24. Vortrag zur Apokalypse des Johannes (Dokumentation)

Von Dr. Wolfgang Peter

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Datum des Vortrags: 29. September 2020

Zusammenfassungen (2)

Der geistige Weg in die Zukunft ist nicht leicht. Es ist der Weg durch die Dunkelheit zum Licht.

Der Sturz des ahrimanischen Drachen führte im November 1879 zur Verwüstung auf der Erde.

666×3= 1998. 

Seit dem Jahr 1998  gibt es Herausforderungen, die wir – wenn wir es wollen – mit Unterstützung von Michael und von Christus bewältigen können.

In Zukunft wird Ahriman versuchen, mit uns in Verbindung zu kommen.
Ahriman will nicht gegen uns kämpfen.
Ahriman will uns eine perfekte Erdenwelt gestalten.
Hinweis auf „Brave new world“ von Aldous Huxley (alles soll uns glücklich machen, oberflächlich ohne geistige Entwicklung).

Goethe Zitat: „Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen“.

Wir schaffen uns selbst. Wir sind mitbeteiligt an der geistigen Entwicklung der Erde! Wir schaffen uns die nächsten Inkarnationsbedingen selbst.
Seit der Mensch auf Erden ist, sterben Tiere, Pflanzen aus. Der Mensch verändert die Welt. Mensch und Erde gehören in ihrer Entwicklung zusammen.
Am Ende der Erdentwicklung werden wir die Tierwelt wieder in uns aufnehmen, Dinosaurier mussten zugunsten der menschlichen Entwicklung aussterben.

In der Natur wird nichts bleiben, wie es ist. In einem Höllentempo verändert sich alles. Die Umgestaltung der Natur muss richtig erfolgen.
Die Erde wird sich zu einem selbständigen elektrischen Apparat entwickeln. Es sollte unser Ziel sein, die Erde zukünftig in eine Kulturlandschaft zu verwandeln.
Es liegt in unserer Verantwortung was passieren wird. Ahriman darf nicht alles allein machen.

Die nächste Inkarnation unseres Erdenkosmos: das Neue Jerusalem.

Was heute bei uns Naturgesetz ist, wird im Neuen Jerusalem Gesetz der Liebe sein. Liebe ist die freie Schöpferkraft. 

Die Erde aus Liebe umgestalten. Mit den Kräften aller Menschen muss ein harmonisches Ganzes gebildet werden.

Wie dieses Liebesprinzip funktionieren wird, hängt schon jetzt (seit der Zeitenwende) von uns ab. Geistige Arbeit!
Selbstbewußt – aus Freiheit heraus – es so gut wie möglich zu machen.
Da durchzugehen mit Mut ist der Michaelische Weg. Gegenwärtig stellt sich die Aufgabe, dass wir das ganz bewußt anstreben.

Jeder freie Entschluss wird zu einer Verpflichtung (hohes Ideal).

Derzeit rund 7 Milliarden Menschen auf Erden und in der geistigen Welt rund 14 Milliarden.

Derzeit beträgt das Intervall zwischen zwei Inkarnationen 20  bis 50 Jahre. Künftig werden die Intervalle noch kürzer werden.

Das 6. Siegel hat Bezug auf die 6. Kulturepoche. Die Sinnenwelt verändert sich vollkommen. Es findet ein Durchbruch zum richtigen geistigen Schauen statt.

Ahriman verspricht uns Glück. Er lächelt und alles sieht wohlgefällig aus.

Die Zahl 144.000 ist eine geistige Symbolik; sie bedeutet nicht die Anzahl der auserwählten Menschen.

7. Kapitel: Lebensbildekräfte Gottes…

Lebenskräfte (Ätherkräfte), die man geteilt hat mit einem Verstorbenen, fehlen; das muss bewältigt werden. Ätherkräfte muss ich in mir selbst aufbauen.

Lebenskräfte gehen – im Sozialen – in die Allgemeinheit über.

Lebendiges Denken ist jetzt notwenig, auch im wissenschaftlichen Bereich.

Die Entstehung der Welt ist ein schöpferischer Prozeß (weder Urknall, noch Charles Darwin’sche Theorie, noch hat Gott Vater allein alles so geplant).

Die Welt ist durch die Naturgesetze sehr eng geworden, aber in der Ende gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Nachtodlich können wir daran arbeiten.
Die Verwandlung der Natur muss schöpferisch, künstlerisch gemacht werden.

Meine Lieben, ich begrüße auch ganz herzlich beim mittlerweile 24. Vortrag der Apokalypse des Johannes. Wir haben zwei Duzend, d. h. 2 x 12 und die Zwölfzahl wird uns heute denke ich auch beschäftigen. Bevor wir uns so ganz in die Apokalypse und in das michaelische Elment – an das wir heute auch denken müssen ganz besonders – hineinstürzen, wollte ich euch und alle die auf YouTube die Vorträge nachhören, kurz über die Neuerungen, die es gibt informieren. Nämlich namentlich was YouTube betrifft. Bis jetzt waren die Vorträge immer ganz offiziell auf YouTube gelistet, man konnte sie relativ leicht finden, das hat sich jetzt geändert. Die Vorträge sind jetzt nicht mehr öffentlich gelistet auf YouTube, sondern man muss über eine neue Webseite gehen. Nämlich eine Webseite, die wir gemeinsam gestaltet haben, Francois und ich, aber vor allem auch Oliver, der hat hauptsächlich die Webseite gemeinsam mit Francois gestaltet. Wir wollen dort einfach eine neue Plattform für Anthroposophie aufmachen. Insbesondere viel mit Videos, Online-Seminaren und solchen Dingen, von Leuten, die das einfach spannend vortragen können. Es sind spannende Sachen. Es wird kommen eine ganze Seminarserie mit Jac Hielema aus den Niederlanden über die Philosophie der Freiheit und zwar auf eine ganz unkonventionelle Art. Vor allem werden die auch live gehalten teilweise. Da ist noch einiges andere zu erwarten. Daher haben wir den Versuch gemacht, die Videos umzuleiten über diese Seite: www.anthro.world

Jetzt stürzen wir uns hinein in die Apokalypse am heutigen Michaelstag. Das passt ja ganz besonders zu unserem Thema, weil eigentlich geht es ganz stark darum, die michaelischen Kräfte zu stärken, um durchgehen durch die Prüfungen, die auch auf uns zu kommen. Wir haben ja das letzte Mal schon sehr deutlich darüber gesprochen, dass der geistige Weg, der in die Zukunft führt, nicht nur immer ein einfacher Weg ist, sondern dass es auch schwierige Aufgaben zu bewältigen gibt, dass es auch mit Leid im weitesten Sinne zu tun hat. Also man erleidet etwas. Wie das genau zu verstehen ist, das habe ich das letzte Mal versucht ausführlich zu besprechen. Da habe ich auf eines Wichtige aufmerksam gemacht: Man darf sich nicht vorstellen, dass man ununterbrochen Prügelstrafen kriegt, das ist damit gar nicht gemeint, sondern es ist noch etwas viel Absurderes oder scheinbar Absurdes gemeint damit. Es geht um das Leid, das man selber freiwillig aufsucht. D. h. in Dinge hineinschaut, um die man gerne herum gehen würde vielleicht oder herumgehen könnte. Aber wer geistig strebend ist oder an der Zukunft mitarbeiten will, der macht eben nicht diesen Umweg, sondern schaut, ok, da ist etwas faul! Da müssen wir etwas tun, da muss ich mich anstrengen. Das ist doch ein großer Unterschied zu einer ganzen Menge anderer esoterischer Strömungen, die es gibt, bei denen eigentlich Freude, Glück, das Schöne, das Licht im Mittelpunkt steht, was natürlich auf dem apokalyptischen Weg letztlich auch das Ziel ist, aber wo sehr bewusst ist, dass man vorher wirklich durch die Dunkelheit durchgehen muss. 

Also es geht heute darum diese Dunkelheit mit dem geistigen Licht zu erhellen. Das ist die wesentliche Aufgabe. Das ist der Kampf, den zunächst der Michael mit dem Drachen geführt hat. Wir stehen ja auch im Michael-Zeitalter. Also der Sturz des ahrimanischen Drachens ist erfolgt bereits Ende des 19. Jahrhunderts, im November 1879. So genau beschreibt es R. Steiner. Also da fängt das an. Wenn man dann schaut, wie das ganze 20. Jahrhundert sich entwickelt hat, merkt man, ok, der Sturz des Drachens auf die Erde hat zunächst einmal auf der Erde eine Verwüstung hinterlassen. Das ist das Erste. Michael besiegt in gewisser Weise den Drachen, aber das Ergebnis ist: Er läuft unter uns herum! Mitten unter uns oder unter unseren Füßen, wie auch immer. Aber wir haben uns jetzt auseinanderzusetzen damit. Das Ganze wurde noch verschärft um die Jahrtausendwende, auf das werden wir auch in den späteren Vorträgen noch intensiver eingehen, aber da gibt es die ominöse Zahl 666, die auf etwas Böses hindeutet. Wenn man diese Zahl mit 3 multipliziert, also eine dreifache Wiederholung dieser Zahl, dann kommt man auf das Jahr 1998.

Immer bei so Zahlen, wo die 666 versteckt drinnen ist, da beginnen große Herausforderungen. In dieser Zeit stehen wir jetzt drinnen, in diesen großen Herausforderungen. Aber wir haben die Stärkung einerseits durch die Christus-Kraft in uns, die durch das ICH wirkt oder wirken kann, wenn wir es wollen, und wir haben die Unterstützung des Michaels, dieses feurigen Michaels, der sozusagen das Flammenschwert hat, also das Feuerschwert, das die ICH-Kraft stärkt im Grunde und das wir einsetzen müssen. Das gilt so in jedem Jahr in der Michaeli-Zeit ganz besonders, dass wir uns darauf besinnen können, dieses Flammenschwert, dieses feurige Schwert, das wir eigentlich selber sind, zu richten gegen die dunklen Kräfte, um sie im Zaum zu halten. Das ist das eine.

Das weitere was dazukommt ist aber auch, dass wir uns bewusst geworden sind, diese Widersacherkräfte, eben auch diese dunklen ahrimanischen Kräfte, wie sie R. Steiner nennt, dass die auch eine Aufgabe haben, dass wir in der Auseinandersetzung mit ihnen reifen müssen und es das letztliche Ziel ist, sie zu erlösen, d. h. von ihrer Aufgabe als Widersacher zu entbinden. Weil eigentlich leiden sie selbst auch unter dieser Aufgabe. Weil ihnen dadurch Möglichkeiten entzogen sind, die sie sonst hätten und die sie jetzt nicht haben, weil sie einfach Widersacher sein müssen. Sie sind es nämlich nicht freiwillig geworden, sondern R. Steiner sagt es immer so etwas nonchalant: Sie wurden abkommandiert zu dieser Aufgabe. Also es war nicht ihre freie Entscheidung, namentlich bei den ahrimanischen Kräften. Sie leiden darunter und sie wissen, dass sie diese Aufgabe wegen uns haben, wegen des Menschen haben. Daher ist ihnen in Wahrheit der Mensch nicht ganz geheuer. Nicht wahr, in gewisser Weise trauen sie ihm daher auch nicht so ganz über den Weg, aber sie wissen, ihre einzige Chance ist: Ich versuch den Menschen in mein Reich zu ziehen. Sie wissen, irgendwie müssen sie eine Verbindung mit den Menschen bekommen. 

Und die zukünftige Entwicklung wird sehr auf das ausgerichtet sein, dass die ahrimanischen Kräfte versuchen werden, sich mit uns zu verbinden, nämlich wirklich immer mehr zu verbinden, das habe ich auch das letzte Mal ausführlicher besprochen, da wird sehr viel über die Technik laufen, wo der Mensch immer mehr verbunden sein wird mit der Technik. Das hat positive und negative Seiten. Es ist nicht nur negativ. Es hat auch positive Seiten. Und vor allem, wie auch R. Steiner deutlich sagt, wir werden dem nicht entkommen. D. h. es wird etwas kommen, aber es wird an uns liegen, ob diese Entwicklung heilsam ist oder nicht heilsam ist. Das ist die Situation in der wir stehen. Sich dessen bewusst zu werden, heißt schon ein gewisses Leid auf sich zu nehmen. Weil das ist eigentlich dramatisch, das was auf uns zukommt. 

