth bezeichnen kann als diese eine Individualität. Das alles hat sich in der vierten Kulturepoche abgespielt. In der fünften Kulturepoche finden wir bereits sehr stark die Früchte, die uns geblieben sind durch das Erdenleben des Christus, nämlich der Impuls, dass das ICH zum Bewusstsein seiner Freiheit aufwachen kann. Das beginnt jetzt erst, dass man auf die freie Tätigkeit des ICH bauen kann. Bis dahin wurden die Menschen geführt von höheren Wesenheiten. Jetzt sind diese höheren Wesenheiten natürlich auch noch da und insbesondere der Christus ist da, aber sie agieren nur so, dass sie die Freiheit des Menschen absolut respektieren und nur tätig werden, wenn der Mensch es aus seiner Freiheit heraus will, wenn er es zulässt . 

D. h. wir sind heute aufgerufen wirklich das Bewusstsein für unser ICH zu entwickeln, und zwar für die geistige Seite unseres ICH. Jeder hat ein gewisses Gefühl dafür, ich habe ein Ich, ich bin eine Individualität, aber wenn man dann näher fragt, was ist das Ich, dann wird es schon schwierig. Wir wissen es ist da, so wie ein Loch in der Wand, ein schwarzes Ding, da ist irgendetwas, aber was das ist, sehen wir nicht. Es ist ein zentraler Punkt in uns. Heute haben wir aber die Chance zu einem geistigen Erlebnis durchzudringen, indem wir als allererstes unser ICH erleben, unsere Individualität. Damit beginnt sich unser Bewusstsein zu wenden in die geistige Welt überhaupt, das hat sich in der Vergangenheit abgewendet in Wahrheit von der geistigen Welt, im Grunde schon in der vierten Kulturepoche, also in der griechisch-lateinischen Zeit, geht das für die meisten Leute zu Ende, es ist sogar schon in der ägyptischen Zeit nur mehr durch entsprechende Einweihungsvorgänge zu erreichen, die geistige Welt zu erleben, daher gibt es erst seit dieser Zeit die ganzen Einweihungsriten, die dazu dienen sollen, wieder das Bewusstsein für die geistige Welt zu wecken. Vorher gab es das nicht. Vorher haben die Menschen viel mehr die geistige Welt bzw. die Seelenwelt um sie herum erlebt, als dass sie die äußere Welt bzw. sich selbst erlebt haben. Man darf nicht denken, dass die Menschen in der Vergangenheit die Welt so wahrgenommen hätten, wie wir. Das wurde in den vergangenen Vorträgen sehr ausführlich geschildert. Da gibt es große Änderungen. 

Seit der ägyptischen Zeit beginnt aber jetzt dieses Entwickeln der eigenen Innenwelt, des Seelischen, das da drinnen ist, also eine eigene Welt bildet, die durch unser ICH halbbewusst gebildet wird, in dem unser ICH lebt, und wo es langsam merkt, aha, ICH bin darin tätig, ICH verändere diese Welt auch irgendwie. Heute sind wir im Zeitalter der Bewusstseinsseele angekommen, d. h. wir haben heute erst das klare Bewusstsein für die äußere Welt, früher haben die Menschen den Umgang mit der äußeren Welt viel instinktiver gepflegt. Sie sind sehr geschickt damit umgegangen, haben aber nicht so genau beobachtet wie wir, schon gar nicht etwas unter das Mikroskop gelegt oder ins Fernrohr gekuckt, sondern es war mehr eine instinktive Weisheit, die da war, namentlich in der ägyptischen Zeit. Bei den Griechen kommt es dann langsam heraus mit der Philosophie, aber da haben sie am Anfang auch nicht so sehr das Eigendenken im Bewusstsein, sondern sie merken, da kommen Gedanken herein, teilweise mit der Sinneswahrnehmung zugleich, sie haben am Anfang noch nicht das Gefühl von ich denke, sondern eher es denkt in mir. Dieses Denken kommt herein mit der Sinneswahrnehmung. Das Wort Idee (gr.: idein) hängt mit videin = Schauen zusammen, mit dem Sehen, wirklich mit dem äußeren Sehen auch. Aber es war beim Griechen noch so ein letzter Übergang, wo man noch etwas Geistiges in Form der Ideen mitgeschaut hat. Darauf läuft die platonische Ideenschau hinaus. Aristoteles ist dann einer, der sich schon viel bewusster wird, des eigenen Denkens. Das sollten wir heute steigern! Wirklich das Bewusstsein auf das Denken selbst zu richten. Nicht nur auf die fertigen Gedanken. Auch das haben wir besprochen, dass da ein großer Unterschied dazwischen ist, wirklich das eigene Denken zu beobachten, oder nur das Ergebnis des Denkens, nämlich die Gedanken, die unter Umständen gar nicht von uns sind, sondern die wir vielleicht irgendwo aufgenommen haben. 

Das meiste was wir heute durch die Bildung aufnehmen sind mehr oder weniger fertige Gedanken, die wir herum tragen, und wenn wir in einer anderen Kultur oder einer anderen Zeit aufwachsen, dann schaut das ziemlich anders aus.  Wenn wir ehrlich sind, haben wir sie wirklich selbst gedacht? Wir haben sie übernommen. Wir denken ein bisschen etwas selbst dazu, aber Großteils sind sie einfach da. Das ist aber noch nicht wirkliches Denken. Wirkliches Denken ist dort, wo wir im Grunde aus dem Nichts heraus durch unser Denken Gedanken schaffen. Diese Gedanken sind dann unsere eigenen. Nicht nur unsere Gedanken schaffen, sondern indem wir uns selbst schaffen dadurch. Das merken wir nämlich da drinnen. Dass dieses Denken eine geistige Tätigkeit ist, und eine geistige Tätigkeit ist eine schöpferische Tätigkeit, und jede schöpferische Tätigkeit beginnt damit, sich selbst als geistiges Wesen immer wieder neu zu erschaffen. Ununterbrochen. Das ist kein Prozess, der einmal fertig ist. Dann sag ist, so bin ich halt. Sondern das geht immer weiter. Wir schaffen uns beständig um. Wir haben dafür in den letzten Vorträgen das Bild des Phönix, der aus der eigenen Asche steigt geschildert. Ununterbrochen entstehet wir als der schöne Phönix-Vogel und dann ein Lichtblitz oder Feuerblitz, es zerfällt wieder zu Asche, aus der müssen wir uns wieder neu erschaffen. Das geht ununterbrochen im Grunde in Zeitlosigkeit. Es braucht keine Zeit, passiert aber ununterbrochen. Ewigkeit und Augenblick sind da EINS, sie sind außerhalb von Raum und Zeit. Dort sind wir. 

Zu so einem Erlebnis durchzubrechen heißt eine Ahnung bekommen davon, was das eigene ICH ist. Das zu erleben im Denken zunächst. Das ist noch nicht im eigentlichen Sinne Hellsichtigkeit, aber es bereitet es vor. Hellsichtigkeit wird im Grunde daraus, wenn wir es schaffen diesem ganz wachen Denkerlebnis und der Beobachtung dieses Denkens, dazu nehmen auch die Gefühlsebene, aber jetzt voll bewusst. Da heben wir etwas Seelisches hinein und in diesem Seelischen beginnt sich jetzt dieser  geistige Schaffensprozess abzubilden. Es entsteht ein bildhaftes Erleben, das man jetzt als reine Imagination bezeichnen kann. Ein bildhaftes Erleben, das jedoch nichts mehr vom Sinnlichen hat, wenn es in seiner reinen Form ist, sondern das von innen her aufsteigt. Man kann es nicht beschreiben. Wenn wir Seelisch meinen, dann denken wir an Gefühle, das ist die Oberfläche, die wir sehen, aber das ist viel zu wenig, das ist wirklich nur der äußerste Schatten, dahinter steckt sehr viel mehr. In der Imagination steigt das auf und wird seelisches Erleben. Es ist ein seelisches Erleben, das mit den Gefühlen verwandt ist, man könnte sagen, ein viel größeres und stärkeres gefühlsartiges Erlebnis, mit Sympathie, mit Antipathie, die aber ganz objektiv sind, Sympathie heißt: ich habe den Willen mich mit einem geistigen Wesen zu verbinden, mich ganz auf dieses einzulassen, ganz EINS zu werden mit dem und es dadurch kennen zu lernen und dann wieder etwas zurückzunehmen, dazu brauche ich aber die Antipathie, mich wieder zu trennen. Ohne moralische Wertung, es ist also nicht unsere alltägliche Sympathie/Antipathie, den mag ich, den mag ich nicht, sondern es ist ein ganz objektiver Vorgang, den ich willentlich hervorrufe.

Unbewusst machen wir das heute in jedem sozialen Kontakt, ohne dass wir das bewusst mitkriegen, wir verbinden uns intuitiv mit dem anderen, wenn wir das nicht tun, dann würde wir den anderen nur als äußeren Gegenstand sehen, der den Mund bewegt, da kommt Schall heraus, den kann ich registrieren, aber ich erfasse ihn dann als Mensch überhaupt nicht, sondern nur äußerlich. Der Punkt ist, bei diesem intuitiven Erleben schlafen wir eigentlich ein, wir kriegen es nicht bewusst mit. R. Steiner sagt immer: das soziale Urphänomen besteht darin, dass wir einander gegenseitig einschläfern. Wir schlafen in den anderen hinüber, das kriegen wir nicht mit, aber wir nehmen etwas mit davon, je mehr wir das wieder zu uns nehmen, desto wacher wird das und ein Zipfel davon kriegen wir mit in unserem Bewusstsein. Wechselseitig, umgekehrt ist es beim anderen auch so. Das Problem beim intuitiven Erleben ist, dass wir dabei mit unserem heutigen Bewusstsein einschlafen. Wenn wir in der Intuition drinnen sind, schlafen wir zunächst. Es wird in der Zukunft so weit kommen, dass wir auch bewusst drinnen leben können, es steht uns noch bevor.

Es steht uns bevor zum Teil schon in unserer Kulturepoche, wenn wir bewusst geistig an uns arbeiten. Um das Denken zur geistigen Wahrnehmung, zur Imagination zu erheben, dazu müssen wir erst im Gefühlsleben aufwachen, aber für die tieferen Schichten, dann nehmen wir etwas hinein, dann nehmen wir in der Imagination wirklich dieses reich differenzierte Wechselspiel zwischen Sympathie/Antipathie, sich verbinden mit geistigen Wesenheiten, sie erfassen in ihrer Art und wieder trennen davon, das ist eigentlich die Imagination. Jetzt kann man sie so in Wahrheit gar nicht schildern, weil wir haben keine Worte dafür, man kann sie aber dann übersetzen in ein sinnliches Bild. Auch R. Steiner kann es nicht anders schildern, als indem er es in sinnliche Bilder übersetzt. Man sieht den Bildern dann schon an, dass es nicht wirklich ein äußeres sinnliches Erlebnis ist, weil dann oft Dinge vorkommen, die im Sinnlichen so nicht möglich sind, aber trotzdem sind die Sinnesqualitäten drinnen, es treten vielleicht Menschen auf, es treten Engelgestalten auf, die menschenartig aussehen, aber Flügel haben, aber man darf sich die Engel nicht vorstellen als Mensch mit Flügel, das ist ein Bild. Die Flügel hängen stark zusammen mit der ätherischen Tätigkeit, die wir als Menschen auch mit den Händen ausführen, vor allem mit den Armen ausführen, vergleichbar unseren Armen, nicht wenn ich einen Gegenstand ergreife, da spielt das keine Rolle, aber wenn ich meinem Seelenleben Ausdruck verleihe in der Bewegung, in der Gestik, dann habe ich ein Bild dafür, weil in Wahrheit, was tun wir da? Gerade wenn wir die Arme bewegen, eigentlich die Ätherarme bewegen, dann denken wir unser Schicksal. Wir kriegen es nicht bewusst mit. 