Es ist leichter ja vielleicht die Segnungen zu sehen, die das alles bringen wird, weil man muss dazu sagen, die ahrimanischen Kräfte wollen nicht gegen uns kämpfen. Sie wollen uns nichts Böses antun. Sie wissen eigentlich gar nicht was Gut und Böse ist. Der Ahriman weiß das eigentlich nicht, sondern er will im Prinzip eine perfekte Welt gestalten, eine perfekte Erdenwelt gestalten. Und in der sollen sich die Menschen wohl fühlen im Grunde. Es ist ja interessant, wie in der Literatur, ich habe das schon letztes Mal erwähnt, das schon im 20. Jahrhundert vielfach auch bewusst geworden ist. Ein Roman, der das ganz toll beschreibt, ist von Aldous Huxley: „Brave New World“ („Schöne Neue Welt“). Da beschreibt er eine Zukunftswelt, in der die Menschen im Grunde nach Maß geboren werden, sogar ein bestimmtes Kastensystem gibt es. Aber es ist so gebaut, dass jeder in seiner Kaste glücklich ist. Es gibt die einfachen Arbeiter, das sind die Epsilons, das ist die unterste Schicht, dann geht es hinauf bis zu den Alphas, die haben die Führungsschicht. Aber jeder ist in seinem Bereich vollkommen glücklich und wenn es einmal irgendwo nicht so ganz funktioniert, dann gibt es eine Pille oder einen Trank, der das Gemüt wieder aufheitert und alles ist gut und schön, alle sind glücklich. Aber alles ist auch ganz oberflächlich. Keine geistige Entwicklung. Nichts! 

Überlegen wir uns selber einmal: Wie wäre ein Leben, wo wir von morgens bis abends glücklich wären? Der Goethe hat schon eine Antwort darauf gehabt, weil er sagt: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von glücklichen Tagen.“ Nicht wahr, nur im Glück zu leben bringt uns nämlich weg von unserer eigentlichen menschlichen Aufgabe und unseren menschlichen Möglichkeiten. Wo wir selbst durch unsere eigene schöpferische Kraft, durch Anstrengung, durch Energie etwas tun wollen, was die Welt wirklich verändert. Das ist das Potenzial, das wir in uns haben. Wir sind als Menschen erstens einmal Schöpfer unserer selbst, zumindest was das ICH betrifft. Nicht wahr, unser ICH ist das, was sich selbst schafft. Das ist einmal als Impuls uns gegeben worden, als Zündfunke sozusagen. Aber ab dem Moment, wo wir das ICH ergriffen haben mit der ersten Inkarnation auf Erden – und die liegt schon lange zurück – schaffen wir uns selbst. In unserem eigenen Wesenskern schaffen wir uns selbst. Da sind wir nicht mehr Geschöpf, sondern Schöpfer. Und der Weg des Menschen geht dorthin das immer mehr auszuweiten. Auf immer größere Bereiche. 

Wir sind bereits – ja auch seit der ersten Inkarnation auf Erden – mitschöpferisch tätig an der Erdentwicklung. Wie sich die Erde entwickelt hängt wesentlich davon ab, wie wir uns geistig entwickeln. Und wir verändern die Erde durchaus nicht nur durch die äußeren Taten, dass wir Werkzeuge gebrauchen und die Natur verändern usw., sondern vor allem auch – und in einer viel größeren Dimension – noch durch das, was wir geistig entwickeln. Nicht wahr, äußerlich arbeiten wir vor allem an der Erde, wenn wir auf Erden inkarniert sind, klar, anders geht es ja gar nicht, aber geistig arbeiten wir dann vor allem sehr stark im Leben nach dem Tod, bevor wir wieder zu einer neuen Geburt heruntersteigen. Da arbeiten wir wesentlich daran mit, wie die Erde dann sein wird, wenn wir wieder geboren werden. D. h. wir schaffen uns in gewisser Weise die nächsten Inkarnationsbedingungen selbst. Das schon seit langer Zeit. 

Die Wirkungen auf die Erde sind im Großen und Ganzen, wenn man es einmal aus einer etwas höheren Perspektive betrachtet, in gewisser Weise katastrophal. Ich habe das das letzte Mal schon gesagt. Wir sprechen heute davon: Der Mensch zerstört die Natur, er zerstört das Tierreich, es kommt zum Artensterben usw., man kann das heute mitverfolgen, das beginnt seit die ersten Menschen auf der Erde sind. Wie die ersten Menschen ausgewandert sind, irgendwohin, da sterben 70 – 80 % der größeren Tierarten aus dort. Seit 30.000 – 40.000 Jahren ist das bereits der Fall. Deto Pflanzenwelt, auch sie hat Einbrüche und verändert sich. Denkt nur wie wir heute die Pflanzenwelt verändert haben, alles, nein, ich will nicht sagen alles, aber viel ist voll mit Weizen- oder Roggenfeldern oder sonst etwas. Es war früher unbedeutendes Gras in der Natur. Heute sind die größten Anbauflächen mit dem voll. Das macht weit mehr aus, als die ganze andere Vegetation bereits. Also, der Mensch tut sehr viel, um die Welt zu verändern. Das betrifft die Fische im Wasser, dadurch dass wir fischen usw. 

Und dazu kommt noch die Wirkung dessen, die wir geistig auf die Entwicklung der Erde haben, wenn wir durch die geistige Welt nach dem Tod gehen. Was soll man dazu sagen? Man kann dazu nur eines sagen: Mensch und Erde gehören in ihrer Entwicklung zusammen. Und es ist nicht an sich die Katastrophe, dass jetzt Tierarten verschwinden. Vielleicht andere neue herauskommen. Auch bei den Tierarten, wenn man sich das anschaut, was Großtiere sind, also so ab Größe Schwein oder so, Hund von mir aus, heute sind 80 % oder vielleicht sogar mehr, der Großtiere sind alles Tiere, die wir als Haustiere bezeichnen. Die freilebenden Wildtiere, ihr Anteil ist mittlerweile sehr klein. Das ist zurückgegangen. D. h. wir verwandeln die Tierwelt auch dazu, dass sie eigentlich eine uns zugeordnete Tierwelt wird.

Wir haben in der Vergangenheit aus unserem Wesen, bevor wir uns so richtig in der körperlichen Gestalt, die wir heute haben, inkarniert haben, haben wir z. B. die Tierwelt, die Pflanzenwelt, ja sogar die Mineralwelt geistig aus unserem Wesen herausgesetzt, weil das Kräfte waren, mit denen wir noch nicht fertig geworden wären. Jetzt entwickeln wir uns weiter. Verwandeln die ganze Tierwelt. Auch durch das, was wir äußerlich tun. Und am Ende der Erdentwicklung werden wir das alles wieder in uns hineinnehmen. Aber die ganze Tierwelt, die wir dann hineinnehmen, wird eben eine ganz andere sein, als sie am Anfang war. D. h. es ist richtig und positiv in gewisser Weise, dass z. B. am Ende des Erdmittelalters die ganzen Dinosaurier ausgestorben sind. Stellt euch vor, die würden heute noch herumlaufen. Erstens wäre es für die Dinosaurier nicht die geeignete Welt und für uns wäre es auch nicht die Welt, in der wir uns zu freien selbstbewussten Wesen hätten entwickeln können. Dass wir uns Menschen in der heutigen Gestalt uns aufrichten konnten, unsere Arme frei bewegen können, dass wir dann die Sprache entwickelt haben, das Denken entwickelt haben, dazu mussten die Dinosaurier aussterben. Das ist zwingend! Man darf sich nicht vorstellen, neben den Dinosauriern hätte sich der Mensch, in der Gestalt wie wir heute sind, entwickeln können. Entweder hätten wir eine Dinosaurierwelt oder wir haben eine, wo es auch Menschen gibt. Das muss man einfach offen sagen. Damit nicht so eine falsche Romantik kommt, ja wir erhalten alles, es wird alles so bleiben draußen wie es ist. Nein, es wird nicht bleiben, es wird nichts bleiben wie es ist. 

Und es wird relativ schnell gehen diese Veränderung in der Natur auch draußen, weil – wie ich das letzte Mal und auch schon das vorletzte Mal gesagt habe – wir im Moment mit unserer Menschheitsentwicklung, die aber mit der Erdentwicklung sehr stark zusammenhängt, heute in einem Höllentempo unterwegs sind. Höllentempo sage ich deswegen, weil halt sehr stark die Widersacher auch mitwirken. Was wir für die Natur tun können und tun müssen und was unsere Verantwortung ist, dass die Umgestaltung der Natur im richtigen Sinne läuft und nicht einseitig im Sinne Ahrimans, d. h. dieser mechanisierenden tötenden nicht kreativen Kräfte. Nicht wahr, der Ahriman ist der, der eigentlich geistig nicht produktiv ist. Er ist hochintelligent und dadurch kann er uns täuschen, seine Intelligenz ist viel größer als unsere, zumindest was die äußere Intelligenz betrifft, aber dort, wo es wirklich um das Geistig-Kreative geht, dort hat er gar nichts drauf. Er ahnt es irgendwo. Er spürt es irgendwo und er spürt auch, dass der Mensch genau das hat. Und das unterscheidet uns. 

D. h. wir dürfen keine Entwicklung zulassen, die einseitig dahin geht, die ganze Erde im Sinne Ahrimans ja im Grunde zu mechanisieren, zu einem großen Räderwerk nur zu machen. Ganz wird sich das nicht verhindern lassen. R. Steiner selbst sagt: „Die Erde wird sich zu einem selbsttätigen elektrischen Apparat verwandeln.“ Das ist die eine Seite. Davon wird ein Teil Wirklichkeit werden. Die andere Seite ist, dass wir als Menschen das Potenzial haben zugleich eine neue Natur zu schaffen, die man eigentlich nicht mehr als Natur bezeichnen kann, sondern als Kulturlandschaft. Das betrifft alles. Das betrifft das Tierreich, das Pflanzenreich, das Mineralreich. Und die geistige Aufgabe des Menschen auf der Erde ist dann vollendet, wenn die ganze Erde durch uns umgewandelt ist. Da helfen natürlich viele höhere geistige Wesenheiten mit. Aber das Entscheidende ist, wir geben vor bzw. an uns liegt es, was passieren wird. Sie geben uns zwar dann die Kräfte, die notwendig sind, um das auch umzusetzen, aber in welche Richtung die Entwicklung geht, das liegt alleine in unserer Verantwortung. D. h. es gibt niemand anderen, der für die Erde verantwortlich ist, als wir. Sofern wir nicht dem Ahriman das Spiel überlassen einseitig. Sondern erkennen, ja, er ist auch notwendig, aber er darf nicht einseitig die Überhand gewinnen. Also wir müssen beides tun, einerseits müssen wir ihn im Zaum halten, andererseits müssen wir uns aber auch dort, wo es angebracht ist, mit ihm verbünden. 

Die Idylle der Zukunft wird nicht sein eine Urlandschaft, wie sie einmal in der Vergangenheit war. Sondern eine Kulturlandschaft wird die Zukunft sein. Das betrifft unsere Erde. Aber davon wird auch abhängen, wie die nächste kosmisch-planetarische Inkarnation unserer ganzen Erde aussehen wird. Über das haben wir ja auch schon öfters gesprochen, dass die Erde selbst gewissenmaßen Inkarnationen durchmacht. Dass drei unserer jetzigen Erde vorangegangen sind und dass drei weitere in der Zukunft folgen werden. Die Apokalypse des Johannes weist mit dem Neuen Jerusalem, das da erwähnt wird drinnen – auf das werden wir noch zu sprechen kommen – auf die nächste Inkarnation unserer Erde bzw. unseres Erdenkosmos hin. Ich sage Erdenkosmos, weil wir uns das sehr groß denken. Damit ist der ganze Kosmos, der uns umgibt, mitgemeint. Der Kosmos, so wie er heute ist, wenn man groß denkt, das ist der Erdenkosmos. Da gehört eben alles dazu. Alle die Millionen, Milliarden, Billiarden Sterne, die da draußen sind. Die waren einmal nicht und werden einmal nicht mehr sein. Und trotzdem wird die Entwicklung weiter gehen. Das ist ein Bereich, wo die Naturwissenschaft nicht hineinschauen kann, weil die kann nur den jetzigen physischen Kosmos überschauen. Sie kann sich vortasten bis zum Anfang und wie es enden wird, da hat man noch wenig Ahnung. Da gibt es höchstens Spekulationen. In Wahrheit über den Anfang auch nur Spekulationen, weil äußerlich wir ja nicht dabei waren, aber geistig waren wir sehr wohl dabei.