Daher bei R. Steiner, wenn er nach früheren Inkarnationen von Menschen sucht, sehr oft ist die Anregung die Gestik, die der Mensch macht, die Art der Bewegung, in der spricht nämlich sein ganzes Schicksal, sein ganzes Karma, das drückt sich aus in der Bewegung, wenn man die lesen lernt, findet man den Zugang dorthin. Solange wir das nicht bewusst können, macht das die Engelwesenheit, die mit uns eng verbunden ist. Wir haben alle eine Engelwesenheit, die mit uns ganz eng verbunden ist, die brauchen wir gerade vor allem dazu, dass dieser Engel unser Schicksal, unser Karma über die ganzen Generationen hinweg überschaut. Weil wir das im Moment nicht können, zumindest die meisten von uns. Das ist schwierig, da hilft uns der Engel. Aber wir sind natürlich langsam aufgerufen, dazu zu kommen, zumindest zu erkennen, wo begegne ich Menschen, mit denen ich schicksalsmäßig verbunden bin. Das ist schon ein erstes. Es geht ja am Anfang noch nicht so sehr darum, ich war dort und dort inkarniert, dort ein König, dort ein Hohepriester, das sind mit Sicherheit in der Regel Phantastereien, denn wenn es wirklich ein hoher Eingeweihter ist, wird er das kaum groß erzählen, er wirkt einfach, oft ganz bescheiden, wenn es seine Aufgabe zulässt ganz im Verborgenen. 

Große Eingeweihte wirken so, dass kein Mensch weiß, dass es ein großer Eingeweihter ist, außer ein anderer Eingeweihter, wenn er dem begegnet. Er wirkt dadurch auf ganz schlichte Weise, indem er einfach den Menschen, denen er etwas zu geben hat, oder denen er einen Anstoß geben kann, es dabei so gut erfassen kann, dass ein paar Worte genügen, die scheinen äußerlich völlig belanglos, aber in dem anderen Menschen setzt sich das fest, weil er genau den Punkt getroffen hat, was dessen Schicksalsaufgabe ist. Die Aufgabe hat ein Mensch, aber der Punkt ist, wacht er dafür auf, dass er diese Aufgabe ergreift? Oder verschläft er das einfach? Wenn jemand so weit ist, dass er bewusst diese Aufgabe ergreifen kann, dann ist dazu oft ist ein Anstoß hilfreich, das ist oft nur ein einziges Wort, das bei dem Menschen immer wieder auftaucht und an Bedeutung gewinnt, dann wächst daraus etwas und das ist seine Lebensaufgabe. Auf ganz unauffällige Weise geht das meistens. Dass R. Steiner so in die Welt hinausgetreten ist, ist eine große Seltenheit, aber es war eben eine Notwendigkeit die Geisteswissenschaft in die Öffentlichkeit hineinzusetzen. Und zu zeigen, in unserem Zeitalter, im 5. Kulturzeitraum, ist es bereits möglich, dass Menschen, wenn sie wollen, aus eigener Kraft zu einer geistigen Erkenntnis zu kommen, die wissenschaftliche Klarheit hat. Das wird ein wesentliches Element sein, das es für die Zukunft zu pflegen gilt. 

Weil wir arbeiten heute Großteils noch mit einem Denken, das ein Erbstück ist aus der griechisch-lateinischen Zeit, aber ein im Grunde abgestorbenes Erbstück aus dieser Zeit. Das geht bergab, es reicht, um das Tote zu begreifen bis zu einem gewissen Grade, das Abgestorbene, aber dann hört es schon auf. Vor allem, es hat keine Zukunft, weil es kommt da nichts Schöpferisches hinein. Man kann vieles kombinieren und ausprobieren, das kann sehr genial auch sein natürlich, eine geniale Kombinatorik, dazu gehört hohe Intelligenz, keine Frage, Ahriman hat diese Intelligenz im höchsten Maße. Aber im Grunde ist es Kombinieren von etwas vorhandenem, es kann überraschend und erstaunlich sein, was dabei herauskommt, aber trotzdem, es ist nicht wirklich schöpferisch. Schöpferisch ist es dort, wo etwas aus dem Nichts etwas geschaffen wird, sich selbst als erstes schaffen aus dem Nichts heraus, und dann darüber hinaus weiteres schaffen aus dem Nichts heraus. Dort fängt das wirklich Geistige an.

Dazu müssten wir in unserer Kulturepoche bereits ein Bewusstsein entwickeln und ausreifen bis zu einem gewissen Grad wird es dann ohnehin erst in der nächsten Kulturepoche, die in der Zukunft liegt, also nach dem Jahr 3500 n. u. Z. erst. Da haben wir noch einiges an Zeit. Da wird sich noch viel abspielen. Es wird sich die Welt gewaltig verändern. Auch durch die Technik. Es wird einen immer stärkeren Einfluss auf die ganze Natur haben. Wir wollen hoffen, dass es ein guter Einfluss ist. Wir müssen bedenken, einerseits sind in der Technik Zerstörungskräfte drinnen, aber es sind auch Kräfte drinnen, die die Natur mit auch brauchen wird, um zu überleben. Die Natur kann ohne die Hilfe des Menschen nicht so lange überleben, wie es eigentlich vorgesehen ist. Das ist heute in der Umweltschutzdebatte und der Klimaschutzdebatte ganz wichtig, dass uns bewusst sein muss, ein Zurück-zur-Natur so wie in alter Zeit, das wird nicht funktionieren, das wird für uns Menschen nicht funktionieren, es wäre auch völlig sinnlos, aber es würde auch für die Natur nicht funktionieren. Sondern sie braucht uns. Wir müssen halt lernen, es in der richtigen Weise zu machen, indem wir das richtige Gleichgewicht zwischen aufbauenden aber auch abbauenden Kräften schaffen. 

Die abbauenden Kräfte sind wichtig, wie bei uns im Menschenleben, wir brauchen auch die Todeskräfte in uns. Es wäre für unsere geistige Entwicklung fürchterlich, wenn es den Tod nicht gäbe. Abgesehen davon, dass es nicht funktionieren würde auf der Erde, wenn kein Wesen mehr sterben würde. Aber es würde auch geistig nicht funktionieren. Weil zu einem bestimmten Zeitpunkt der Körper, den wir uns für eine bestimmte Aufgabe gewählt haben, den wir gebildet haben, dann irgendwann nicht mehr tauglich ist dafür. Wir müssen uns dann neue frische Kräfte holen in der geistigen Welt und uns einen anders gearteten Körper bauen, der zu unseren neu erworbenen geistigen Kräften jetzt passt. Das gilt im Großen für die Natur auch. Auch die Natur braucht diese Abbaukräfte drinnen. Das spielt der Ahriman eine Rolle, da spielt die Technik eine Rolle, wo wir auch drinnen werken, man muss sich bewusst sein, die Technik bringt eigentlich nur Abbaukräfte, die Frage ist, ob sie es in der richtigen Weise bringt. 

Wichtig sind auch die Aufbaukräfte, wie die biologisch-dynamische Landwirtschaft, das sind Impulse, die dazu dienen Lebenskräfte der Erde zuzuführen. Wir werden beides brauchen. Sehr wichtige Lebenskräfte, die der Erde zugeführt werden können, sind auch jene, die wir entwickeln durch ein lebendiges Denken. Heute ist das noch ganz am Anfang. Das wird aber immer mehr Bedeutung bekommen. Bereits im Erdenleben. Besonders aber im Leben nach dem Tod, dann werden nämlich diese Lebenskräfte, die wir da entwickelt haben im Denken, wir entwickeln da wirklich Lebenskräfte, dann werden die in der Natur in hohem Maße tätig und werden die Erde so verändern, dass sie auch für unsere nächste Inkarnation passt. Das muss zusammen passen. Dann funktioniert es auch für die Natur draußen. Wenn eine Kluft entsteht zwischen dem Naturleben und dem Menschenleben, dann ist es für beide Seiten problematisch. Da müsste man die Harmonie anstreben. Da sind wir gerade dabei zu lernen. Es ist eine schwierige Aufgabe das zu lernen, beim Lernen geht einiges schief. Als Mensch neigen wir dazu, alles mit viel Schmerz und viel Schaden erst zu kapieren. Das ist so. So sind die Erfahrungen, an denen wachen wir auf, sie sind ein Teil des Prozesses. Die Todeskräfte sind ein Teil dieses Aufwachens. Gerade am Toten wachen wir am stärksten auf. Wenn das Leben toll läuft, dann träumen wir vor uns hin. Da lernen wir am wenigsten, wachen am wenigsten auf. Wir brauchen aber auch diese Phasen, um das, was wir gelernt haben, zu verarbeiten und zu einer wirklichen Kraft zu entwickeln. 

Wenn man beim Theaterspielen ein Stück einstudiert, dann hat man endlich die Premiere gehabt, das Stück ist draußen, dann sagt man, ok hat halbwegs gepasst, aber nach einiger Zeit ohne was dafür zu tun, ist es auf einem höheren Niveau da. Weil es in der Tiefe, schlafend, weiter verarbeitet wird und dann erst reift. Das ist im Großen genauso. Wichtig ist es heute, dass wir ein Bewusstsein dafür entwickeln, wenn wir das entwickeln, d. h. unseres ICHs als einer schöpferischen geistigen Kraft  bewusst werden, der höchsten schöpferischen Kraft, die es gibt. Ich erlaube mir wieder meinen Lieblingssatz zu zitieren. Er wird gesagt bei der Gemeinde Thyatira, der griechisch-lateinischen Zeit, wo auch das Erdenleben des Christus hineinfällt: Christus sagt diesen unglaublichen Satz: „Die gleiche Vollmacht des ICH, soll ihm (dem Menschen) eigen sein, die ich von meinem Vater empfangen habe.“ Die ultimative Schöpferkraft im Grunde. Natürlich ist es ein Problem diese Kraft handhaben zu können. Dass sie potentiell in uns da ist, heißt nicht, dass wir sie jetzt schon nützen können. Dazu werden wir noch brauchen. 

Das erste, was wir dafür tun müssen, ist unser Seelenleben zum Ausdruck der schöpferischen Kraft unseres ICHs zu machen, also an unserem Seelischen arbeiten, unseren Astralleib, der Astralleib ist noch mehr als unser Seelisches, es ist sozusagen das große Umfeld. Von der Substanz her ist es das gleiche. Astralwelt, Seelenwelt, das ist das große kosmische Seelische. Aus diesem großen kosmischen Seelischen wird zunächst unser Astralleib herausgesondert als etwas eigenständiges, und innerhalb dieses Astralleibs wird seit der ägyptisch-chaldäischen Zeit ein eigenständiges Seelisches gebildet, eine Art verfeinertes Astralisches durch die Tätigkeit des ICHs zuerst unbewusst, dann halbbewusst veredeltes Astralisches. Das Problem bei unserem Astralleib ist das, dass wir da drinnen haben auch die ganzen Kräfte, die durch die Versuchung hineingekommen sind, namentlich die luziferischen Impulse sind in unserem Astralleib drinnen. Das ist der Unterschied zu unserem Astralleib zur großen Seelenwelt draußen, dass unser Astralleib eben beeinträchtigt ist durch die Tätigkeit der Widersacher. Das ermöglicht, dass unser Astralleib so eigenständig bis eigenwillig werden kann, egoistisch werden kann. Bei den Engelwesenheiten geht das nicht. Engelwesenheiten können das von sich aus nicht. Bei uns ist es drinnen.

Einfach durch den Einfluss des Luzifer, der zu dieser Aufgabe, wie R. Steine oft sagt, bestellt oder abkommandiert wurde. Damit wir zwar einen problematischen Astralleib haben, einerseits viel Weisheit drinnen aber auch luziferische Kräfte drinnen, die zum Egoismus führen. Aber Mensch jetzt fang an da drinnen zu arbeiten und bilde dir ein reines Astralischen, ein reines Seelisches, zunächst einmal als reine Innenwelt, das sind die drei Seelenglieder a) Empfindungsseele, b) Verstandes- oder/und Gemütsseele und jetzt die c) Bewusstseinsseele. Dieses Seelische, so wie es sich ab der ägyptisch-chaldäischen Zeit entwickelt, das ist noch nicht das unsterblich Seelische. Das unsterblich Seelische, das die Menschen vorher hatten, das war aus der Seelenwelt heraus genommen, das war etwas wie das Gemeinschaftsbewusstsein, das Gruppenbewusstsein, das Gruppenseelische, der Familie, zu der man gehört, der Volksgruppe, zu der man gehört, das war unzerstörbar. Aber ein eigenes Seelisches hatte man im Grunde noch nicht. Man hat das Seelische draußen erlebt, in der Gemeinschaft, mit den anderen Menschen, man hat es vielleicht sogar hellsichtig geschaut irgendwo. In der ägyptischen Zeit fängt das an sich nach innen zu ziehen, das was wir da erarbeiten, ist zunächst noch etwas ganz Flüchtiges. Es geht mit dem Tod weg, sofern man nicht irgendetwas unternimmt dagegen. Die ägyptische Einweihung hatte natürlich unter anderem den Zweck, dahin etwas unsterbliches Seelisches mitzunehmen. Es war schon den Ägyptern klar, das was wir mit den Sinnen aufnehmen, oder auch mit dem langsam aufkommenden Verstand, der eh nur bei den Eingeweihten in der ägyptischen Zeit da war, das ist alles vergänglich. Das ist mit dem Tod weg. Das ist gebunden ans physische Werkzeug. Man hat dann geschaut, erhalten wir das physische Werkzeug zumindest im Abdruck als Mumie, aber dieses Seelische, das geht weg. Das ist verloren. Da bedarf es einer stärkeren Entwicklung. Wir müssen an unserer Unsterblichkeit arbeiten. 

Den Griechen war das noch stärker bewusst. Sie hatten eine sehr negative Einstellung zum Tod, die Unterwelt. Sie sehen nur was an karmischen Verfehlungen, an Grauslichem da unten ist und nichts hohes Unsterbliches irgendwo. Das geht immer mehr verloren. Platon schreibt im Phaidon von der Unsterblichkeit der Seele, da geht es nicht darum zu beschreiben, wie ist die unsterbliche Seele sondern wie erwerbe ich sie mir. Wie komme ich dahin, dass meine Seele unsterblich wird. Sokrates schildert in seinem Abschiedsmonolog, bevor er hingerichtet wird bevor er stirbt, da erzählt er seinen Schülern: das erzählt er von seinem ganzen Lebensweg, der dazu dienen sollte in Wahrheit sich eine unsterbliche Seele zu erarbeiten. Weil er sich das erarbeitet hat, hat er auch keine Angst vor dem Tod. Er fürchtet ihn nicht. Aber die meisten Griechen haben ihn gefürchtet. Sie haben ihn nicht mehr gesehen als Befreiung in ein geistiges Reich. Sondern das Wesentliche meines Daseins geht verloren. Sie haben einerseits schon etwas Schönes, Seelisches erlebt mit der Sinneswelt, daran sind sie sehr gehangen, aber das kann man 1 : 1 nicht mitnehmen. Dazu muss man es erst vergeistigen. Dann kann man es mitnehmen, aber dazu muss man das eigene Seelische vergeistigen. Um das geht es ganz besonders in der nächsten Kulturepoche. 

Da wird wirklich aus dem Astralleib überhaupt, nicht nur aus dem Seelischen jetzt, sondern aus dem Astralleib ein unsterblicher Astralleib geschaffen, besser gesagt die Fähigkeit einen Astralleib aus dem Nichts heraus zu schaffen. Das ist das, was man Geistselbst nennt. Geistselbst ist ein durch das ICH verwandelter Astralleib, oder besser gesagt, die durch diese Arbeit am Verwandeln des Astralleibs gewonnene Kraft Astralisches aus dem Nichts heraus zu schaffen. Ab da ist es erst möglich, die Wirkungen der Widersacherkräfte zu überwinden. Weil wenn ich Astralisches aus dem Nichts heraus schaffen kann, kann ich auch Astralisches, das nicht mehr geeignet ist ins Nichts auflösen. Dann kann ich es erst überwinden. Das ist eine große Aufgabe. Das wird die große Aufgabe in der 6. Kulturepoche sein, die unserer folgt, die Gemeinde von Philadelphia, die Gemeinde der Bruderliebe. Da wird es darum gehen, das zu schaffen. Um dann wirklich so weit zu komme, da haben wir das letzte Mal geendet, dass wir dadurch wirklich zu einer Säule im Tempel des göttlichen Vaters werden. 

Ich lese diesen Schluss noch einmal vor: „Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines göttlichen Vaters machen. Er soll diesen Tempel nicht mehr verlassen. Und ich will den Namen meines göttlichen Vaters in sein Wesen einschreiben, und den Namen der Gottesstadt, des Neuen Jerusalem, das sich aus meinem göttlichen Vater her aus dem Himmel herniedersenkt und meinen eigenen Namen, den Neuen. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.“ Das sind die Schlusszeilen aus dem Brief an die Gemeinde zu Philadelphia. Da ist erstmals das Neue Jerusalem angesprochen, d. h. auf die, die zur „Säule des Tempels meines göttlichen Vaters“ werden, auf die wird sich das Neue Jerusalem herabsenken. Das Neue Jerusalem deutet auf die nächste Verkörperung unserer Erde hin. Auf einen neuen kosmischen Zustand, der in die Welt treten wird,  nachdem unsere gesamte Erdentwicklung abgeschlossen ist.

R. Steiner spricht ganz deutlich davon, dass es 7 planetarische Verkörperungen geben wird, von denen unsere Erdentwicklung, in der wir jetzt stehen, die mittlere Stufe ist. D. h. drei liegen schon hinter uns. Die haben dieses Erdendasein vorbereitet. Drei weitere werden wir noch durchzumachen haben in der Zukunft. Aber die, die sich das Geistselbst erworben haben, das sind die, die zu einer Säule im Tempel des göttlichen Vaters werden. Das ist etwas, das wir jetzt bereits vorbereiten können, das werden vor allem auch Menschen in der Gemeinde von Philadelphia in der nächsten Kulturepoche machen, zumindest ein Teil von ihnen, dieses Geistselbst zumindest bis zu einem gewissen Grad erwerben. In diesem Geistselbst drinnen liegt die Kraft bewusst Astralisches zu erschaffen, vielleicht noch nicht den ganzen Astralleib, aber wesentliche Teile davon, wo auch beginnt die Kraft negatives Astralisches aufzulösen ins Nichts. Und dadurch anzufangen den Luzifer zu erlösen. Ihn zu entbinden von seiner Aufgabe. Weil dann sind wir Herr über diese Kräfte. Wir können sie im positiven Sinn benutzen und das Negative verschwinden lassen. Das wird ganz wichtig sein. 

D. h., wenn genügend Menschen diese Aufgabe erfüllt haben, dass sie zumindest einen Zipfel von dieser Kraft entwickelt haben, dann ist im Grunde das Maximum dessen ausgeschöpft, was wir aus unserer Erdentwicklung herausholen können. Zumindest was wir aus unserer Erdentwicklung in einer physischen Verkörperung herausholen können. D. h. diese Gemeinde von Philadelphia, ist daher bereits jenes Zeitalter wo zumindest ein Teil der Menschheit soweit sein wird, dass sie sich nicht mehr inkarnieren müssen für ihre eigene Entwicklung. Auch da wird es so sein, dass viele sich trotzdem inkarnieren werden, um den anderen, die noch nicht so weit sind, zu helfen. Das wird ganz wesentlich sein, weil es ohne dieser Hilfe nicht gehen wird. Man kann denen ihr Schicksal nicht abnehmen, sein Schicksal muss jeder selber bewältigen. Aber man kann geeignete Bedingungen schaffen. Bessere Bedingungen schaffen unter denen man dieses Schicksal aufarbeiten kann. Das wird sehr wichtig sein. Weil man muss bedenken, Menschen, die es versäumten in der Vergangenheit das Schicksal aufzuarbeiten, das sie eigentlich schon hätten aufarbeiten sollen, dass es für diese Menschen in der nächsten Inkarnation noch schwieriger wird. Es wird nicht leichter, es wird schwieriger, weil es eigentlich schon eine Unzeit ist. Wir inkarnieren uns gerade zu einer bestimmten Zeit, weil wir ganz bestimmte Schicksalsflecken, gewisse Schicksalspäckchen gerade dann beginnen können aufzulösen. Dieses Auflösen der Karmapäckchen ist ein Teil des Geistselbst Entwickelns, weil die Karmapäckchen bestehen auch aus einer astralischen Last, nicht nur, aber zu einem großen Teil aus einem dunklen Astralischen, etwas was wir in unserem Seelenleben verdorben haben, was aber nicht aufgelöst werden kann, was auf Erden im Grunde zurückbleibt, in der Erdensphäre zurückbleibt, wenn wir sterben, und was wir bei der nächsten Inkarnation uns wieder holen müssen, wieder Schultern müssen. Bis wir in eine Inkarnation kommen, wo wir so weit sind, das auflösen zu können. 