Z. B. auf dem Kosmos, der unserer Erde vorangegangen ist, gab es solche Naturgesetze, wie wir sie heute haben, wie sie etwa auch die Physik erkennen kann, noch nicht. Also eine Welt, die nicht gesetzmäßig geregelt war in unserem heutigen Sinn. Sondern viel chaotischer, die wäre überhaupt nicht vorherberechenbar gewesen. Heute haben wir Naturgesetze, die bis zu einem gewissen Grad die Welt vorhersehbar machen, wir haben aber immer noch genug Chaos auch drinnen. Und das ist auch notwendig, weil, stellt euch vor, wenn alles vorherbestimmt und vorherberechenbar wäre, dann wäre es mit der Freiheit natürlich auch vorbei. Dann würde von Anfang an feststehen, was alles passiert in der Welt. Wir könnten aber andererseits auch nicht die Freiheit entwickeln in einer vollkommen chaotischen Welt. Wo man sich nicht auf das verlassen kann, was ich mir heute vorgenommen habe zu tun, dass das morgen noch dieselben Gesetzmäßigkeiten sind, sondern es ist alles ganz anders. So würde es nicht funktionieren. Wir würden uns überhaupt nicht zurecht finden. Das sind ganz schwierige Gedanken. Also sind wir froh, dass es heute einerseits die ganz starren Naturgesetze gibt, die sind sehr starr, das ist eigentlich etwas Erstorbenes, das gibt uns einen gewissen tragfähigen Boden. Im Grunde sind die Naturgesetze so etwas, wie ein erstorbenes Geistiges, das nicht mehr kreativ ist. Das ist sozusagen das, was die materielle Welt trägt heute. Die ändert sich dadurch nicht. Die Schwerkraft wirkt immer nach dem gleichen Gesetz. Die ist nicht heute so und morgen anders, nicht so, dass wir morgen plötzlich zur Decke schweben und übermorgen beim Fenster rausfliegen, das wäre irgendwie unpraktisch, da würden wir uns nicht finden. Also das ist gut so. Und da steckt auch mit der Ahriman dabei, natürlich wirkt er da auch schon mit. Aber diese Gesetze gibt es nur so jetzt während unserer Erdentwicklung. 

Es wird auf der nächsten planetarischen Inkarnation, dem sogenannten Neuen Jerusalem oder der Neue Jupiter, wie es R. Steiner nennt, da wird es wieder ganz anders sein. Da wird es ein ganz anderes Grundgesetz geben. Aber ein lebendiges. Nämlich das Gesetz der Liebe. So wie heute die Naturgesetze die Welt regeln und regulieren, wird dann das Prinzip der Liebe das sein, was die Natur, was die Welt gestaltet. Das kann man sich heute gar nicht vorstellen, wie das sein soll. Das werden wir auch nicht heute näher besprechen. Vielleicht am Ende der Vorträge irgendwo. Wobei man unter Liebe da nicht einfach irgendein menschliches Gefühl verstehen darf, sondern als etwas viel Größeres. Liebe ist die schöpferische Kraft schlechthin. Die freie schöpferische Kraft. Freiheit, Liebe, ICH-Kraft, das sind geradezu Synonyme. Das ICH kann nur lieben. Die Nächsten lieben, wie sich selbst. Es muss sich auch selbst lieben können. Weil indem es sich selbst liebt, gestaltet es sich in jedem Moment neu. Und was es gestaltet, ist es immer bereit an die Welt zu verschenken. Das ist das Wesen der schöpferischen Tätigkeit. Aus dem Nichts etwas erzeugen und verschenken. Und genau durch diesen Prozess immer schöpfungsmächtiger zu werden. Das ist es was in unserem freien ICH drinnen steckt. Und das eben zu machen aus unserem individuellen Impuls heraus. Nicht weil es uns irgendwer vorschreibt. Sondern ganz individuell. 

Und jetzt kommt aber noch etwas dazu. Dass wir es den anderen schenken, namentlich den anderen geistigen Wesen, also insbesondere auch den anderen Menschen und dass wir auch die Impulse der anderen aufnehmen, in Liebe aufnehmen und sie in uns verwandeln und dadurch im wahrsten Sinne des Wortes zu Eigen machen. Nämlich nicht als ein Besitz, sondern als eine jetzt von uns ganz neue individualisierte schöpferische Kraft. D. h. wir bekommen eigentlich von den anderen die Anregung, machen selber schon wieder etwas Neues daraus und das schenken wir schon wieder weiter, an die anderen Menschen, an die Natur, d. h. an die Tiere, an die Pflanzen bis ins Mineralische hinein. D. h. wir lernen jetzt während der Erdentwicklung die Erde in Wahrheit aus Liebe umzugestalten – und zwar wir als Menschheit gemeinsam. Das kann nicht einer alleine. Da müssen die Kräfte aller Menschen zusammenfließen. Die müssen ein harmonisches oder – wenn die Widersacher zu sehr stören – weniger harmonisches Gesamtes bilden. Das ist die Kunst. Und das ist etwas, was geradezu unmöglich und unglaublich scheint. Millionen, Milliarden Menschen, die es gibt, nicht wahr, wir haben heute weit über 7 oder 8 Milliarden Menschen auf Erden, man muss rechnen, dass mindestens doppelt so viele in der geistigen Welt sind. Mindestens! Wahrscheinlich noch mehr. Es ist schwer abzuschätzen, weil jetzt im Moment sind die Inkarnationen sehr dicht, also die Menschen gehen nur sehr kurze Zeit nach dem Tod durch die geistige Welt durch, und inkarnieren sich schon nach 20, 30 oder 50 Jahren, so eng war es noch nie und es wird noch enger werden. Darum habe ich gesagt: Beschleunigung, Vollgas. Im Moment sind wir mit Vollgas auf der Autobahn unterwegs mit geschlossenen Augen noch dazu. Das ist das Problem. Wir müssen geistig die Augen öffnen. 

Es muss also das herauskommen, dass die schöpferischen Impulse all dieser Menschen, die jeder individuell fasst, wo keiner den anderen ersetzen kann im Grunde, wenn einer auslässt mit seinem Impuls, dann fehlt er halt, Ende. Niemand anderer kann dafür einspringen. Der andere kann seinen Impuls bringen. Je mehr Menschen da herausbrechen oder wenig Impulse geben, das wird der Erde fehlen. Schon jetzt während der Erdentwicklung. Es wird aber vor allem dann als Grundkraft in der Natur fehlen im Neuen Jerusalem bzw. auf dem Neuen Jupiter, der nächsten kosmischen Verkörperung. D. h. wie diese Welt funktionieren wird, wie dieses Liebesprinzip dort funktionieren wird, das diese Welt dann antreibt könnte man sagen, das hängt jetzt schon von uns ab. Bis zur Zeitenwende wurden wir vorbereitet auf diese Aufgabe, bis zum Beginn der Neuzeit haben wir angefangen zu lernen, wir sind natürlich jetzt immer noch im Lernen drinnen, aber im Grunde sollten wir jetzt langsam die Matura machen, die große menschheitliche Matura, und rausgehen und sagen, ok, wir sind jetzt die, die arbeiten an der Welt. Und das betrifft die geistige Arbeit, das betrifft aber auch die äußere Tätigkeit, die ja auch nicht geistlos ist oder sein sollte zumindest. Und das ist der Impuls, um den es geht. Und wo wir nur ein Zipferl abweichen davon, dort müssten wir eigentlich bitter traurig werden und leiden daran, wenn uns das bewusst wird. Nicht dass wir uns selber leidtun. Aber wir sehen, es hängt an uns und wenn wir Versäumnisse machen, dann fehlt halt etwas. Und wir brauchen sehr viel größere Anstrengungen vielleicht, um etwas, das wir gestern versäumt haben, morgen nachzuholen. Es wird nicht leichter. Es wird schwieriger. Weil einfach der richtige Zeitpunkt versäumt ist. Das ist mit dem Leiden gemeint. Selbstbewusst aus Freiheit heraus auf das aufmerksam zu werden, sich das zu Herzen zu nehmen und alle Anstrengungen zu unternehmen, um es so gut wie möglich zu machen. 

Und der Herr Ahriman ist der, der uns aber das absolute Glück verspricht. Und er kann es! Der Punkt ist, er kann es. Wenn wir unsere Aufgabe sehen und sagen: „Nein! Warum soll ich mich anstrengen?“ Der Herr Ahriman wird es in nicht so ferner Zukunft schaffen, den Menschen das absolute Glück auf der Erde zu bieten. Von der Geburt an bis zur letzten Stunde. Ich sage nicht bis zur letzten Minute, aber bis zur letzten Stunde zumindest. Und die Verlockung ist sehr groß. Unsere Kultur wächst sehr in die Richtung eine Glückskultur zu sein oder sein zu wollen. Und man kann das ja verstehen, wer sagt freiwillig: „Nein, glücklich? Nein, glücklich will ich nicht dauernd sein!“ Wer sagt denn das? Wenn du jemand fragst, willst du lieber leiden oder lieber glücklich sein? Wer wird da nicht sagen: „Lieber glücklich sein.“ Der Punkt ist, wenn das zu einseitig wird, dann ist unser geistiger Weg zu Ende. Das ist das Problem. Und dann ist es wahrscheinlich nur mehr sehr schwer in der Zukunft nachzuholen, weil das, was wir jetzt versäumen, das fehlt im nächsten Kosmos sozusagen. Es fehlt dann in der nächsten Verkörperung der Erde. Dort das dann nachzuholen, was wir jetzt versäumt haben, wird noch sehr viel schwerer. Es ist prinzipiell möglich, aber es tut dann dort auch noch mehr weh. Das muss uns auch klar sein. Also die Schmerzen steigern sich sozusagen mit jedem Versäumnis. 

Und es hängt damit zusammen, dass dieser Schmerz eigentlich nichts anderes ist, als das Bewusstsein das erwacht. Schmerz ist dort, wo das Bewusstsein an seine bisherigen Grenzen stößt. Z. B. selbst wenn wir krank werden, es fängt an uns etwas weh zu tun. Normalerweise wenn wir sagen, an der Seite sticht es (Wolfang berührt eine Stelle unterhalb der Rippen), normal habe ich da nichts, da bin ich unbewusst. Normal wenn wir gesund sind, spüren wir vom Inneren des Körpers nicht sehr viel. So ein bisschen ein allgemeines Wohlgefühl vielleicht, wenn man genau aufpasst. Aber sonst spürt man nichts. Wenn der Schmerz auftaucht, heißt das, da kommt jetzt etwas ins Bewusstsein herein, allerdings noch sehr dumpf, was ich normalerweise nicht im Bewusstsein habe. Es wacht etwas auf. Wir sind zum Glück in der Regel davor bewahrt, dass wir aufwachen für unsere Lebensvorgänge. Dass wir das nur an der Oberfläche mitkriegen. Weil da in Wahrheit sich so viel mehr drinnen tut, als wir draußen erleben. Der Mikrokosmos drinnen ist viel reicher als das draußen, was wir mit den Sinnen sehen. Beim Schmerz beginnt eigentlich aufzutauchen ein Bewusstsein für den eigenen Mikrokosmos da drinnen. Aber ein Bewusstsein, das über die Grenze des Normalen, das wir gewohnt sind, hinausgeht. Da entsteht der Schmerz. Schmerz entsteht immer dort, wo das Bewusstsein über seine Grenzen hinausgeht. 