Eigentlich ist das die Tätigkeit oder zumindest die eine Seite Geistselbst zu entwickeln, unser Karma hier auf Erden aufzulösen. Es muss uns bewusst sein, wir können jede Hilfe dazu haben, aber tun müssen wir es selbst. Auch der Christus kann uns das nicht abnehmen unser Karma aufzulösen. Aber wir haben die größte Hilfe, weil wir haben in unserem ICH die gleich Vollmacht, die Ich von meinem Vater erhalten habe. Die gleiche Kraft, die durch den Christus wirkt, kann durch unser ICH wirken. Das ist die eigentliche Hilfe. Daher ist für die Zukunft ganz wichtig, auch wenn man im Leben Probleme hat, im Seelischen Probleme hat, bitte es ist heute Gang und Gebe, in Amerika überhaupt, da hat jeder seinen Hauspsychiater oder einen Psychologen, bei uns ist es noch weniger, aber im Zunehmen oder man braucht einen Lebensberater, der einem hilft, sein Leben überhaupt bewältigen zu können. Nur, die wirkliche Hilfe geht aber nur dort, wo aktiv das eigene ICH wach und bewusst mit dabei ist. 

Daher sind alle Methoden heute höchst problematisch, die das wache ICH-Bewusstsein ausschalten. Wo ich sage, ok, versetze mich in Trance oder Hypnose und kuriere mich Seelisch. Zaubere das weg, was da bei mir störend ist, und da kann sehr vieles drinnen sein, abgesehen von den Schicksalskräften, es können die Wirkungen von geistigen Wesenheiten drinnen sein, die im Astralleib drinnen stecken, was man früher als Dämonen bezeichnet hat, das gibt es ja, man darf es sich nur nicht äußerlich vorstellen. Was heute sehr oft vorkommt, fast ein Regelfall ist, weil wir heute in einem sehr materialistischen Zeitalter leben, dass Tote, die hinübergegangen sind, drüben nicht zurechtkommen und sich an Zurückgebliebene klammern, sich sozusagen einnisten in den Astralleib. Das passiert ganz unbewusst. Meistens für die, die hinübergegangen sind als auch für die, die zurückgeblieben sind. Da sind plötzlich Impulse drinnen, die irgendwie stören, weil der Tote sucht einen Ankerpunkt da unten, weil er durch seinen Materialismus im Grunde blind ist für die Seelenwelt, für die geistige Welt da oben, also isoliert ist im Grunde und nur spürt, da untern ist irgendetwas, das ist ein Seelenleben, das mir verwandt ist oder bekannt ist. Er entwickelt eine Anziehungskraft dazu. Das kann heute sehr häufig der Fall sein. Es ist schwer zu merken. Es ist oft so, dass der Tote dann instinktiv versucht, das, was er noch erleben wollte oder tun wollte im sinnlichen Bereich, da geht es jetzt nicht um große Ideen, weil für große Ideen kann das eine fruchtbare Beziehung sein, weil das ist nicht so eine Besetzung des Astralleibs, sondern dann ist es eine geistige, bewusste zumindest teilbewusste, vom ICH gewollte geistige Beziehung, die da ist. Dann kann es sehr wohl so sein, dass der Tote von den Gedanken, die er gebildet hat, die drüben erst voll ausreifen, dass er da jemand inspirieren kann damit, der freiwillig bereit ist, das aufzunehmen als Anregung. Und dann eigenständig weiterführt. 

Viele große Ideen die herein kommen, die kommen auf diesem Wege herein. Das wäre die positive Seite davon, auch das wäre anzustreben heute, dass wir ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass man lernt zu beobachten im eigenen Denken zunächst, hoppala, da ist ein Gedanke, den nehme ich jetzt herein, der ist nicht auf meinem Mist gewachsen, ich weiß, der kommt herein, aber er kommt nicht, weil ich es in der Zeitung gelesen habe, oder in einem Fachbuch, sondern der kommt von woanders her, der kommt von einer geistigen Wesenheit. Man weiß am Anfang nicht, wo das herkommt. Aber es ist wichtig diese Unterscheidung im Gedankenleben zu spüren, welche Gedanken sind von mir, welche habe ich von außen durch die Medien oder durch die Erziehung bekommen und welche kommen von der geistigen Seite. D. h. ich muss lernen mich den Gedanken beobachtend gegenüber zu stellen. Dann sogar weiterzugehen: Wie entsteht dieser Gedanke? Dann kann ich merken, der strömt von meinem ICH aus, mein ICH ist die Kraft, die bildet diesen Gedanken. Oder es ist eine geistige Kraft, die mit meinem ICH verwandt, sprich auch ein geistiges Wesen ist, aber es bin nicht ICH, sondern es ist ein anderes geistiges Wesen, das da etwas hineinbringt. Das ist natürlich schwierig. 

Weil äußerlich haben wir es sehr leicht uns der Welt gegenüberzustellen, da wissen wir, ich sitze da und die anderen sitzen da drüben. Ich sehe Euch! In der geistigen Welt gibt es diese räumliche Trennung nicht. Geistige Wesen sind nicht nebeneinander, sondern ineinander, miteinander, ich kann nur durch mein Bewusstsein unterscheiden, das bin ich und das ist etwas anderes. Es ist oft auch für die Toten am Anfang schwierig bewusst andere geistige Wesen zu erfassen, zunächst ist es ein Rauschen im Seelischen, da tut sich was, ich weiß am Anfang nicht einmal, ist es mein Seelisches oder wo kommt es her? Ich bin in einer Seelenbewegung drinnen. Ich bin ein Punkt um den sich das alles dreht, da ist ein leichtes Bewusstsein für das ICH hoffentlich da, aber ich kann es zunächst nicht entscheiden, es ist wie in einem Strom drinnen stehen, es fließt alles und ich bin auch ein Bach, der da hineinfließt, der aber mit dem großen Strom weiterfließt ins Meer hinaus. Wo bin ICH? Es ist sehr schwierig sich da drinnen zu finden. Man kann es lernen. Lernen auch durch ganz irdische Betätigungen, ich habe es immer interessant gefunden während meiner Oberstufe verschiedene  Philosophen zu lesen, es geht mit Dichtungen genauso. Die Eigenart des Denkens, des Sprechens, des Formulierens dieses Menschen aufzunehmen, im Grunde zunächst völlig kritiklos. Man liest einen Philosophen und ist begeistert, dann liest man den nächsten, der sagt genau das Gegenteil, man ist wieder begeistert, genauso ist es. Es geht um das Kennenlernen. Man bekommt ein Gespür für die Eigenart dieser einzelnen Menschen. Auch wie sie geprägt sind durch ihre Epoche natürlich, auch das spürt man. In Musik, Malerei, in der Kunst überall genauso. Es ist in jeder Lebensäußerung. 

Auch in unserem sozialen Miteinander, das Spannendste ist ja einen Menschen kennenzulernen in seiner ganz besonderen Eigenart. Dabei geht es nicht um irgendwelche intimen Details, sondern um die Wesenscharakteristik zu erfassen. Das geht nur, wenn ich mich liebevoll verbinde, im Grunde kritiklos. Kennenlernen, wie ist der, wie denkt der, wie empfindet dieser Mensch. Dann fange ich langsam an mich an seine Individualität heranzutasten. Dann merke ich erst die Bereicherung, der ist ganz anders als ich. Im Prinzip ist jeder eine einzigartige Individualität. Da gehört auch die Kraft dazu, sich gefunden zu haben bis zu einem gewissen Grad. Wenn man dann eine gewisse Ebene erreicht hat, dann fällt es einem leichter sich selbst zu erkennen, indem man die anderen erkennt. Weil es hat eine Rückwirkung. Idem ich den anderen in seiner Andersartigkeit erkenne, erkenne ich im Rückschlag mich auch besser. Sich erkennen im Du. Das ist eine wichtige Vorbereitung für die Wahrnehmung in der geistigen Welt. Weil dort fehlt die ganze äußere Hülle. Da habe ich nur mehr das rein Geistige, das Seelische, an dem muss ich es erkennen. Ich habe nicht mehr diese räumliche Gegenüberstellung. Aber das ist möglich. Möglich heute, wenn man sich bewusst anstrengt, für mehr Menschen wird das in der nächsten Kulturepoche, in der Gemeinde von Philadelphia möglich sein.

Gerade daran entwickelt man das Geistselbst. Und wenn man das Geistselbst hat, dann ist man soweit, es zumindest zum Teil hat, so wie wir ja jetzt nicht die ganze Vollmacht des ICH haben, die ich von meinem Vater erhalten habe, so wird es beim Geistselbst ähnlich sein, dass wir in Wahrheit noch die nächste planetarische Verkörperung brauchen, um es voll auszubilden, eben dieses Neue Jerusalem, aber ein Anfang ist gemacht. Die, die in der nächsten Kulturepoche, der Gemeinde von Philadelphia so weit sind, die können jetzt dieses Neue Jerusalem empfangen, d. h. sie sind so weit dass sie in die neue Inkarnation unserer Erde hinübergehen können. Da sind vorher noch einige geistige Stufen durchzumachen, die aber nicht mehr einer körperlichen Inkarnation bedürfen. 

Also – d. h. ein Teil der Menschheit wird gegen Ende der 6. Kulturepoche, der Gemeinde von Philadelphia sich nicht mehr auf Erden inkarnieren müssen. Dort wird seine/ihre letzte Inkarnation stattfinden. Sie oder er wird einen letzten Tod auf Erden sterben. Dann soweit sein, dass das Geistselbst da ist, damit ist verbunden, dass sein ICH-Bewusstsein auch soweit ist, dass es sich auch im rein geistigen Dasein nicht verliert, eben weil das Bewusstsein gelernt hat sich auf die geistige Welt auszurichten, dann braucht sie/er nicht mehr die sinnliche Außenwelt, weil die brauchen wir für unser ICH-Bewusstsein immer als Anregung, aha, da draußen ist etwas anderes und ich bin da drinnen und bin auch etwas anderes, dann können wir es im seelisch-geistigen Bereich machen, dann hören die Inkarnationen auf. Das ist allerfrühestens um das Jahr 5.700 n. Chr. herum, sagt R. Steiner, da wird das beginnen, da wird die Bevölkerungszahl abnehmen. Man rechnet damit, dass die Bevölkerung bis etwa 2050 oder 2100 zunehmen wird auf etwa 12 Milliarden Menschen, dann beginnt wieder abzunehmen. In den Industrieländern sieht man heute – abgesehen von der Einnahme der Pille – bereits ein Zunehmen der Zeugungsunfähigkeit und Unfruchtbarkeit. Nicht umsonst gibt es die künstliche Befruchtung und diese Dinge. Die physische Zeugung wird problematischer werden, es wird teilweise technische Unterstützung brauchen. Da sind viele Probleme damit verbunden. Die natürliche Fortpflanzung hat ihren Höhepunkt bereits überschritten. Die Geburtenrate/Reproduktionsrate ist im 20. Jhdt. in den Industrieländern dramatisch zurückgegangen. Das ist von den 50iger Jahren bis heute um ein Viertel zurückgegangen. Im Grunde wird es laut R. Steiner so sein, dass ab dem 7. Jahrtausend der größte Teil der Menschheit sich nicht mehr inkarnieren wird. Höchsten noch eine Gefahr besteht, wenn dann noch Zeugungsprozesse passieren, dass dann nicht wirklich menschliche Wesen heraus kommen. Das ist jetzt etwas Schwieriges.