Und daher ist der Weg auch zur geistigen Wahrnehmung, wenn sie ganz gesund und richtig sein soll, hat immer auch diese Schmerzkomponente dabei. Wenn man z. B. aufwacht zu einem geistigen Erlebnis, das nur beglückend ist, dann kann man hundertprozentig sicher sein, dass da die Widersacher dahinter stecken. Die geben uns leichter geistige Erlebnisse. Wenn nicht zugleich der Schmerz da ist, ich muss da etwas tun und ich bin eigentlich noch nicht so weit, auch damit hängt es zusammen, dass ich spüre, ja, eigentlich ist da eine Aufgabe, für die ich noch gar nicht bereit bin. Aber das stimmt eben nicht! Sondern es geht immer darum, das habe ich das letzte Mal auch schon gesagt, den nächsten Schritt zu tun. Aber das ist immer der Schritt über die eigene Grenze hinaus. Alles das, was ich erreicht habe, nützt mir nichts. Gar nichts. Ich meine, es hat mich bis hierher gebracht. Das ist schon gut so. Aber die Aufgabe fängt genau an der Grenze an. Und jetzt gehe ich den einen Schritt über sie hinaus, ins absolute leere Nichts hinein und mache daraus etwas. Das ist der Satz, den die Manto dem Faust sagt, als er mit ihr in die Unterwelt hinabsteigt, im zweiten Teil in der klassischen Walpurgisnacht: „Den lieb ich, der Unmögliches begehrt.“ 

D. h. die geistige Aufgabe fängt dort an, wo wir von uns Unmögliches verlangen. Nämlich das, was unsere bisherigen Möglichkeiten, die wir haben, genau um den einen Schritt übersteigt. Dort geht es weiter. Alles was wir bisher schon haben, ist gut und schön, brauchen wir natürlich auch, aber das hilft uns nicht für den einen Schritt. Da stehen wir vor dem Nichts, aus dem etwas kommen muss durch unsere Kraft. Dort ist die Bewährungsprobe. Und davor nicht Angst zu haben, da mit Mut durchzugehen, das ist die Michael-Kraft vor allem. Das ist das, was mit dem heutigen Tage eigentlich gefeiert wird. Diese Kraft in die Dunkelheit, in die Ungewissheit, in das Nichtberechenbare, in das Nichtvorhersehbare hineinzugehen und daraus frei Neues zu gestalten. Darum geht es. Das ist die Aufgabe, die sich stellt, insbesondere jetzt in unserer Zeit. Sie wird sich weiter noch stellen natürlich. Aber jetzt sind wir erst so richtig drinnen, dass wir das ganz bewusst wollen können, dass wir das ganz bewusst anstreben können. Sinn macht das Ganze eben wirklich erst seit dem Zeitpunkt so richtig, wo wir bewusst diese Schritte machen. Wir haben sehr viele Schritte in der Vergangenheit unbewusst oder halbbewusst gemacht. Da haben wir das Gefühl gehabt, das Schicksal stößt und dahin und dorthin. Da passiert es halt irgendwie, weil viele Kräfte vom geistigen Außen geholfen haben. Sie wirken jetzt oder müssen wirken, wenn sie wirksam sein sollen, bewusst durch unser ICH. Weil wir sie herbeirufen. Und wir ihnen die Richtung geben. 

Die sind nur eine Kraft, die uns stärkt, die wir zur Verfügung haben, aber diese Kraft wäre blind, wenn wir sie nicht führen würden. Das betrifft die höchsten Kräfte, weil die von sich aus nichts wollen bezüglich der Weiterentwicklung. Sondern dieses Wollen uns überlassen. Darum ist es unser freies Wollen. Nur unter der Bedingung ist es möglich. Die wollen nur das eine, uns die Freiheit geben. Dadurch uns die Kraft zu geben, diese Liebe zu entwickeln sich verschenken zu können. Und da darf niemand eingreifen. Das ist sozusagen das heiligste Prinzip in der Menschheitsentwicklung: Nicht in den Willen eines Menschen einzugreifen, auch nicht in dem vermeintlichen Glauben ihn dadurch vor etwas bewahren zu können. Man muss nur sehr unterscheiden zwischen Ego und ICH. Das Ego, dem kann man schon manchmal einen Dämpfer geben und sagen, bitte sei nicht so blöd, lass´ das Saufen jetzt endlich, weil sonst wirst du nur mehr zwei Jahre leben maximal. Da kann man schon sagen, willst du es nicht lassen? Wenn du willst, helfe ich dir dabei. Aber letztlich musst du wollen. Da muss nämlich sein ICH gegen sein Ego kämpfen und ringen damit. Das ist Schmerz! Nicht wahr, wenn einer schwerer Alkoholiker ist, auf das zu verzichten, das ist hart. Oder wenn es ein Drogensüchtiger ist oder so etwas. Das ist beinhart! 

Aber – das ist das, was sein ICH rettet letztlich. Da muss man durchgehen und da darf man natürlich unterstützen, aber sein wirkliches ICH muss es letztlich wollen. Es muss bereit sein, den Kampf gegen das Ego aufnehmen. Und in dem Ego, da sitzen halt die verschiedenen Drachen auch drinnen. Da knabbern sie daran und geben uns Impulse. Das ist ganz stark. Weil an das ICH kann der Luzifer nicht heran, kann der Ahriman nicht heran. Heran können bis zu einem gewissen Grad die Asuras, diese dritte Gruppe, da werden wir auch noch näher sprechen darüber, die können sogar bis an das ICH heran. Aber da brauchen wir dann sehr starke Kräfte, aber an das ICH herankommen, das geht auch nur, wenn schwarzmagische Kräfte eingesetzt werden. Das ist noch nicht die große Gefahr. Die meisten können solche Kräfte noch gar nicht entwickeln, durch die die Asuras die Möglichkeit dazu bekommen würden. Aber es wird in der Zukunft kommen. Es werden Herausforderungen auf uns zukommen.

Ja, das ist die Aufgabenstellung, die bei der Öffnung des fünften Siegels angesprochen wird in Wahrheit. Ich lese es noch einmal kurz vor zur Erinnerung: „Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unterhalb des Altares die Seelen derer, die um des göttlichen Wortes und um ihrer Zeugenschaft willen den Opfertod erlitten hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme: Heiliger und wahrhaftiger Weltgebieter, wie lange zögerst du mit dem Gericht, das unser Blut an den Bewohnern der Erde sühnt? Und jedem einzelnen von ihnen wurde ein weißes Gewand gegeben, und es wurde ihnen gesagt, sie sollten noch kurze Zeit in der Ruhewelt verharren, bis sich auch noch die Schicksale ihrer Mitknechte und ihrer Brüder erfüllt hätten, die gleich ihnen den Tod erleiden würden.“ Das ist das fünfte Siegel. Das fünfte Siegel bezieht sich einerseits auf unsere gegenwärtige Kulturepoche, in der wir jene geistigen Kräfte entwickeln müssen, müssen im Sinne von wollen, weil wir können es uns nur selber befehlen. Nur, wir müssen es machen, wenn wir als ICH weiterkommen wollen. Ich kann zwar sagen, ich tu es nicht, aber dann bleibe ich halt als ICH kleiner und hinke hinten nach. Es ist unser freier Entschluss. Daher ist jeder freie Entschluss in Wahrheit eine absolute Verpflichtung. Und sonst ist es ein „Ich möchte etwas machen! Ich täte gerne die Welt verbessern, aber wenn es anstrengend wird, dann lass ich es lieber doch.“ 

Wenn der Impuls wirklich aus dem ICH kommt, dann tue ich es. Das ist ein hohes Ideal. Bitte glaubt nicht, dass das alle schaffen und dass das nicht die Katastrophe ist, wenn man wieder einmal versagt dabei. Weil das wird absolut der Fall sein. Die ganze Geschichte vom Faust ist ein Weg des ununterbrochenen Scheiterns im Grunde. Aber er lässt nicht nach. Der Impuls ist da! Immer wieder. Aber er scheitert. Aber: „Wer ewig strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“ So heißt es. Nicht dass ihr glaubt die Forderung wäre, wir müssten dieses Ideal zu hundert Prozent erfüllen. Ich habe auch das letzte Mal das Bild gebraucht, das Ideal ist der Polarstern, nach dem wir navigieren. Deswegen werden wir nie beim Polarstern ankommen. Aber er gibt uns die Richtung. Und das will die Apokalypse eben auch tun, die Richtung angeben. Wie weit wir kommen, das werden wir halt dann sehen. Aber es ist schon gut zu wissen, in welche Richtung man segeln sollte. 

Es wird dann das sechste Siegel geöffnet, das will ich jetzt nicht noch einmal vorlesen, da wird Bezug genommen einerseits auf die sechste Kulturepoche, aber anderseits eben auch, so ähnlich wie bei der fünften, auf die Zeit nach den Kulturepochen. Die Siegel selber beziehen sich auf den sechsten Hauptzeitraum, auf das sechste Hauptzeitalter, das ist nach der Zeit der sieben Kulturepochen. Das beginnt dann so im 8. Jahrtausend ungefähr. Da sind unsere Kulturepochen bereits vorbei. Da sind dann nicht mehr alle Menschen auf Erden inkarniert, manche sind dann schon so weit, dass sie rein geistig weiterarbeiten. Viele werden aber auch noch auf Erden inkarniert sein. Aber dann wird es darum gehen, dass jetzt diese Kräfte, die wir heute bzw. in der nächsten Kulturepoche entwickeln, dass die dann in unserem Wesen versiegelt sind, in dem Sinn, dass wir es einfach als Kraft zur Verfügung haben. Jetzt lernen wir es. Dann sollten wir es als Kraft zur Verfügung haben. Das ist damit gemeint. 

In dem sechsten Siegel wird sehr deutlich beschrieben, wie das dann eine Welt ist, wo alle die Menschen, die einigermaßen ihr Entwicklungsziel erreicht haben, mit ihrem Bewusstsein schon voll und ganz in die geistige Welt eingestiegen sind. D. h ihr Bewusstseinszustand wird bereits ein anderer sein, ein ganz anderer sein, als wir ihn heute haben. Es wird ein Zustand sein, wo die Menschen die sinnliche Welt und die geistige Welt, je nachdem bis zu welcher Höhe, das wird von der individuellen Entwicklung abhängen, verbinden. Wo das der Normalzustand sein wird, wo man diese beiden Bewusstseinsarten miteinander verbindet. Und genauso auch verbinden kann noch etwas, was sich vergleichen lässt mit unserem Verstandesdenken, was ja bis zu einem gewissen Grad für die äußere Welt richtig und sinnvoll ist, aber auch ein viel höheres Denken hat, das geistig kreativ, das geistig schöpferisch und geistig wahrnehmend zugleich auch ist. Das wird der Normalzustand sein. Daher wird bei der Öffnung des sechsten Siegels sehr deutlich beschrieben, wie die ganze Sinneswelt in ihrer gewohnten Gestalt verschwindet. Wie sich das alles ändert. Die Sterne stürzen herunter, die Sonne verdunkelt sich, der Mond wird blutrot usw., die Erde bebt, die Felsen zerspringen, das ist in Wahrheit ein typisches Erlebnis, wenn der Durchbruch zum geistigen Schauen kommt. So zum Richtigen. Wo man richtig merkt, wie man über die Schwelle holpert in die geistige Welt hinein oder wo man merkt, wie man aus der Sinneswelt herausgerissen wird in gewisser Weise und in die geistige Welt hineinkommt. Namentlich das Beben, das Erdbeben, ist ein ganz typisches Erlebnis. 

Die, die diesen Durchbruch schaffen, die werden dann zu den sogenannten Auserwählten zählen, die wirklich die weitere Entwicklung vorantreiben können. Andere werden zunächst noch zurückbleiben, bei denen noch unentschieden ist, ob sie ihr Ziel doch noch erreichen, mit Hilfe der anderen erreichen, das werden es viele noch erreichen können. Aber es ist eine gewisse Schar, die jetzt vorausgeht, die die Hauptträger dieser Zukunftsentwicklung einmal sein werden. Die sozusagen wirklich den Karren einmal weiter ziehen. Das sind genau die, die bei der Öffnung des fünften Siegels angesprochen wurden, die durch das Leid durchgehen usw., die in den Opfertod gegangen sind, aber bitte das alles nicht äußerlich nehmen. Es geht nicht um Äußeres. Auch das Leid, von dem gesprochen wird, ist kein äußeres, es geht nicht darum, dass man Verletzungen oder so etwas davonträgt. Um das geht es am allerwenigsten. Das sind Primitivmittel, die relativ bald vorbei sein werden. Es ist deswegen nicht leichter zu ertragen. 

Es werden einfach seelische Schmerzen sein. Ein seelisches Leiden, das entsteht. Ein Leiden daran, dass die Welt nicht genügend vorankommt. Das wird stärker werden. Und von dem wird man sich viel weniger heilen können, durch irgendein Schmerzmittel, dass man das wieder zuflickt. Das ist im Seelischen viel schwieriger. Da gibt es kein Pulverl, das das so leicht wegtut. Auch nicht wenn man irgendeine Glückspille schluckt. Der Ahriman wird sehr konkurrieren damit, sich irgendetwas einfallen lassen in der Richtung, uns von dem Bewusstsein über diese Dinge wegzutreiben. Aber ganz wird es hoffentlich, ich sage bewusst hoffentlich, doch nicht reichen. Weil sonst würden wir erlahmen und Ahriman´s Versuchung verfallen: Alles ist schön. Alles ist glücklich. Alles wird gut. Alles wird galaktisch gut. Das ist der Ahriman. Der ganze Kosmos wird gut. Das verspricht er uns. Also gewöhnt euch daran, den Ahriman am sympathischen Gesicht, am sympathischen Lächeln, am wohltuenden Auftreten zu erkennen. Nicht als Schreckensgestalt. Das ist nur eine Ablenkung. Er ist dort zu finden, wo alles gut ausschaut. Alles wohlgefällig ausschaut. Er will auch wirklich nichts anderes! Er will es ja wirklich! Er will unser Bestes! Nur kennt er unser Bestes nicht. Das ist das Problem. Und darum täuscht er uns. Ohne uns eigentlich täuschen zu wollen. Weil es ist das Beste, das er kennt. Das will er uns bieten, nichts anderes. 