Dazu muss man sagen: Wie sind die Tiere, Pflanzen, Mineralien entstanden? Eigentlich als etwas, was der Mensch aus sich herausgesetzt hat. Natürlich nicht der körperliche Mensch, wie er heute ist, sondern der Mensch der ursprünglich die ganze Erde war. So fängt es nämlich an. Den Ur-Adam darf man sich nicht so vorstellen, wie ein Männchen, wie es wir heute sind. Der Ur-Adam ist eigentlich so groß wie die Erdensphäre, die damals noch die Mondensphäre mit umschließt. Dort ist die Paradiesgegend. Er ist dieses ganze Gebilde. Die Hebräer sprechen vom Adam-kadmon, der kosmische Adam, eigentlich am Anfang das ganze Weltall. Alles. Dann schrumpft es. Wir sind heute ziemlich geschrumpft. Aber in diesem Prozess der Menschwerdung, so dass wir heute körperliche Menschen sind, während diesem Prozess werden z. B. die Tiere ausgeschieden aus der Entwicklung, d. h. da verkörpern sich Wesenheiten, die aber kein ICH aufnehmen können. Der Mensch ist der der durchgeht, der das ICH aufnehmen kann und immer intensiver zur Wirklichkeit bringen kann. Es gibt aber Wesenheiten, die das nicht mitnehmen können, die diese Wirksamkeit des ICH nicht mehr entfalten können, zumindest nicht des individuellen ICH, aus dem sind die Tiere entstanden. Zeitlich früher sogar, der Mensch hat als längster warten können, ist am längsten im geistigen Zustand geblieben und hat sich eben nicht körperlich verhärtet, vorher scheiden die Mineralien heraus, weil die gehören genauso dazu, die Pflanzen, die Tiere, dann schließlich die Vormenschen (Neandertaler), aber das geht auch nicht weiter, scheidet auch aus, zählt aber zumindest schon zu den Hominiden, also ist ganz nahe mit uns verwandt, aber scheidet auch aus, geht nicht weiter, zur Zeit der Atlantis gab es noch Paarungsgemeinschaften von Homo sapiens und Neandertaler. Es war noch kompatibel, aber die sterben aus früher oder später. 

Das wird bis zu einem gewissen Grad in der Zukunft auch der Fall sein. Man darf aber nicht denken, dass da eine Individualität mitgeht. Es ist dann ein genetisch veränderter Nachfolger dessen, was heute Mensch ist. Eine sehr heikle Frage. Es werden viele ethische Probleme auf uns zukommen. Das heikle Thema der ICH-losen Menschen wurde schon einmal kurz angesprochen. Weil es das heute schon gibt. Es darf dabei alles herauskommen, nur nicht der Gedanke das sind Untermenschen, sondern dann muss uns bewusst sein, dass dann auch für die Zukunft Wesenheiten entstehen, weil ein ICH ist nicht mehr drinnen, die geistige Wesenheit ist woanders, aber es entstehen Wesenheiten, die auch für die ferner Zukunft wichtig sind. Wir haben gegenüber ihnen eine Aufgabe, so wie wir gegenüber den Tieren eine Aufgabe haben. In Wahrheit müssen wir das ganze Tierreich wieder mit unserem Wesen vereinigen. Wir haben die Tiere herausgesetzt, weil Kräfte drin waren, die wir noch nicht bewältigen können, das ist die Ursache. Kräfte, die zu stark waren für uns um bearbeitet zu werden. Dieser Prozess setzt sich fort bis zum Ende unserer Inkarnation. Dann hört er auf. Dann kann sich etwas auf Erden weiter entwickeln, aber da wirkt der Mensch nicht mehr hinein. Er nimmt dann schon wieder eine größere Sphäre ein, d. h. er wird langsam ein planetares Wesen, ein kosmisches Wesen, wenn man so will, wie es der Ur-Adam einmal war. Aber auf neue Weise. Da kommen noch gewaltige Fragestellungen auf uns zu, wie mit dem umzugehen ist. Soviel zum Verwandeln der Natur, zum Entstehen einer Natur, die ganz anders ist, als wir sie heute kennen. Was alles noch in der Zeit mit passieren wird. Es wird etwas weiter gehen, weil die Erde nicht gleich nach dem 7. Jahrtausend verschwinden wir, und die Natur wird auch noch irgendwie weitergehen. Sie wird von außen durch den Menschen noch Kräfte bekommen, damit sie regelrecht, ihrem Lebensalter gemäß, zugrunde gehen darf. Da werden wir von außen mitarbeiten. Aber es wird anders sein als jetzt. 

Die Natur wird sich bis ins 6.-7. Jahrtausend hinein sehr verändern. Wir stehen im Grunde zwischen zwei Schranken mit unseren Kulturepochen, der Anfang ist das sogenannte atlantische Zeitalter, das zur letzten Eiszeit zu Ende gegangen ist (etwa 9.-10. Jahrtausend v. Chr.), auch damals hat es dramatische Veränderungen in der Natur gegeben, die Tierwelt war eine ganz andere danach, die Pflanzenwelt hat sich verändert. Natürlich ist auch etwas geblieben, aber der Großteil hat sich stark verändert. Genauso wird es sein am Ende der Zeit der Kulturepochen im 7. – 8. Jahrtausend n. Chr., da wird wieder eine starke Veränderung sein, da wird dann auch das kommen, was R. Steiner bezeichnet als den Krieg aller gegen alle, aber damit kann kein äußerer Krieg gemeint sein, weil die Menschen gar nicht mehr inkarniert sein werden. Da wird es um die große Frage gehen, wie viele Menschen kann ich mitnehmen? Wie viele Menschen werden in eine andere Entwicklung ausscheiden? Es wird diese Spaltung geben. Wo bereits eine gewisse Scheidung der Geister stattfindet. Welche die den Menschenweg gehen, welche die aus diesem Menschenweg ausscheiden. Wirklich ausscheiden, im Grunde auf ihr menschliches ICH verzichten. Vielleicht schon noch eine ICH-Kraft haben, die aber anders geartet ist. Sie werden im Neuen Jerusalem keinen Platz finden, weil sie nicht die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen. Es wird eine Art Nebenplanet gebildet werden zu diesem Neuen Jerusalem, so wie die Erde den Mond heute hat.

Es könnte passieren, dass ein ahrimanisches Reich entsteht, wo diese Menschen, die aber aus der regulären Menschheitsentwicklung aussteigen, mitgehen. Man darf sich diese als sehr intelligent vorstellen, nicht als niedere Wesen, sie werden vielleicht körperlich sehr perfekt sein, sie werden über eine hohe Intelligenz verfügen, die aber letztlich in den Dienst des Egoismus gestellt wird, daher dann der Krieg aller gegen alle, da geht es um eine Intelligenz, wo jeder einzelne danach strebt der Beste, der Größte zu sein, der das ganze Andere beherrschen will. Ein Teil dieser Menschen kann man als Intelligenzbestien im wahrsten Sinne des Wortes bezeichnen, höchste Intelligenz, die nichts Schöpferisches hat, aber hohe Verstandesintelligenz hat und einsetzt komplett zum Eigennutz. Das wird die Gefahr auf die es zugeht. Das wird die große Auseinandersetzung sein im Krieg aller gegen alle. Die im positiven Sinn entwickelten Menschen werden alles dafür tun, um die da unten zu retten.  Das wird einen gewaltigen Einfluss auch haben darauf, wie das Neue Jerusalem, der Neue Jupiter, also die nächste Verkörperung dieser Erde, beschaffen sein wird, weil wenn wir viele Menschen verlieren an dieses andere Reich, dann wird der Neue Jupiter eine viel kargere Welt sein. Also es wird auch für uns Folgen haben. Für die anderen wird es die Folge haben, dass sie in dieses Reich gebannt sind und aus dem im Grunde nicht mehr weg können. Es wird in späteren Zeiten Umkehrmöglichkeiten geben. Aber es wird dann immer schwieriger. 

Eine schwierige Zeit wird auch sein, vor diesem Krieg aller gegen alle. Die 7. Kulturepoche, die folgt auf die Gemeinde von Philadelphia, kurz nach 5733 n. Chr. (2160 Jahre pro Kulturepoche = Durchgang durch den Tierkreis), das ist kurz nach dem Beginn, wo sich weniger Menschen inkarnieren, das wird dann während der 7. Kulturepoche immer mehr werden, aber es wird nicht mehr viele Möglichkeiten geben wirklich neue Kräfte zu entwickeln. Wer nicht vorher schon vorgearbeitet hat, um die 7. Epoche dazu nützen zu können die Früchte dieser Vorarbeit zu ernten und ausreifen zu lassen, der wird es ziemlich schwer haben. Daher ist diese 7. Kulturepoche, die nächste Gemeinde um die es geht, die Gemeinde von Laodicea, die Epoche, wo davon gesprochen wird, dass sie lau sei, weder warm noch kalt. Gleichgültig irgendwo. Man kommt nicht vorwärts aber zurück geht es auch nicht. Alles in Schwebe irgendwo. 

„Und an den Engel der Gemeinde zu Laodicea schreibe: das spricht der Amen, der durch das Zeugnis seines Wesens Glauben und Erkenntnis wahr macht, das göttlich schöpferische Prinzip der Welt.“ Das spricht der Amen. Amen ist der Abschluss jedes Gebetes. Was ist dieser Amen? R. Steiner nennt es auch das Endwesen, das Alpha und das Omega = im Grunde ist es einerseits der Christus, andererseits der Mensch, wie er am Ende dieser Entwicklung sein soll oder sein könnte. „Das spricht der Amen, der durch das Zeugnis seines Wesens“, also durch das, wie er ist. „Glauben und Erkenntnis wahr macht“, Glauben und Erkenntnis. Glaube hat etwas zu tun mit dem Astralleib. Glaube ist nicht das, was wir heute darunter verstehen. Heute sagen wir, Ich muss es glauben, wissen tu ich es nicht wirklich, aber ich glaube es halt. Also ich vertraue darauf, dass es wahr ist.

So hätte man im Mittelalter nicht gedacht. Im Mittelalter war Glaube eine tiefe gefühlsmäßige Überzeugung, eine Sicherheit, dass das wahr ist, was ich erlebe. Ich kann es zwar nicht in die Verstandesklarheit heben, aber im Gemüt (Wolfgang weist auf seine Brust) bin ich sicher und zweifle nicht daran. Wenn der Zweifel am Glauben anfängt, dann fängt er an zu einem Zeitpunkt, wo der Verstand die Überhand gewinnt, der kommt nicht an die Realität heran, da sagt er, das kann ich glauben oder nicht. Da fängt es an zu bröseln. Aber der wirkliche Glaube hängt damit zusammen, dass ich im Astralischen, damit nur traumbewusst, diese geistige Realität erlebe. Und daher die Sicherheit habe, dass das da ist. Genauso wie ich sicher bin, wenn ich zornig bin, dass der Zorn in mir da ist. Dann ist das keine Einbildung. 

Oder wenn ich das Gefühl der Liebe habe, ich sage das ganz bewusst, weil Liebe eigentlich mehr ist. Liebe ist eine wirkliche Lebenskraft. Da ist das Gefühl dabei, aber da ist auch eine wirkliche Lebenskraft. Die Liebeskräfte hängen in Wahrheit mit dem Ätherleib zusammen. Ätherleib = Liebesleib. Da wird es wirkliche Lebenskraft. Eine Kraft die Lebenskräfte verströmen kann, wechselseitig, wenn Menschen einander lieben ist es ein wechselseitiger Austausch Lebenskräften. Ein einander Zuströmen von Lebenskräften. Das ist der Punkt, wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann muss man konsequent arbeiten daran, das zu bewältigen, weil diese Lebenskräfte zunächst weg sind, das ist ein tiefer Einschnitt im Leben, auch wenn ich auf geistiger Ebene den Kontakt noch habe, aber diese Ebene ist weg, es geht auf eine andere Ebene hinauf, aber das wechselseitige Zuströmen von Lebenskräften im Austausch der Ätherkräfte dieser beiden Ätherleiber, oder mehrerer Ätherleiber, wenn es eine ganze Familie ist, das hört auf, das ist mit dem Tod weg. Da zerreißt ein Band. Weil es bleibt nur ein Ätherleib da, der andere löst sich in die Ätherwelt auf und übergibt den Schatz, den er auch durch dieses Liebesverhältnis gewonnen hat, den übergibt er der Äthersphäre. Mit dieser Veränderung umzugehen, an dem muss man arbeiten. Man muss sich da bewusst sein, das kann Probleme bis ins Körperliche hinein verursachen, ja sogar sicher hat, aber man kann das abfangen. Da muss man was tun dafür, also sehr bewusst damit umgehen. 

Schlecht ist es das einfach zu verdrängen. Dann fängt es an zu gären im Untergrund auf eine ungesunde Weise. Da kann dann im schlimmsten Fall passieren, dass der Tote versucht sich einzunisten im Astralleib, er spürt die Not unten, er hat selber seine Not oben, weil er vielleicht nicht zu Rande kommt mit der Welt oben, dann klammert er sich daran, das ist ein ungesundes Verhältnis, wenn es nicht bewusst wird. Es wird heute immer wichtiger, dass man an das bewusst herankommt, dass es Menschen gibt, die einem helfen können, sich dessen bewusst zu werden, aber es muss so sein, dass es mit völliger Wachheit des Bewusstseins dessen ist, der die Hilfe bekommt. Wenn ich versuche das auf einem hypnotischen Weg zu machen, um den hinzuführen, welche Wesenheit spukt in dir da herum, da ist es sehr schwierig zu erkennen, wer ist das wirklich. Der Hypnotisierte spricht unbewusst, die Wesenheit fängt dadurch auch an zu sprechen, aber wenn der der behandelt werden will nicht wach ist dabei, dann ist das ganz ungesund. Weil der Hypnotiseur weiß nicht wirklich welches Wesen da spricht. Dann muss er schon ein sehr hoher Eingeweihter sein, wenn er das aber ist, dann macht er es sicher nicht auf dem hypnotischen Weg. Sondern dann führt er den Menschen dorthin, dass er das selber im Wachbewusstsein erkennen kann. Wo diese Problematik herkommt. Deswegen muss er den Toten nicht hellsichtig erleben, das ist gar nicht nötig. Aber er muss erkennen, diese Probleme hängen damit zusammen. Verstehen wieso sie damit zusammen hängen. 

Ich beginne dann zu verstehen, welche Not hat der Tote und welche Not habe ich durch den Verlust? Es gibt heute viele Wege, weil das Problem virulent ist, wo man das versucht auf halbbewusster oder unbewusster Weise zu gehen. Das kann total schief gehen. Also keinen Weg gehen, bei dem man nicht in voll wachem Bewusstsein bei jedem Schritt dabei sein kann und wo man auch genügend vorbereitet wird, diese Wahrheiten, die herauskommen auch zu ertragen. In der Regel ist es so, wenn der Mensch dafür reif ist, dass er damit umgehen kann, dann erfährt er es eh durch sich selber. Es kann sein, dass er ein paar kleine Schritte braucht an Hilfe, dass er so weit ist. Aber unreif Menschen damit zu konfrontieren, das kann daneben gehen. Dann sind die Probleme nachher größer als sie vorher sind. Das kommt auf uns zu. 

Gemeinde von Laodicea. Der Amen ist das Musterbild, auf das wir zustreben. Jeder in seiner individualisierten Form. Eben auch diese Dinge ausgeschieden haben, die nicht zu uns gehören. „Ich durchschaue dein Tun, du bist weder kalt noch warm.“ D. h. es ist jetzt nicht mehr so eine energische geistige Tätigkeit, es ist eine gewisse Wurschtigkeit da, eine Verzweiflung vielleicht auch, es nutz eh nichts, ich kann eh nicht mehr, weil es werden jetzt vorwiegend Menschen inkarniert sein, die es bis dahin nicht geschafft haben bzw. etliche, die bewusst jetzt da herunter kommen, die sind dann nicht das Problem, das sind nicht die Lauen, „die weder kalt noch warm sind“.  

„Wärest du wenigstens kalt oder warm, da du aber lau und weder kalt noch warm bist, speie ich dich aus.“ Also das Endwesen spricht. Du kommst im Grunde nicht zu diesem Endwesen. „Du sagst ich bin reich und ich habe alles und mir fehlt nichts.“  Ja, im äußeren Sinn sind sie vielleicht reich. Sie verfügen über große Intelligenz, sie haben äußerlich alles, was sie brauchen, es wird ja die Weltbevölkerung viel geringer geworden sein, Nahrung wird kein Problem sein, es wird ein hochtechnischer Zustand sein. R. Steiner deutet das an, er sagt: „Die ganze Erde wird ein selbstfunktionierender elektrischer Apparat werden.“ Das ist eine Perspektive. Die Technik wird sehr verbreitet sein. Bis zu einem gewissen Grad wird das auch so sein müssen und richtig sein. Ein „Zurück-zur-Urnatur“ wird nicht funktionieren. Es ist ein „Vorwärts-zur-Kultur“ in gewisser Weise. Man darf sich das natürlich nicht vorstellen, wie die Technik, die wir heute haben. Das ist alles noch primitiv im Vergleich. In 20 Jahren wird uns das alles primitiv vorkommen. Die Entwicklung wird immer schneller. 

„Du weißt nicht, wie erbärmlich, jämmerlich und armselig du bist, wie blind und wie nackt“. Weil alles, was sie haben wird für das geistige Dasein nichts bedeuten. Die Technik verschwindet. Die nützt mir nichts. Die an das Gehirn und an die Technik gebundene Intelligenz ist weg. Geistig wird man blind sein und nackt, d. h. es wird kein zumindest bis zu einem gewissen Grad entwickeltes Geistselbst da sein, das einen halbwegs reinen Astralleib schafft. Da ist öfters von „weißen Gewändern“ die Rede, das Seelische, das Kleid, das ist ein Hinweis, dass das Seelische auch nicht in Ordnung ist. Das meiste ist sterblich, das ist weg. Ein ICH ist da, aber es sieht geistig nichts, es hat kein geeignetes Seelisches um sich, das der Rede wert ist. Es wird problematisch.

„Darum rate ich Dir, bei mir Gold zu erwerben, das im Feuer geläutert ist, damit du wieder reich werdest. Dazu weiße Gewänder, damit du bekleidet seist und nicht die Schmach deiner Nacktheit in Erscheinung trete und schließlich noch die Salbe, um deine Augen zu salben, damit du sehend werdest.“ Alles was du nicht hast, du bist blind, du bist nackt, du bist armselig, das anzunehmen, durch die Hilfe der anderen es sich letztlich zu erwerben. Es ist ein Angebot! Da sind Menschen, durch diese Menschen wirke ich, der Amen, der Christus, das Endwesen. Wir sind bereit dir alle Hilfe zu geben. Aber tun musst du selber. 

Das wird natürlich eine sehr schmerzliche Zeit für viele werden, in gewisser Weise für alle, schmerzlich für die, die mit der Entwicklung noch nicht mitgekommen sind, die trifft es ganz hart, aber auch sehr schmerzlich, für die, die geistig hoch entwickelt sind und zusehen müssen, welches Elend herrscht, welches seelische Elend herrscht auf Erden bei all dem Reichtum, der im äußeren Sinn da ist. Das Zerstört sein der Seelen, das da ist. Das wird in einer Epoche, die schon in die Bruderliebe, in die allgemeine Menschenliebe hineingewachsen ist, da werden sie leiden darunter. Wir alle werden leiden unter dem. Das wird keine besonders lustige Zeit sein diese 7. Kulturepoche.

„Welche ich liebe, die erziehe ich durch Schicksalsschläge“. Welche ich liebe! Wir werden es später sehen in der Apokalypse, wo die Zornesschalen ausgegossen werden, da sind die schrecklichsten Schilderungen, dann hört man aber der Zorn Gottes ist Ausdruck der Liebe. Weil das was schädlich ist, das was den Menschen zerstört, das muss verwandelt werden. Das geht aber nur durch einen schmerzvollen Prozess. Weil man alles ausscheiden muss, verändern muss, was man total liebt, vielleicht sogar süchtig ist danach, was aber schädlich ist, was Widersacherkräfte sind. Ich kann nur herauskommen, wenn ich diese Sachen verwandle, die mir diese niederen Lüste bereiten. Damit ist nichts gegen irdische Lust grundsätzlich zu sagen. Der Punkt ist, wenn es nur in den Egoismus hineingeht, dann vernichte ich mich als geistiges Wesen im Grunde. Da arbeite ich an der Selbstvernichtung. Wer mich davor rettet, oder mir hilft da herauszukommen, das wird am Anfang dazu führen, dass ich durch Schmerzen durch gehen muss. Dass mir das entzogen wird, wie bei einem Alkoholiker, dem die Flasche entzogen wird. 

Es wird sogar sein, dass Menschen, die den anderen helfen wollen, dass die, wenn sie sich auf Erden zu diesem Zweck inkarnieren, auch darauf weist R. Steiner hin, dass sie ganz bewusst aus freien Entschluss die vielleicht schlechteren Inkarnationsbedingungen, die eigentlich dem anderen zugedacht sind aufgrund seiner Entwicklung, übernehmen, damit der andere möglichst gute Voraussetzungen hat zum Start. Das wird nur freiwillig gehen, das ist ein Liebesakt. Das heißt aber, dass das Schicksal für den, der eigentlich gar nicht mehr herunter müsste, auch schwer wird. Er lädt sich extra Schwierigkeiten auf. Er kann nicht das Karma des anderen übernehmen, aber er lebt in extrem schwierigen Bedingungen. Wir haben noch Zeit. Fängt etwa 5730 n. u. Z. an. Die Umgebungsbedingungen zählen natürlich auch in gewisser Weise zum Karma, da kann ich aber unterstützen, die karmische Aufgabe selber kann ich ihm nicht abnehmen. Das Karma kann dann unter besseren äußeren Bedingungen abgetragen werden. Karma kann sich sehr verschieden auswirken. Bei Karma geht es darum, dass eine bestimmte Aufgabe erfüllt wird, dass ich bestimmte Kräfte durch meine Schuld in mir, in meinem Seelischen/Astralischen zerstört habe, ruiniert habe, dass ich die wieder in Ordnung bringe. Das kann auf verschiedenen Wegen gehen. Das Schicksal klopft manchmal leise an. Wenn ich dann gleich reagiere und das mache, dann bleibt es dabei. Wenn ich schwerhörig bin, wird das Klopfen lauter. Wach auf! Es liegt an uns.