Die, die diese Leiden nicht umschifft haben, sondern sie bewusst aufgesucht haben, das sind die Auserwählten. Das sind die versiegelten 144 Tausend. Jetzt sind wir über 7 oder 8 Milliarden Menschen und davon sind 144.000 gerade auserwählt? Der Rest nicht? Oder wie ist das gemeint? Die Zahl 144.000 ist schon die Zahl der Auserwählten. Aber es ist nicht die Anzahl der Auserwählten. Sondern man könnte sagen es ist die Kennzahl der Auserwählten. D. h. es wird darin eine gewisse geistige Qualität beschrieben. Aber nicht so wie wir heute gewöhnlich Zahlen gebrauchen, um äußerlich etwas abzuzählen. Sondern es geht darum, dass sich eine gewisse geistige Symbolik in diesen Zahlen ausdrückt. Und nur um das geht es! Es können vielleicht nur 10.000 sein oder es können auch 6 oder 7 Milliarden sein oder 20 Milliarden, wenn ich alle zusammennehme. Es ist offen! Das wird die Entwicklung zeigen. Wie groß die Anzahl ist. Aber egal wie groß die Anzahl ist, die Qualität, die dahinter steckt, wird beschrieben durch die 144.000. 

Ich lese es einfach einmal vor, bevor wir darüber weiter reden. Es ist übertitelt mit einer kleinen Überschrift: „Die versiegelten 144.000“. Das ist jetzt das siebente Kapitel der Apokalypse: „Danach sah ich vier Engel, die an den vier Ecken des Erdreiches standen. Sie hielten mit ihrer Kraft die vier Winde der Erde zurück; es sollte weder auf der Erde noch auf dem Meere noch über irgendeinen Baum ein Wind wehen. Und ich sah den anderen Engel emporsteigen an der Stelle, wo die Sonne aufgeht. Er besaß das Siegel der Lebensbildekräfte Gottes und rief mit lauter Stimme den vier Engeln, in deren Willkür die Erde und das Meer gegeben war, zu: Richtet keinen Schaden an weder an der Erde noch an den Meeren noch an den Bäumen, bevor wir unser Siegel auf die Stirne derer gedrückt haben, die unserem Gotte dienen. Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: 144.000 aus allen Stämmen der Söhne Israels sollen das Siegel empfangen, aus dem Stamme Juda 12.000 Träger des Siegels, aus dem Stamme Ruben 12.000, aus dem Stamme Gad 12.000, aus dem Stamme Aser 12.000, aus dem Stamme Naphthali 12.000, aus dem Stamme Symeon 12.000, aus dem Stamme Levi 12.000, aus dem Stamme Isaschar 12.000, aus dem Stamme Zebulon 12.000, aus dem Stamme Joseph 12.000, aus dem Stamme Benjamin 12.000 Träger des Siegels.“

Was ist damit gemeint? Es kommt die Zahl 144.000 vor und es kommt die Zahl 12.000 vor. Wenn man 12.000 mit 12 multipliziert, dann kommt man auf die 144.000. Da ist sozusagen die 12 mit sich selbst multipliziert. Was ist die Zwölfzahl? Was fällt einem ein bei der Zwölfzahl? Als erstes die 12 Zeichen des Tierkreises. D. h. die kosmischen Kräfte, die wesentlich mitwirken auch an unserer Entwicklung. Der Tierkreis, der unserer Erde zugehörig ist. Weil mit dieser Zwölfzahl ist der ganze Kreis geschlossen. Wenn man diese 12 Kräfte kennt, dann kann man alle Perspektiven der Entwicklung absehen, die sind da drin versammelt, das was aus dem ganzen Umkreis herum wirkt. 12 bedeutet immer so etwas wie Vollständigkeit. Der Gesamtumfang. Ein Abbild davon haben wir z. B. im Menschenwesen in den 12 Sinnen, die wir haben, bei den 12 Apostel, die den Christus umgeben, der als 13. in der Mitte steht. Aber wir haben es eben auch bei den 12 Sinnen des Menschen. Wer mit der Anthroposophie nicht ganz vertraut ist, der wird sagen, wir haben nur von 5 Sinnen gehört, dann gibt es noch den 6. Sinn, aber das ist schon Hellsehen irgendwo. Nein, das denkst du. Wir haben physische 12 Sinne! Wirklich für die sinnliche Welt. Das ist im Übrigen nicht nur anthroposophische Anschauung, sondern auch die äußere Wissenschaft kennt schon viel mehr Sinne. Es deckt sich nicht alles mit dem, was wir aus der Anthroposophie hören, aber man hat schon viel mehr entdeckt. 

Mit Sinne ist nicht immer gemeint, dass es ein Organ wie das Auge oder das Ohr ist. Beim Ohr ist es interessant, weil als Sinnesorgan gehört beim Ohr der Kehlkopf und der ganze Sprach- und Gesangsapparat zwingend dazu. Die gehören zusammen. Die sind ganz wichtig. In einer stärkeren oder einer schwächeren Verbindung, je nachdem. Daher gibt es also den Hörsinn. Es gibt aber auch den Sprachsinn, das ist noch ganz etwas anderes. Aber natürlich hört man beim Sprachsinn in der Regel auch etwas. Und sprechen kann man in der Regel auch. Also da gehört das zusammen. Aber man hat den Sprachsinn dann auch, wenn man nicht hört und zumindest nicht äußerlich spricht, sondern wenn man sich die Brille aufsetzt und mühsam liest, was da kleingedruckt steht. Da wirkt nämlich auch der Sprachsinn. Also der Sprachsinn hat auch etwas mit dem Lesesinn zu tun. Da sind plötzlich die Augen beteiligt und tasten das ab. D. h. mit Sinnen im anthroposophischen Sinn ist gemeint, bestimmte Sinnestätigkeiten. Nicht unbedingt ein einzelnes spezielles Organ, das ich physisch fassen kann. Sondern bei den meisten Sinnestätigkeiten wirken mehrere Organe zusammen sogar. Das ist ganz wichtig. Also mit 12 Sinnen im anthroposophischen Sinn, da ist gemeint 12 deutlich unterscheidbare Sinnestätigkeiten die es gibt. Ich will jetzt nicht alle aufzählen. Sonst wird das ein unendlicher Vortrag, da sitzen wir um Mitternacht noch da. 

Weil die Beschreibung der Sinnestätigkeiten ist ein Riesenkapitel. Ein riesenspannendes Kapitel und ist ein Gebiet, wo man sehr gut den Anschluss finden kann, auch an die äußere Wissenschaft. Weil die zumindest das, was als Organe da ist und was physisch als Werkzeug dazu notwendig ist, R. Steiner sagt ja selber, die Sinnesorgane sind im Prinzip physikalische Apparate. Das sind sie auch. Das Auge hat eine Ähnlichkeit mit einer Kamera usw., da hinten ist sogar noch ein elektrischer Anschluss, der Sehnerv, es ist also sogar eine moderne Kamera, Videokamera live von den Augen ins Gehirn. Keine Ahnung, wie man sich das heute vorstellt, da ist ein totaler Ansatzpunkt von beiden Seiten sich das einmal anzuschauen. Von der äußeren Forschung her und von der geistigen Forschung her. Das schließt ganz nahtlos an. Das ist ein Riesenfeld. Vor allem ist es auch ein tolles geistiges Übungsfeld, die eigenen Sinne und die eigenen Sinnestätigkeiten so in ihrem vollen Umfang bewusst zu entdecken. 

Das interessante ist ja, man denkt, ich mache die Augen auf und dann sehe die Welt. Nein, so ist es ja nicht! Das Kind am Anfang, wenn es geboren wird, macht schon die Augen auf und wenn es hell ist wird natürlich die Pupille kleiner und das Auge reagiert irgendwie darauf, aber das ist es schon. Einmal eine Lichtüberflutung, die vielleicht unangenehm ist. Das ist schon alles. Details werden noch keine wahrgenommen. Und es dauert eine ganz schöne Zeit, bis das Kind lernt immer mehr wahrzunehmen. Und das dauert noch lange bis es Gegenstände als Gegenstand wahrnimmt. Dann kommt der Tastsinn dazu. Also wir lernen das Sehen erst.

Und das ist so bei allen Sinnen. Wir haben keine Sinnestätigkeit, die wir nicht lernen müssten. Bei den Tieren ist sehr viel mehr angeboren. Bei den höheren Tieren ist selbst dort eine gewisse Lernphase vorhanden. Die ist wesentlich kürzer als beim Menschen. Wir haben sie länger und vor allem, wir können lernen bis an unser Lebensende. Auch in der Sinnestätigkeit. D. h. bevor wir vom Hellsehen reden, sollten wir einmal ausloten, was können wir denn sinnlich eigentlich alles noch mehr sehen? Weil dann kommen wir darauf, das Meiste sehen wir noch gar nicht. Obwohl wir mit den Augen davor stehen. Wir merken es gar nicht. Es ist ja schon ein Unterscheid, wenn jemand sich mit den Pflanzen, mit den Bäumen, mit den Blumen intensiv beschäftigt, der sieht so viele Details, die ein Laie auf dem Gebiet nicht sieht. Aha, ja schöne Blumen sind da! Und das erfreut ihn. Das ist ja auch gut. Aber jemand der sich jahrelang und jahrzehntelang vielleicht mit den Blumen beschäftigt hat, der sieht noch viel mehr. Der sieht sofort, was der Blume vielleicht fehlt. Was brächte sie für einen anderen Dünger? Wie könnte man sie anders pflegen? Oder ist sie an einem zu schattigen oder zu sonnigen Platz? Nicht weil die Pflanze schon ganz verwelkt ist, weil dann sieht das auch ein Laie, dass da etwas nicht in Ordnung ist. Sondern an den Feinheiten. Wo der Laie nichts sieht. Der sagt, es ist eh alles in Ordnung, eh alles schön. In Wahrheit ist die Pflanze kurz vor dem Eingehen. Wer sich damit intensiv beschäftigt, der sieht das. 

Dasselbe ist beim Klang! Was hört ein Musiker viel mehr, ein geübtes musikalisches Ohr, viel mehr als jemand der halt Schweinsohren hat. Da beziehe ich mich auch auf mich selber, ich tue mir musikalisch sehr schwer. Also das ist meine Lebensaufgabe, da ein bisschen weiter zu kommen. Das Ohr zu trainieren. Das ist mir nicht in die Wiege gelegt. Beim Sehen geht es ganz gut, aber bei den Ohren, jetzt auch nicht mehr, ich brauche auch schon die Brille. Aber beim Ohr gibt es nichts, was das verfeinern könnte. Es gibt zwar Hörgeräte, aber die verfeinern nichts. Es geht nicht um die Lautstärke. Es geht um die Feinheit des Gehörs. Und das ergreifen zu können. Da gehört viel mehr dazu als das Ohr als äußeres Organ und die Gehörschnecke, da gehört noch sehr viel mehr dazu. Also auch das Ohr ist viel größer in Wahrheit, was dazu alles notwendig ist an Tätigkeit. Und so für alle Sinne. D. h. wenn wir nur vollständig Mensch sein wollen, dann müssen wir schon durch die zwölf Tierkreiszeichen durch, z. B. im Bereich der Sinne, durch alle 12 Sinnesorgane durch. Dann sind wir überhaupt erst als Mensch vollständig bzw. wenigstens als Menschheit, wenn es Gruppen gibt, die das eine gut entwickelt haben, andere Gruppen, die das andere gut toll entwickelt haben. Das muss zusammenwirken. Das hängt mit der Zwölfzahl zusammen.

Und das hängt damit zusammen, dass es 12 Stämme, so werden sie jetzt genannt, wo jeweils 12.000 Menschen drinnen sind. 12.000 Angehörige. Also jeder Stamm in sich muss diese Vollständigkeit suchen. Das drückt sich in der Zwölfzahl aus. Und dann müssen nochmal 12 solche Stämme zusammenwirken, dass es überhaupt erst die ganze Menschheit wird. Ein interessantes Bild ist, ohne dass ich jetzt näher darauf eingehen will. Weil tatsächlich haben die Leute ja eine gewisse Ahnung, die das so gemacht haben. Ihr kennt doch die Europaflagge, die blaue Flagge mit den 12 Sternen. Die hat nie bedeutet die Anzahl der Mitglieder. Das ist eine Fehldeutung. Sondern es hängt mit dem Tierkreis zusammen. Mit den Tierkreiskräften. Es ist damit letztlich gemeint: Europa solle in sich versammeln die Kräfte des ganzen Tierkreises. Das steht weit im Hintergrund. Das steht natürlich nicht in den offiziellen Dokumenten drinnen. Ob die heutige EU, so wie sie jetzt tut, auch diesem Ziel wirklich näher kommt, ist eine andere Frage. Das will ich jetzt nicht diskutieren. Aber geistig steckt das dahinter. 