In der Praxis ist es nicht immer leicht auf die Stimme des Schicksals zu hören. Das bedeutet geistige Arbeit mit Karma, mit dem Thema Reinkarnation sich vertraut zu machen, konkret auch ein Gespür zu bekommen, wo sind Menschen, mit denen ich schicksalsmäßig verbunden bin. Kann sein, dass man sich wunderbar versteht, dann ist eh alles in Ordnung, das kann sehr fruchtbar sein und frei, ein positives Karma, das gibt es auch! Karma ist nicht immer nur Strafe. Karma kann auch Kräfte zur Verfügung stellen, weil ich sie mir in der Vergangenheit erworben habe, in menschlichen Beziehungen geht das wunderbar, wir ergänzen uns, verstehen uns, es gibt keine Reibereien, das sind Glücksfälle zunächst. Wir können aber für die Zukunft bewusster daran arbeiten solche Menschengruppen zu bilden, gemeinsam etwas für die Zukunft tun. Wenn man nimmt diesen Kreis, der hier zusammensitzt oder auch online, das sind manche mit einer karmischen Vergangenheit da, aber mit Sicherheit bilden wir gemeinsam etwas für die Zukunft. Wir bauen ein positives Karma für die Zukunft auf. Das kommt dann in die andere Waagschale gegenüber dem Negativen, was auch sein kann. Schicksalsschläge können ja dann Anstöße sein im guten Sinne. 

 „So setzte denn alles daran deinen Sinn zu ändern. Siehe, ich stehe vor der Tür, und klopfe an. Wer meine Stimme hört und mir die Türe aufmacht zu dem will ich hinein gehen und will das heilige Mahl mit ihm halten und er mit mir.“ Da wird schon ein größerer Schritt von dem verwirklicht: die gleiche Vollmacht es ICH, die ICH von meinem Vater erhalten habe, darum geht es nämlich beim heiligen Mahl. „Wer überwindet, dem will ich geben, dass er mit mir throne, wie auch ich den Sieg des Geistes errungen habe und mit meinem Vater throne. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht.“  

Der Thron steht hier nicht von ungefähr, weil das nächste Bild, das auf uns zu kommt, da geht es um den Thron im Himmel. Da ist ein großer Aufbruch da. Die Schilderung der Apokalypse steigt jetzt auf eine höhere Ebene auf. Bis jetzt haben wir uns sehr beschäftigt mit der unteren irdischen Ebene direkt, jetzt erhebt sich der Blick immer mehr in höhere Sphären. Die nächste Sphäre ist die Sphäre der Siegel, die geöffnet werden. Zuerst ist die Schilderung des Thrones im Himmel. Dann das Buch mit den 7 Siegeln, die der Reihe nach geöffnet werden, es wird ein bisschen grimmig. Bei dieser Stufe ist die Imagination bereits das ganz Wichtige, wir haben auch vorher schon Imaginationen drinnen gehabt, aber trotzdem hat es sich noch auf die äußeren Gemeinden bezogen, auf die äußere Kulturentwicklung bezogen, also eigentlich war es noch die äußere Erkenntnis. Jetzt kommt es auf die Ebene wirklicher Imagination. Dieses rein seelische Erleben, das aber dann zur Schilderung in sinnliche Bilder übersetzt werden muss. Im Idealfall ist es bei der heutigen geistigen Wahrnehmung so, dass man selber es ganz bewusst übersetzt. In Sinnesqualitäten übersetzen. Die Sinneswahrnehmungen sind in Wahrheit auch aus Imaginationen entstanden, sie sind aber abgeschattet durch unseren physischen Apparat. Es sind im Grunde letzte verdunkelte Reste von Imaginationen, die in der äußeren materiellen Welt erscheinen. Farben z. B. sind ganz bestimmte Seelenkräfte, Seelenstimmungen, die, wenn sie durch das Medium des Auges wahrgenommen werden, in Form von Farben erscheinen. . 

Da gibt es einen ganz bestimmten Zusammenhang zwischen den Farben und den Seelenqualitäten. Das hat Goethe gesucht mit seiner sinnlich-sittlichen Wirkung der Farben, wo er versucht zu schauen, welche Wirkungen haben die Farben auf das Seelische. Er hat viel herausgefunden, ohne dass er ein bewusster Hellseher war. Er hat das gespürt. Er hat von sich selber gesagt, dass er sinnlich-übersinnlich Schauen kann, also im Sinnlichen das Übersinnliche sehen kann. Das sich automatisch verbindet bei ihm miteinander. Da ist etwas von beiden Hälften da, nur wenn er zur reinen Imagination hätte kommen wollen oder hätte kommen können, dann hätte er das einfach trennen müssen. Einerseits die sinnliche Seite, andererseits von dem lese ich jetzt die eigentliche Imagination ab. Ich kann vom Sinnlichen ausgehen, aber dann muss ich es fallen lassen, und das rein seelisch-geistige Erlebnis haben, dann komme ich zur Imagination. Das ist für das heutige „Hellsehen“, ich mag den Ausdruck nicht gerne verwenden, weil er sofort missverstanden wird, es ist eine imaginative Wahrheit. Ein seelisch-bildhaftes Erlebnis, bildhaft deswegen, weil es so unheimlich reich ist, man kann es überscheuen im inneren seelischen Erleben. Ich stehe dem in gewisser Weise gegenüber, das kann man bei der Imagination noch sagen, weil ich mich bis zu einem gewissen Grad trennen kann, ich kann das weite Panorama überschauen, wenn ich nur anfange, das Denken bis zur Imagination zu erheben, dann schaue ich das Denken wirklich an. Dann ist es nicht so, wie ich es jetzt erlebe: aha, ich bilde mir einen Gedanken, aber das was ich bilde sehe ich sozusagen vor mir, nicht sinnlich sondern seelisch, sehe ich es vor mir und ich brauche nur das ablesen, was ich da alles sehe. Ich brauche das nur zu beschreiben, das Denken wird dann ganz anders, es ist nicht ein logisch-schlussfolgerndes, es ist deswegen nicht unlogisch im Nachhinein, aber das brauche ich nicht, um irgendetwas zu finden, sondern ich habe dieses Panorama vor mir. Ich sehe, das hängt mit dem zusammen, da unten ist dieses, da oben ist jenes. Selbst das ist eine Übersetzung in unsere sinnliche Sprache, weil es ist nicht wirklich räumlich. Aus dem kann man wunderbar schildern.

R. Steiners Vorträge sind aus diesem unmittelbaren Erleben geschildert, das kann man ab dem Zeitpunkt, wo man in ein lebendiges Denken hineinkommt, dann ist das möglich. Ob ich bei der vollen Imagination bin oder nicht, das ist nicht so entscheidend. In dem Moment, wo ich zum wirklichen Erlebnis des Denkens komme, bin ich genau dort. Erlebnis des Denkens heißt, dass ich das anschaue. Dann tu ich nicht Schlussfolgern, nicht nachdenken, sondern gegenwärtig anschauen, im übertragenen Sinn gesprochen. Das wird für die Wissenschaft der Zukunft sehr wichtig sein, vor allem um die wirklichen Knackpunkte zu finden, die in die Zukunft führen, die wirklich neuen Ideen zu finden, dort wo die wirklichen Durchbrüche sind, ein neuer Schritt da ist, da steckt zumindest eine Imagination im Hintergrund – halbbewusst. Der Rest ist Knochenarbeit, um das irgendwie umzusetzen, zu formulieren. Das ist notwendig. Dann wird es Geisteswissenschaft. Dass ich es verbinden kann. Ich schaue etwas geistig, finde dann auch die Möglichkeit das in Worte zu fassen, die eine logische Reihenfolge haben, dass es nachvollziehbar ist, nicht nur ein Stammeln, oder wie ein Medium, das überhaupt nicht mit einem Bewusstsein dabei ist, es nur heraus plappert und dann nichts davon weiß, was meistens Kraut und Rüben ist, viele Deutungen zulässt, es nicht selber fassen kann, das sind Dinge, die für die Zukunft nicht tauglich sind, die führen uns im Grunde zu den Widersachern hin, die sind froh, wenn wir nicht mit wachem ICH-Bewusstsein dabei sind.

Mit der großen Vision oder mit der Imagination, hier ist es wirklich eine Imagination, warum sage ich Vision? Weil diese ähnliche Imagination vom Thron im Himmel, ähnliche Schilderungen davon gibt es schon im Alten Testament. Bei Jesaja zum Beispiel oder die große Thronwagenimagination von Ezechiel. Eine eigene Thronwagenmystik gab es bei den Juden: Merkaba – das ist eigentlich die früheste Mystik im Judentum, die Kabbala ist später daraus entstanden, die hat ihren Ausgangspunkt bei dieser Thronwagenvision des Ezechiel. Die ist sehr ähnlich wie bei der Apokalypse, aber trotzdem sind feine Unterschiede. Beim Johannes ist noch ein ganz anderes Bewusstsein dabei, das merkt man aber nur an den Feinheiten, die Bilder als solches sind sehr ähnlich, aber das Verständnis der Bilder ist ein anderes, ein wacheres und eigenständigeres. Noch nicht wirklich ganz wache Intuition, aber deutliche Inspiration, d. h. ich fange an das Bild zu verstehen, was ich da sehe. 

Ich denke es ist heute zu spät, um diese Imagination des Thrones im Himmel, aber auch die Thronwagenvision – das machen wir in der nächsten Folge, die beiden nebeneinander zu stellen. Wie sieht das in der alten Vision aus? Wie sieht das in der Version der Apokalypse aus? Die deutet eigentlich schon auf die Zukunft. Die Thronwagenimagination des Ezechiel verwandelt sich in die Thronwagenimagination des Johannes, ist eine gewisse Spiegelung, aber jetzt mit dem ICH-Bewusstsein dabei, mit dem was bewirkt wurde durch das Mysterium von Golgatha, durch das der Christus durchgegangen ist, und durch das was seit dem Zeitpunkt gilt: „Dieselbe Vollmacht des ICH soll ihm eigen sein, die ich von meinem Vater erhalten habe.“ 

Fragen: a) die Erde als selbstgesteuerter technischer Apparat im der 7. Kulturepoche, wie passt das zusammen mit anderen Aussagen?

Das wird den Hintergrund bilden, das wird sehr eng mit einander verbunden sein, äußerlich wird es als diese technische Struktur erscheinen, im Hintergrund wird diese Imagination sein, die aber eine ahrimanischen Charakter hat. Daher fast bis an das Physische herankommt. Eine Technologie der Zukunft, was wir heute an drahtloser Informationstechnologie haben, das ist ein müder Vorklang auf das, was da kommen wird. Es wird sich technischer Mittel bedienen, die durchaus in den ahrimanisch-imaginativen Bereich hineinreichen. Es gibt von R. Steiner zwangsläufig noch keine Äußerungen dazu, weil wir die Technik, die dann da sein wird, so konkret nicht vorhersehen können, weil die muss erst entwickelt werden. Es ist noch offen, wie das passieren wird. Man sieht die Möglichkeiten, die da sind, die Kräfte, die mitwirken, aus dem kann man eingrenzen, was passieren könnte und was sicher nicht passieren wird. Da wir aber über den Höhepunkt der Erdentwicklung drüber sind, ist es der Fall, dass die Möglichkeiten immer geringer werden. In der aufsteigenden Phase blühen die Möglichkeiten auf, auch wie sich die Natur entfaltet, verwandeln und entwickeln kann, das ist nicht vorprogrammiert, es entwickelt sich lebendig, aber gegen Ende zu beginnt sich das wieder einzuschränken. Diese Einschränkung ist ein Weg zu dieser Technisierung hin. Es wird mit Sicherheit so eine Art Hybridtechnik sein, in der auch Lebendes bis zu einem gewissen Grad integriert ist, sofern man das aus unserer Sicht noch Leben nennen will, es ist etwas, wo auch Lebenskräfte drinnen sind. Wir werden auch mit dem umgehen lernen. Selbst in der Informationstechnologie wird ein gewisses Bewusstsein entstehen, das wird ja heute schon diskutiert, da sind dann auch astralische Kräfte natürlich beteiligt, aber es sind nur diese sterblich und vergänglichen astralen Kräfte. Wir werden dann bereits ein anderes Bewusstsein haben, wenn wir regelrecht fortentwickelt sind, wir werden die Welt auch anders erleben, schon in der 6. Kulturepoche wird das anders sein als heute und erst recht in der Siebenten. Wir werden viel mehr Geistiges sehen, trotzdem äußerlich gut zu Rande kommen. 

Wie letztes Mal ausführlich geschildert: es ist nicht notwendig dazu, dass ich mit der Außenwelt geschickt umgehe, dass ich sie so erlebe, wie ich sie jetzt erlebe. Ich kann sie sehr wohl geistig-imaginativ erleben, und die geistig-imaginativ erlebten Bilder leiten mich ganz sicher, dass ich damit gut umgehe, von außen sieht es so aus, der stochert da geschickt herum, was er im Bewusstsein erlebt, ist ganz etwas anderes. Die Tiere erleben die Welt ganz anders, und gehen auch geschickt damit um: ein Eichkatzerl, das die Nuss geschickt dreht, es ist ein tolles Erlebnis, das das Eichkatzerl hat, aber es hat nichts damit zu tun, was wir äußerlich sehen dabei > es erlebt ganz etwas anderes, eine Art niedere Imagination, eine untere Ebene einer Imagination. Ein geübter Musiker, wenn er einem anderen Musiker zuhört, der hört ganz was anderes als ein Laie, der zum ersten Mal ein Klavierstück hört. Ein geübter Musiker hört die Feinheiten. Den Anschlag. 

Die Wahrnehmung der Welt ist sehr unterschiedlich. Natürlich liegt dem etwas Objektives zugrunde, aber wie sich das abbildet im Bewusstsein oder wie wir unser Bewusstsein bilden, es ist kein Abbilden sondern ein Bilden, wir bilden etwas, wir nehmen die Welt wahr und formen uns ein Bild davon. Es ist ein gegenständliches Bild, wo wir den Dingen gegenüberstehen, es ist die Art, wie wir jetzt erleben. Aber in der urpersischen Zeit war das schon anders. Ein paar Tausend Jahre zurück haben die Menschen ganz anders erlebt. Sie habe gerade erst angefangen damit, die Welt in Konturen bewusst wahrzunehmen, mehr Schwarzweiß und Helldunkel, in Schattierungen, nicht so wie wir. Selbst bei den Griechen ist ein schwaches Bewusstsein für die Blautöne da. Die haben noch nicht in ihrem Erleben das ganze Farbspektrum. Die Ägypter, die früher sind, schon, die haben das viel mehr, auch nicht das Ganze aber viel mehr. Es überschneidet sich. Nicht jeder macht es im gleichen Tempo mit. Wenn ich mich in Tiere hinein versetze und versuche mir vorzustellen, wie sie wahrnehmen, da wird es sehr schwierig. Umso mehr, je weiter das Tier von unserer Struktur, unserer Anlage der Organe entfernt ist. Ich kann probieren zu versuchen mir ein inneres Erleben davon zu gestalten. Das macht sehr beweglich. Man ist dann selber Schöpfer von etwas Seelischem – ganz bewusst. Ich versuche mich in ein anderes hinein zu versetzen. Als Übung. Der Künstler macht das. 

Ein Picasso, die Kubisten, sie haben die Perspektive weggelassen, er erlebt die Perspektive nicht mehr, es sind alles Vierecke oder Quadrate, es ist eine andere Art des Sehens. Wir sollten zur geistigen Wahrnehmung kommen, dann sollten wir sie neben der Außenwahrnehmung haben, wir sollen beides nebeneinander haben können, die nächste Stufe ist die, in der Gemeinde von Philadelphia, dass wir das gemeinsam nebeneinander haben können, also in der Imagination drinnen sein und zugleich die Außenwelt ansehen. Das geht! In der Meditation geht das. Man erkennt es an der Uhr. Wenn man wirklich in der Imagination drinnen ist, dann vergeht die äußere Zeit nicht. Man kann sich in der Imagination wunderbar bewegen, ich habe innerlich das Gefühl es vergehen Stunden, wenn ich es schaffe zugleich daneben den Sekundenzeiger anzuschauen, dann steht der. Die Uhr steht. Das ist reproduzierbar. Ich muss es schaffen, auf beiden Bewusstseinsebenen zu bleiben, ohne sie zu vermischen, es ist nicht leicht. Beim alten Hellsehen war diese Vermischung von Haus aus gegeben. Da hat sich die Sinnesqualität sofort mit der Imagination vermischt und daher haben sie früher die Imagination so erlebt, dass es eher wie ein verändertes Sinnliches ausgesehen hat – wie ein Traumbild. Die Sinnesqualitäten waren automatisch da. Das ist bei der wirklichen heutigen Imagination nicht der Fall. Das ist erst dann der Fall, wenn ich es bewusst übersetze. Dann kann ich es in der Vorstellung wie ein Sinnesbild sehen, das kann sich zu einem Sinnbild verdichten auch im Erleben. Aber das muss ich wollen. Es passiert nicht automatisch. Dann würde ich es nicht so klar auseinander halten können. Das ist wichtig. Das wichtigste ist heute bei jedem Schritt mit dem Bewusstsein dabei zu sein. Nur diese Schritte zählen. Alles was unbewusst passiert bringt überhaupt nichts. Bei vielen esoterischen Strömungen heute kann es sehr schnell zu Imaginationen kommen. Meist sind es sinnlich getönte. Da sind die Leute begeistert. Aber was steht da wirklich dahinter? Es ist oft sehr kulturspezifisch. Beim modernen imaginativen Schauen ist das nicht der Fall. Ich übersetze es dann bewusst in Bilder, die aus unserem Kulturbereich sind, oder ich versuche es zu übersetzen für jemand aus einem anderen Kulturbereich, dann werde ich das anders machen, da brauche ich genug Erfahrung im anderen Kulturbereich, dann kann ich das vielleicht. Ich kann das auseinanderhalten. Das ist sehr wichtig heute, um einen klaren selbstbewussten Weg durch zu finden. Sonst geraten wir in die Fänge der Widersacher, die kommen immer schön daher, sie sind angenehm, die passen sich an. Während die wirkliche Imagination auch sehr schmerzlich sein kann. Das Erlebnis z. B. ich will mich verbinden mit einem geistigen Wesen, da ist eine Sympathie-Kraft, aber es geht nicht. Ich komme nicht heran. Das kann sehr schmerzvoll sein. Oder ich sehe zerstörerische Kräfte, die jemand hereinbringt. Das ist nicht immer nur lustig. Also aufpassen. 

Deshalb ist mein Weg der anthroposophische, der sehr langsam ist um zu Imaginationen zu kommen. Es ist mehr als ein Wochenend-Seminar. Aber was man dann erlebt, das ist solide. Man versteht, um was es geht. Man ist vorbereitet darauf. Es ist nichts drinnen, wo ich sagen muss, jetzt muss ich meinen Verstand verkaufen. Es ist ohne Widerspruch zu anderen Dingen, nicht auf eine Art: unter der Woche bin ich Wissenschaftler und Techniker und am Wochenende gehe ich ins Imaginationsseminar, da ist alles anders. Die Wahrheiten müssen so sein, dass ich sie mit dem wirklichen Leben verbinden kann. Da muss ich mir dann auch eingestehen, dass ich mache Aussagen R. Steiners eben noch nicht nachvollziehen kann. Im 7. Jahrtausend werden die Inkarnationen ziemlich am Ende sein. Da heißt es doch glatt: Im 8. Jahrtausend wird die Wiedervereinigung der Erde mit dem Mond stattfinden. Das ist für den äußeren Verstand ein ziemlicher Hammer. Sicher eine Naturkatastrophe kann immer passieren. Im Moment fliegt der Mond weg von uns. Jedes Jahr ist der Mond ein paar cm weiter von uns entfernt. Also aus äußerer Sicht ist nichts absehbar in diese Richtung, dass sich Mond und Erde vereinigen. Wie sollen wir uns das vorstellen? Es wird nicht so plump sein, dass der Mond einfach auf die Erde fällt. Das wesentliche ist: Die Inkarnationen hören auf, die Fruchtbarkeit und Zeugungsfähigkeit ist weg. Es hängen aber die Fortpflanzungskräfte mit den Mondkräften zusammen, und zwar mit den Mondkräften, die von außen einwirken. Der Mond ist aus geistiger Sicht deshalb aus der Erde herausgegangen, um die verhärtenden Kräfte des Mondes heraus zu ziehen, um dadurch überhaupt die lebendige Entwicklung auf der Erde zu ermöglichen. Sonst wäre alles mumifiziert worden. Dann hätte es mit der Fortpflanzung nicht funktioniert. Die Fortpflanzungskräfte wirken deshalb, weil der Mond von außen wirkt. Also es wird etwas mit diesen Kräften zu tun haben. Diese verhärtenden, verholzenden, zum Absterben bringenden Kräfte, die werden sich wieder mehr mit der Erde verbinden. Wenn der Mond nicht weggegangen wäre, die Mondkräfte nicht herausgezogen worden wären, dann wäre es nicht möglich auf der Erde die geschlechtliche Fortpflanzung und die Fruchtbarkeit zu erleben, weil alles zu hart wäre. Die Zeit, wo die Fortpflanzung nicht mehr möglich sein wird, ist dann die Zeit, wo der Mond sich wieder verbindet. Mehr weiß auch ich darüber nicht. Die Trennung des Mondes von der Erde war ein langwieriger Prozess. In Wahrheit ist das ein gemeinsames Gebilde, wo sich ein Teil im inneren zur Erde verdichtet, ein anderer Teil die Erde außen umgibt und sich langsam zum Mond verdichtet. Das wäre ein Bild dazu. Die äußere Wissenschaft kann dazu auch nicht viel sagen, die haben ein paar Theorien. Alles hoch spekulativ. Man weiß, es war ursprünglich ein Körper.

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