Tatsächlich ist es auch ein Ziel, dass die Menschheit sich so entwickeln wird in der Zukunft bzw. entwickeln soll, dass es Völkerschaften gibt, die in sich das Prinzip der Zwölfzahl, also dieser Vollständigkeit, erreichen und dass alle diese Völker auch wieder im Sinne der Zwölfzahl zusammenarbeiten. Weil erst wenn wir das haben, dann können wir mit Fug und Recht wirklich von der Menschheit sprechen. Nicht wahr, dann ist sie verwirklicht. D. h. das wird sich hoffentlich zu einem großen Teil erfüllen in der nächstfolgenden Kulturepoche, zumindest dass dann die ganzen Kräfte so verinnerlicht werden, versiegelt werden, dass sie in der Menschheit vorhanden sind und dann im nächstfolgenden Hauptzeitalter, dem 6. Hauptzeitalter, nach der Öffnung des 6. Siegels zur Verfügung zu stehen. Mit den Zwölf Stämmen Israels ist in Wahrheit, wenn man es im heutigen Sinne liest, nicht nur das Volk Israel gemeint, sondern mit Israel war ja immer gemeint das Gottesvolk, d. h. die Menschen, die die geistige Entwicklung wirklich anstreben. Das bezieht sich nicht nur auf das jüdische Volk der Israeliten, sondern das bezieht sich auf alle Menschen in Wahrheit, die geistig strebend sind. Das ist in Wahrheit damit gemeint. 

Also in der Zwölfzahl steckt der Tierkreis drinnen. Wieso 12.000? Warum nicht nur 12 Leute aus 12 Stämmen? Das wäre vielleicht ein bisschen armselig, damit es nach mehr ausschaut sagen wir halt 12.000. Das ist ein bisschen realistischer! Aber in der Zahl 12.000 steckt eine wichtige Symbolik. Nehmen wir einmal nur die Zahl Tausend (1.000). Das ist eine Null, noch eine Null, noch eine Null und davor eine Eins. Jetzt ist die Frage: Was bedeuten die Nullen und was bedeutet die Eins? Nicht im mathematischen Sinn sondern im symbolischen Sinn. Die Null ist ja eine ganz interessante Zahl, die die Griechen eigentlich ursprünglich nicht kannten. Die Europäer daher zunächst auch nicht kannten, sondern sie kam erst über die Araber zu uns herein. Die Araber hatten es von den Indern. Die Inder haben Anregungen dazu von den Babyloniern und Chaldäern, das waren die, die auch mit dem Tierkreis gearbeitet haben. Von denen kommen sowohl die Zwölfzahl also auch in gewisser Weise die Null, weil die in ihrem Zahlensystem gewisse Leerstellen hatten. Die Leerstellen wurden nicht besonders benannt, aber es gab immer eine Leere irgendwo drinnen in ihren Berechnungen. Also das, wo wir heute die Nullen stehen haben. 

Die Inder haben das dann übernommen. Und waren sich bewusst: Ja, die Null stellt die absolute Leere dar. Sunjatrem in Sanskrit. Und die war ihnen ganz wichtig. Weil die Leere, das Nichts in gewisser Weise, das ist der Raum aus dem was Schöpferisches herauskommen kann. Es ist aber auch der Raum, in dem eine vollständig entwickelte Kraft sich zurückzieht. Nicht wahr, Schöpferisches entsteht aus der Leere, entwickelt sich, indem es schöpferisch tätig ist wird seine schöpferische Kraft stärker, dann zieht sich die äußere Erscheinung wieder zurück und das Ganze verschwindet zum Schluss wieder ins rein Geistige. D. h. äußerlich gesehen ins Nichts. Und wenn ich sage äußerlich, dann meine ich durchaus nicht nur die sinnliche Welt als das Äußere, sondern letztlich die Lebenskräfte, das Ätherische, das ist auch etwas Äußeres, dem Geistigen gegenüber, die Seelenwelt, das Seelische ist dem Geistigen gegenüber auch etwas Äußeres. Und im sogenannten Geistigen, da geht es auch noch weiter: Wir haben die letzten Male schon davon gesprochen: Es gibt das geformte Geistige und es gibt das ungeformte Geistige, das ungeformte Geistige ist so wie ein Urbild, das noch nicht genau festgelegt ist, aus dem schöpferisch etwas entstehen kann. Bei dem Urbild kommt man schon sehr nahe an dieses Nichts heran, aber eigentlich ist es noch eine Stufe dahinter. Es liegt über dem, was man im Normalfall als die geistige Welt bezeichnet. Dieses Nichts, in das sich alles zurückzieht und aus dem alles kommt, das ist mit der Null gemeint in Wahrheit. Aber diese Null ist ein Nichts, aus dem unheimlich viel entstehen kann. Und wenn es wieder in die Null hineingeht, dann ist diese Null kräftiger geworden und kann im nächsten Schritt eine neue noch perfektere Welt, wenn man es so nennen will, hervorbringen. Also die Schöpferkraft wird von Mal zu Mal immer größer.

Ja, jetzt schauen wir einmal, wie ist das mit unserer Erdentwicklung? Unserer Erde ist vorangegangen der Alte Mond, der Kosmos der Weisheit, wie wir es auch genannt haben, vor dem Alten Mond gab es die Alte Sonne und vor der Alten Sonne gab es den Alten Saturn. Dann kann man nicht mehr von davor sprechen, weil die Zeit, irgendwie in unserem Sinne vergleichbar, erst da beginnt. Und trotzdem ist da am Anfang bereits eine gewaltige Schöpferkraft vorhanden. Aus dieser Anfangsnull entsteht etwas, wird fertig und diese Kraft streckt jetzt drinnen und vergeistigt sich, nämlich diese Kraft, die den Alten Saturn gebildet hat, das ist die erste Null, die wir haben. Dann wird aus dieser Null heraus ein neuer Kosmos geboren, die Alte Sonne, also eine große Eins, Eins steht jetzt für das In-die-äußere-Erscheinung-Treten, aber auch diese Alte Sonne ist irgendwann fertig, ihre Schöpferkraft geht ins Geistige zurück und es wird eine Null daraus, die zweite Null. Also erste Null ist der Alte Saturn, zweite Null ist die Alte Sonne, vollkommen vergeistigt. Äußerlich gesehen Nichts. Leere. Das ist die Null. Aber diese Null ist fruchtbar, sie wird auch als Ei bezeichnet, das Ei, aus dem eine neue Schöpfung entspringt. Und so entspringt jetzt aus der Alten Sonne wieder etwas Neues, nämlich die Welt des Alten Mondes, des Kosmos der Weisheit. Am Ende vergeistigt sich dieser Kosmos wieder und wir haben das dritte Ei, das sind jetzt schon ordentliche Eier, Straußeneier. Aus diesem letzten Ei heraus kommt unsere Erdentwicklung, die sich jetzt entfaltet, wieder durch eine Eins gekennzeichnet.

Damit haben wir die Zahl Tausend (1.000). Und das jetzt multipliziert mit den 12 Tierkreiskräften – auf das wird hier Bezug genommen. D. h., da kommt etwas, was in der Vergangenheit schon ausgereift ist, zu einer gewaltigen geistigen schöpferischen Kraft, die jetzt als Ei zur Verfügung steht. Und das nicht nur einmal, sondern drei Mal hintereinander. Und das soll sich jetzt nicht nur als eine Eins entfalten, sondern in 12 Facetten, in den 12 Facetten des Tierkreises. Darum ist die Zahl nicht Tausend (1.000) sondern 12.000. Für jede Menschengemeinschaft, 12 solche Menschengemeinschaften soll es geben, aber jetzt auch wieder in qualitativem Sinn, damit die ganze Menschheit entsteht, wirklich entsteht, sodass man wirklich sagen kann, es ist jetzt die ganze Menschheit. Also alle die halt mitziehen mit dem. Aber das sind die Auserwählten. Das Bild ist zu lesen mit dieser Symbolik im Hintergrund. Es hat überhaupt nichts zu tun mit der äußeren Anzahl. Dabei stecken in der Zwölfzahl noch viele andere interessante Dinge drinnen. Zwölf ist z. B. 4 x 3 oder 3 x 4, wie man es nennen will. Vier und Drei. 

Drei ist eine Zahl, die etwas mit Beweglichkeit zu tun hat. Drei, Dreh, drehen, das hängt nicht zufällig miteinander zusammen. Im Wort ist das schon drinnen. Und auch wenn man ein bisschen empfinden kann, wenn drei Punkte da sind, dann kriegt das eine gewisse Dynamik. Wenn es nur zwei Punkte sind, oder auch wenn es vier sind, ist es irgendwie starrer. Die Drei ist immer so in der Bewegung irgendwo drinnen. Ein Tierkreis mit vier Tierkreiszeichen, das wäre kein richtiger Tierkreis. Das muss die Drei auch noch dazu kommen, sodass das auch eine Bewegung bekommt. Das Element der Bewegung: Diese Bewegung hat ihren Ursprung in der Willenskraft, die aus dem Seelischen kommt! Dort ist eigentlich der Bewegungsimpuls. Dieser Bewegungsimpuls kann sich aber auf drei Arten entfalten, namentlich im Menschenwesen als: als Wollen, als Fühlen und als Denken. Im Denken wird die Bewegung, zumindest so wie das heutige Verstandesdenken ist, zum Stillstand gebracht. Da erstirbt sie. Sie kommt aus dem Wollen, sie schwingt im Fühlen und stirbt im Denken. Im Verstandesdenken. Im lebendigen Denken nicht, da bleibt sie lebendig. Denken, Fühlen, Wollen – das hat sehr viel mit der Dreizahl zu tun. 

Womit hat die Vier, die Vierzahl zu tun? Was fällt uns dazu ein? Na z. B. die vier Lebensglieder des Menschen: 1) physischer Leib, wobei wir wissen, physisch und stofflich ist auch nicht ganz das gleiche, aber lassen wir das heute. Physischer Leib, wenn er nur der Physische wäre, dann wäre es eigentlich ein Leichnam. Wenn er nur physikalisch-chemischen Gesetzmäßigkeiten folgen würde, wäre er bloß ein Leichnam; Damit er belebt wird muss dahinter der 2) Lebensleib, Bildekräfteleib, Ätherleib stehen, das zweite Wesensglied des Menschen, aber beseelt ist er deswegen auch noch nicht; Damit überhaupt Beseelung stattfindet, d. h. ein Bewusstsein da ist, ohnehin eher ein traumartiges Bewusstsein, dafür muss noch der 3) Astralleib dazukommen. Der Astralleib, der hängt schon wieder mit den kosmischen Kräften zusammen, mit den Sternenkräften. Da ist im Übrigen auch schon wieder die Zwölfzahl drinnen versteckt, weil die Seelenkräfte mit dem ganzen Kosmos zusammenhängen draußen; Dann als 4) kommt noch der ICH-Träger dazu, das was die ganze Gestalt so modifiziert, dass das ICH sich darin verkörpern kann. Manchmal gebraucht R. Steiner ganz bewusst diesen Begriff: ICH-Träger. Und nicht nur bloß ICH. Das ist so die Kurzform, dass ich sage: physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und ICH. Aber das ICH ist nichts Leibliches mehr, es ist etwas Geistiges. Aber es braucht einen leiblichen Träger und das ist der ICH-Träger. 

Also da haben wir jetzt vier Elemente. 4 Wesensglieder des Menschen: Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und ICH-Träger. Da drin wirkt jetzt das Seelische im Denken, Fühlen und Wollen zum Beispiel. Es braucht dieses Werkzeug. Alle diese 4 Leibesglieder brauchen wir, damit Denken – Fühlen – Wollen, so wie wir es hier im Irdischen haben. Damit sich das entfalten kann, dazu braucht es das leibliche Werkzeug. Daher ist auch klar, dass Denken, Fühlen und Wollen nach dem Tod einen anderen Charakter annehmen. Wenn nämlich diese Leibeshüllen in der Form nicht mehr da sind. Weil der physische Leib fällt mit dem Tod ab, kann man sagen, der wird früher oder später zersetzt. Auch der Ätherleib, die Lebenskräfte, zerstreuen sich. Dieses Zerstreuen der Ätherkräfte ist genau das, was die Zurückgebliebenen, die stark verbunden waren mit Toten, der hinübergegangen ist, was die sehr stark spüren in ihrem Leben in Wahrheit. Die Trauer, die man, also die richtige Trauer, hängt mit dem zusammen, dass tatsächlich eben Lebenskräfte weggehen, die man mit dem anderen nämlich geteilt hat. Wo nämlich eine starke Beziehung mit dem Menschen da ist, hat man einen Teil dieser Ätherkräfte gemeinsam. Man teilt sie. Da fällt etwas weg. Das bedeutet tatsächlich einen Verlust auch für die eigenen Ätherkräfte. D. h. mit dem muss man sehr bewusst umgehen. 

Da nützt es einem gar nichts, selbst wenn ich hellsichtig bin, und den Toten verfolgen kann, wie er in die geistige Welt geht, bezüglich der Ätherkräfte nützt mir das gar nichts. Die sind weg. Die gehen in die Welt hinaus und stehen mir zunächst einmal nicht mehr zur Verfügung. Das muss man bewältigen. Dem muss man sich ganz bewusst stellen. Dass man da sagt, ja jetzt muss ich bestimmte Ätherkräfte mir aufbauen, die ich vorher einfach als Geschenk bekommen habe durch den anderen oder die anderen Menschen, mit denen ich verbunden war. Solche Dinge sind auch da, z. B. wo eine gewisse Schicksalsgemeinschaft zerbricht aus irgendeinem Grund. D. h. der andere muss ja gar nicht sterben, aber wenn sich die zerstreut, da ist eine Gemeinschaft von einigen Menschen, die etwas miteinander getan haben, wenn die auseinandergehen, egal ob zunächst einmal weil sie sich freundschaftlich trennen oder im Streit trennen, aber wenn es auseinandergeht, lösen sich diese gemeinsam geteilten Ätherkräfte auf. Das kann sehr fruchtbar für die Welt draußen sein. Das ist nicht unbedingt negativ zu sehen, sondern das kann sehr gut sein, dass eine gewisse Gemeinschaft etwas tut für 10, 20 oder 30 Jahre, und dann sagt, unsere Aufgabe ist erledigt, wir gehen auseinander, und diese Lebenskräfte gehen in die Welt über. Das hat Wirkungen namentlich im sozialen Bereich. Das ist nichts negatives, aber man muss sich bewusst sein, dass man dann für sich selber diese Ätherkräfte ergänzen muss. Sonst kann das wirklich Probleme bis ins Gesundheitliche hinein bedeuten.

Weil Lebenskräfte sind die, die uns gesund halten. Es sind auch die Kräfte, die uns zu einem wirklich lebendigen Denken befähigen. D. h. also auch da ist eine Einbuße möglich. Diese Denkkräfte sind zugleich, so wie wir sie im Erdenleben haben, etwas was wir auch dann für das physische Gehirn ergreifen und da sterben sie aber. Und genau das, wenn wir heute in Wahrheit den Übergang schaffen müssten/sollen/wollen vom bloßen Verstandesdenken zum schöpferisch lebendigen Denken, das ist der Schritt, der jetzt hier und heute fällig bis überfällig ist. Ja eigentlich schon im 20. Jahrhundert hätte passieren sollen, wo aber so starke Gegenimpulse da waren, dass es in einem nur sehr geringen Maße passiert ist. Es gab natürlich etliche Menschen, denen das gelungen ist, die ein sehr lebendiges Denken entwickelt haben, aber kulturprägend ist es nicht geworden. Das müsste kommen namentlich bis in den wissenschaftlichen Bereich auch hinein. Gerade dort. Weil der wissenschaftliche Bereich leidet heute, und ich sage wirklich leidet, auch wenn es vielen nicht bewusst ist, aber er leidet daran, dass er immer mehr versinkt in dem absterbenden Verstandesdenken. Man glaubt nur, was sich in klare verstandesmäßige Definitionen fassen lässt, was sich klar mathematisch berechnen lässt, nur in dem sei wissenschaftliche Wahrheit zu finden. Es geht immer mehr in die Richtung. 

Und das stimmt aber nicht. Weil damit erfasse ich wirklich nur das Absterbende, damit kann nichts Lebendiges erfassen, damit kann ich nichts z. B. über die Entwicklung des Lebens auf der Erde verstehen, z. B. Biologie oder so ist mit diesem Denken nicht bis zu ihrer wirklichen Aufgabe zu bringen, nämlich das Leben zu verstehen. Wir verstehen heute sehr viel was an chemischen, physikalischen Prozessen in den Zellen usw. sich abspielt, da wissen wir viel. Ich kritisiere das überhaupt nicht. Wir sollen da weiterforschen. Wir brauchen das. Weil diese Kräfte sind drinnen. Die sind als Gerüst notwendig dafür, dass sie uns tragen. Aber um das Leben zu verstehen, muss ich auf die nächste Ebene kommen. Und auf die komme ich nur, wenn das Denken sich ändert. Weil für das Verstandesdenken sind diese Kräfte einfach nicht mehr vorhanden, weil sie abgestorben sind. Daher kann ich das Leben mit dem Verstandesdenken nicht erfassen. Ich muss ein künstlerisches Denken haben. Daher, so falsch z. B. der Glaube, da gibt es doch in Amerika namentlich immer wieder die große Diskussion: Evolutionslehre, Darwin´sche Lehre oder neodarwinistische Evolutionslehre, in vielen Stufen, wie sie sich weiterentwickelt hat, im Gegensatz zu, da gibt es die Leute, die vom  Intelligent Design sprechen, weil der liebe Gott doch die Welt geschaffen hat und das müsste doch irgendwo hineinkommen. Die anderen schimpfen natürlich dagegen, so ein Blödsinn, jetzt kommt wieder der liebe Gott durch die Hintertür, wo man nicht weiter weiß, hat er Hokuspokus gemacht und dort ist es drinnen. Und sie streiten! 

Die Darwinisten sagen, das sind Naturgesetze und der Zufall, und die spielen zusammen und was funktioniert, das bleibt halt über, und so entwickelt sich alles in der Natur, und der Rest stirbt halt aus und ist weg. Und die anderen sagen, nein, der Schöpfer hat nach einem großen Schöpfungsplan die Natur in sinnvoller Weise entworfen. Na, beide haben unrecht in Wahrheit. Denn es ist einerseits wirklich nicht nur der blinde Zufall, der tätig ist, aber es ist noch weniger so, dass der liebe Gott in irgendeiner Schublade in seinem himmlischen Büro den fertigen Weltenplan hat bis ins kleinste Detail, und alles vorherbestimmt ist, wie es sich da unten entwickeln wird. Völliger Blödsinn. Es ist eben ein geistig-schöpferischer Prozess, und da steht nichts nirgends von Haus aus fest, sondern es manifestiert sich immer im Moment. Wir haben auch gesagt, wie stark der Mensch mitarbeitet. Die Natur ist ja nicht fertig. Die Natur ist auf dem Weg zur Kultur durch den Menschen mitgestaltet zu werden. Und der Prozess ist aber alles andere als, naja, wir neigen heute dazu es zu einem Design-Prozess machen zu wollen. Sprich: Wie werden wir denn die Natur umgestalten? Machen wir irgendeinen Plan vorher? Rechnen alles durch. Ob es dann funktioniert ist eine andere Frage. D. h. die Umgestaltung der Natur, die wirkliche sinnvolle Umgestaltung der Natur wird im Wesentlichen nicht so funktionieren, sondern sie wird zumindest dazu auch das künstlerisch-schöpferische Element brauchen. 

Das Design-Element hat schon etwas für sich. Es hängt nämlich mit den Naturgesetzen zusammen, die vom Alten Mond herüber kommen. Das sich alles denen anpassen muss, das ist schon richtig. Da gibt es kein Pardon. Die Naturgesetze werden nicht umgestoßen. Der liebe Gott am allerwenigsten stößt die um. Weil man glaubt ja immer, ein Wunder, ein Wunder ist dort, wo plötzlich die Naturgesetze außer Kraft gesetzt sind. Das ist der größte Unsinn. Das eigentliche Wunder ist überhaupt, dass es sie gibt. Aber nicht in ihrer Aufhebung beweist sich Gott. Darin zeigt sich nur, da wurde in der Vergangenheit, nämlich bevor überhaupt unser Kosmos entstanden ist, da haben viele geistige Wesenheiten sehr fleißig daran gearbeitet, dass es diese Naturgesetze gibt. Jetzt! Und die sind für unsere Erdentwicklung bindend. An die sind wirklich alle geistigen Wesenheiten gebunden, weil sie sich selber daran gebunden haben. Sie wollen sie nicht ändern. Aber in diesen Naturgesetzen sind auch riesige Freiräume drinnen, sodass ich im Grunde die wichtigsten Dinge überhaupt nicht vorherberechnen kann. Die Naturgesetze geben dem ganzen Erdenkosmos eine gewisse Stabilität, eine gewisse Sicherheit, von der ich schon am Anfang gesprochen habe, die notwendig ist, dass wir uns überhaupt klar als ICH-bewusste Wesen entfalten können, als freie ICH-bewusste Wesen. Dazu brauchen wir eine gewisse strenge Ordnung auch die da ist. Die darf aber nicht so streng sein, dass nichts mehr möglich ist in Freiheit. Sondern, wie heißt das schöne Dichterwort: „In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.“ 

D. h. wir sind durch Gesetze beschränkt und haben innerhalb dessen einen unendlichen Spielraum in Wahrheit. Unendliche Möglichkeiten, die wir entfalten können. Wir arbeiten nicht in einem blinden Chaos, von dem es noch gar nichts gibt, sondern es ist durch drei kosmische Entwicklungsstufen gegangen. Dabei sind endlich die Naturgesetze entstanden, die jetzt unserer Erde zugrunde liegen. Die eine gewisse Ordnung geben. Aber diese Ordnung ist freilassend. Sie ist eigentlich der Rohstoff könnte man sagen künstlerisch-geistig-schöpferisch gestaltet zu werden. Der ganze Evolutionsprozess ist ein geistig-kreativer-schöpferischer Prozess, in dem das Eigentliche, das Wesentliche nirgendwo vorhersehbar ist. Dem aber trotzdem Naturgesetze zugrunde liegen. D. h. es ist eine gewisse Ordnung ist da, es werden gewisse Dinge möglich sein und andere nicht möglich sein. Aber, egal wie eng der Bereich gesteckt ist, innerhalb dessen ist unendlich viel möglich. Wie viele reelle Zahlen gibt es zwischen Null und Eins? Also Zahlen mit Kommastellen. Jede Kommazahl kann unendlich viele Komastellen haben. Also gibt es zwischen Null und Eins unendlich viele Zahlen. Und ebenso zwischen Eins und Zwei unendlich viele Zahlen. So geht das weiter. D. h. man kann im engsten Bereich, ja selbst zwischen 0,1 und 0,2 liegen unendlich viele Zahlen. Ich kann immer enger gehen, kann es immer kleiner machen und immer noch sind unendlich viele Zahlen dazwischen. Wenn ich eben die Kommazahlen nehme. Weil Kommazahlen können unendlich viele Stellen haben.

Also man kann im Kleinsten immer noch unendlich sein. Und so in etwa kann man sich das vorstellen, die Welt ist durch die Naturgesetze sehr eng geworden, es geht nicht mehr dahin und dorthin, aber in die Richtung geht es, aber da drinnen unendlich viele Möglichkeiten. Und die offenbaren sich dann in der Natur in Form der Evolution in Form der Pflanzen, die herauskommen, in Form der Tiere, die herauskommen und da wirken wir geistig mit. Wenn wir dann durch die geistige Welt nach dem Tod durchgehen vor allem. Natürlich auch äußerlich durch Züchtung usw., wir arbeiten äußerlich von der einen Seite, aber seit der Mensch halbwegs in der Form die Erde betreten hat, hat er begonnen das Tierreich und das Pflanzenreich zu verändern. Er hat es nicht so gelassen, wie es ist. Erst recht wie die Zeit seit der Landwirtschaft, also seit der Sesshaftigkeit kam, die Zähmung der Tiere, wodurch die Haustiere entstanden sind, da haben wir Einfluss genommen. Wir haben angefangen Design zu machen, weil wir haben es nach unseren Wünschen und Vorstellungen gerichtet, da kommt schon von Anfang an der Verstand, die Nützlichkeit usw. auch hinein. Man sieht, das fängt schon an in der urpersischen Zeit, bevor die Leute ganz bewusst verstandesmäßig denken können, aber in ihrem Tun haben sie schon etwas gewissen Planvolles drinnen. Wir sind die intelligent oder weniger intelligent designer, die gescheiteren oder weniger gescheiteren Designer. Also dieser Begriff intelligent design oder „Gott hat seinen Plan gemacht“, das haben wir von uns. Darum glauben wir das, weil wir es so angehen. 

Eigentlich müsste man die Verwandlung der Natur über dieses bloße Design hinaus künstlerisch-kreativ gestaltend angehen. Dann wird das etwas Sinnvolles. Da kommt ein schöpferisch-geistiger Impuls in das Ganze. Weil der Verstand kann nämlich nur Vorhandenes zerlegen, auseinandernehmen, neu zusammensetze. Man kann Gentechnik machen, ok, da schneide ich ein Stück aus den Genen heraus, und setze es bei einem anderen Wesen ein, aha, jetzt habe ich eine Maus, der wächst am Rücken ein menschliches Ohr. Krotesk! Solche Versuche hat es gegeben. Ich meine, die arme Maus. Es hat ihr zwar nicht wehgetan, aber es ist grotesk. So passiert Design. Das kann geschmackvoll oder weniger geschmackvoll sein. Was hat man noch gemacht? Ein in der Nacht grün leuchtendes Kaninchen. Ja, es geht, klar. Weil es gibt, wie Glühwürmchen oder so, Tiere, die in der Nacht leuchten. Das kann ich natürlich übertragen auf ein anderes Tier. Tut ihm nicht weiter etwas. Aber ob das unbedingt die Zielrichtung ist, in die die Verwandlung der Natur führen sollte, ist eine andere Frage. Das ist im Grunde einfach eine verstandesmäßige blöde Spielerei. Also das ist nicht der Weg, wie wir die Natur verändern sollten. Das ist Design. Intelligent lasse ich jetzt weg. 

Nein, künstlerisch gestalten die Natur, geistig-schöpferisch sie gestalten. Das ist das, was jetzt immer mehr auf uns zukommt. Das wird die Aufgabe sein. Das Wetter, das Klima, Alles. In allem werden wir bewusst mitarbeiten m ü s s e n. Wenn wir es nicht tun, dann wird es am allerkatastrophalsten werden. Also der Gedanke ist vollkommen falsch, am besten die Menschen nehmen die Finger heraus aus der Natur und tun nichts mehr, dann wird alles gut werden. Weil wir zerstören eh nur! Wenn wir nicht mitarbeiten, dann wird es am allerschlimmsten kaputt werden. Wenn wir falsch mitarbeiten, indem wir zu viel Spielraum dem Ahriman lassen, dann wird es ein bisschen länger dauern bis es ganz schlecht wird, aber es wird auch nicht sehr gut sein. Wenn wir künstlerisch-schöpferisch-geistig-kreativ arbeiten, d. h. aus dem Prinzip der Liebe heraus arbeiten, weil Kreativität, ICH-Kraft, geistige Kraft heißt sich in Liebe verschenken können, dann werden wir die Erde in einer guten Weise verwandeln. Und dann werden wir das meiste mitnehmen, das auch aus unserer Erde, wenn sie einmal äußerlich vergangen ist, ein ordentliches Straußenei wird, in dem eine gewaltige schöpferische Kraft drinnen steckt. Weil wenn es dann hinübergeht ins neue Jerusalem, dann gibt es ein Ei mehr. Dann gibt es das Ei vom Alten Saturn, das Ei von der Alten Sonne, das Ei vom Alten Mond, und dann haben wir auch ein Ei gelegt. Es ist jetzt die Frage ob es ein Straußenei ist, ein Hühnerei oder ein Wachtelei oder irgend so etwas? Wobei ich über die Qualität jetzt nichts sage. Aber dorthin zielt das Ganze. Mitarbeiten! 

Und mitarbeiten wirklich als Menschengemeinschaft, als Menschheitsgemeinschaft. Das ist gemeint mit den 144.000 Auserwählten. Die nehmen aber dann viele andere mit durch ihre Hilfe. Und das möchte ich jetzt zum Abschluss noch lesen. Weil dann kommen wir bis zum 7. Siegel. Also ich lese weiter im 7. Kapitel der Apokalypse: „Die große Schar in weißen Gewändern.“ Jetzt kommt eine große Schar. Vorher waren es die, die durch die Zahl 144.000 charakterisiert sind, und jetzt sind welche, die noch über das hinausgehen, die vielleicht nicht alle diese Kräfte in sich haben, aber die doch so weit gekommen sind, dass sie geistig rein geworden sind und daher dieses weiße Gewand tragen. Das sind ihre Hüllen eigentlich. Ihr Seelisches, ihre Lebenskräfte, ihr Physisches, sofern sie es noch haben, wenn sie nicht überhaupt schon im Geistigen leben. 

Danach sah ich: Siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Völkern und Stämmen und Rassen und Sprachen. Sie standen vor dem Throne und dem Lamme, mit weißen Gewändern bekleidet, Palmzweige in den Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme: Heil unserem Gotte, dem Thronenden, und dem Lamme. Und alle Engel standen im Kriese um den Thron und um die Ältesten und um die vier Tiere, und sie fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder in Anbetung des göttlichen Weltengrundes und sprachen: Amen, das Segenswort, die Offenbarung, die Weisheit, das Dankesopfer, die Seelenwürde, die Weltenkraft und die Geistesstärke, sie gehören unserem Gotte für alle Äonen. Amen.“ 

Noch einmal Amen. Wir wissen aus den vergangenen Vorträgen, ich hoffe, ihr erinnert euch noch, Amen ist noch mehr, oder hinter diesem Wort steckt noch mehr als dass man es einfach in den Gebeten verwendet. Mit Amen ist das sogenannte Endwesen gemeint. Das, was aus dem Menschen werden kann. Ich sage bewusst: werden kann. Wie weit es wird, wie weit dieses Amen wirklich durch die ganze Menschheit verwirklicht wird, das ist die Frage. Das liegt an uns. Aber mit Amen ist gemeint, das, was aus dem Menschen durch die Erdentwicklung werden kann. Das ist da drinnen gemeint. In gewisser Weise heißt das, dass er die volle Christuskraft in sich entwickelt hätte. Dann wäre es vollständig. D. h. wenn das, was im Christus als Welten-ICH drinnen liegt, das individuelle ICH verwirklicht hätte auch. Das werden wir sehen. Das liegt an jedem Einzelnen. 

Und hier eben sehr bewusst in dem Spruch eingeschlossen, es beginnt mit Amen und es endet mit Amen. Und dazwischen wird in Wahrheit angedeutet alles das, was diese Menschen tun können. Das Segenswort. Die Offenbarung. Die Weisheit. Das Dankesopfer. Die Seelenwürde. Die Weltenkraft. Und die Geistesstärke. Das alles können wir einbringen in dieses Endwesen Amen. „Und einer der Ältesten antwortete und sprach zu mir: Wer sind diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind? Woher kommen sie? Und ich sprach: Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Sie sind es, die aus dem großen Leid kommen. Sie haben ihre Gewänder gewaschen und leuchtend weiß gemacht durch das Blut des Lammes.“ Also des Christus! „Deshalb können sie vor dem göttlichen Throne stehen und ihm Tag und Nacht in seinem Tempel dienen. Und der Thronende waltet und zeltet über ihnen. Sie werden nicht mehr hungern und nicht mehr dürsten; sie können nicht mehr von der Hitze der Sonne oder einem anderen Feuerbrande überwältigt werden. Denn das Lamm in des Thrones Mitte wird ihr Hirte sein und ihr Führer zu den Quellen, aus denen das Wasser des Lebens quillt. Und der Vatergott wird alle Tränen aus ihren Augen wischen.“ 

Also da ist jetzt absolut beschrieben der Übergang in eine rein geistige Existenz. Nicht wahr, die Hitze der Sonne, die Feuerbrände, das wird sie alles nicht mehr überwältigen, sondern sie werden eben mit dem Lamm stehen, das Lamm in des Thrones Mitte wird ihr Hirte sein und ihr Führer zu den Quellen, aus denen das Wasser des Lebens quillt. Also da ist der Übergang bereits für diese Auserwählten in die ätherische Welt. Dort fließt das Wasser des Lebens. Das Wasser des Lebens, das wir aber auch immer dort trinken können, wo wir z. B. vom bloßen Verstandesdenken ins lebendige Denken übergehen. Auch dort trinken wir gleichsam vom Wasser des Lebens. Und das hat tatsächlich bis in unsere Gesundheit Auswirkungen. Also wenn ein Mensch es schafft in sich dieses lebendig-schöpferisch-kreative Denken schon hier auf Erden zu entwickeln, dann stärkt er damit auch seine Gesundheit. 

Wäre vielleicht ein Tipp, aber in die Zeitungen wird es nicht kommen, wegen der Corona-Krise. Da etwas dagegen zu tun. Ich habe nämlich sehr den Eindruck, wenn ich es etwas überspitzt, aber durchaus ernst gemeint sage, was heute rund um die Corona-Geschichte passiert, das ähnelt eher einer globalen Geisteskrankheit. In der Art, wie man damit umgeht. Ich will das niemand zum Vorwurf machen. Aber es ist, so wie es sich jetzt präsentiert, wie man darauf reagiert, wie man damit umgeht, da sieht man, dass im Großen und Ganzen alle hilflos davor stehen. Es werden Maßnahmen gemacht, da ist vieles ok, vieles aber auch nicht ok. Absolut nicht ok. Es ist nicht in Ordnung, wie man umgeht mit den Daten, mit den Zahlen, wo man ganz selektiv auswählt gewisse Dinge, um bestimmt Maßnahmen durchzusetzen. Wo anderes unter den Tisch geschlagen wird. Wo nicht zugegeben wird, dass die Zahlen zu einem großen Teil Hausnummern sind, weil einfach die Erfassungsmethoden sehr unterschiedlich sind, eine Zeit lang gerade am Anfang war es überhaupt so, man hat heute getestet hundert Leute und am nächsten Tag hat man 500 getestet, oh Gott, riesiger Anstieg. Na klar habe ich am nächsten Tag 5 x so viel. Weil ich 5 x so viel getestet habe. Es wird heute so ganz leise hier und da als Fußnote geschrieben. Man denkt, man sei heute drüber schon hinweg. Aber man hat bis heute versäumt, die Zahlen wirklich so anzugeben.

Die Daten und Zahlen sind zu einem großen Teil Hausnummern, vor allem so wie sie veröffentlicht werden. Wenn nicht dazu gesagt wird, wie viele getestet sind, auf wie viele Getestete sich das bezieht, das müsste man einschätzen, man gibt nur die Zahlen hin, heute sind es Hundert, morgen sind es Fünfhundert. Wenn ich mehr Menschen teste, werden es immer mehr Infizierte werden. Es geht daraus nicht hervor, wie groß der Zuwachs wirklich ist. Der Zuwachs ist nur der Zuwachs der erkrankten Fälle. Aber es ergibt sich daraus keine Abschätzung wie viel es wirklich in der Bevölkerung zugenommen hat, weil je mehr ich teste, desto mehr Fälle entdecke ich, das ist ganz klar. Das nur als eines der Beispiele. Aber es gibt mehr Beispiele dafür, dass in der Öffentlichkeit mit den Zahlen nicht sorgsam umgegangen wird. Wo Expertenmeinungen, bis dahin weltweit anerkannte Expertenmeinungen, die nicht in das Bild passen, einfach komplett ausgeblendet werden, teilweise sogar diffamiert werden. Und wo teilweise, auch das muss man sagen aus wissenschaftlicher Sicht, wo Maßnahmen gesetzt werden, die wirklich kontraproduktiv sind. Eben jetzt überall ununterbrochen alles zu desinfizieren mit Desinfektionsmittel, das ist sicher der beste Weg, um Resistenzen zu züchten. Das ist ganz klar. Also man kann es wirklich übertreiben. Das Problem ist nicht zu lösen damit, dass man einfach den Virus wegwischt. Das wissen aber die Fachleute in Wahrheit. Aber das sind Sachen, die trotzdem der Öffentlichkeit verkauft werden, weil das halt die Leute beruhigt irgendwie. Sprüh drauf und es wird gut. 

Und der nächste Punkt ist, es wird eine Impfung geben, dann ist alles gut. Corona-Krise ist vorbei, wenn es die Impfung gibt. Das ist ein absoluter Blödsinn. Wie gut oder schlecht die Impfung ist, das wird man nach Jahren vielleicht beurteilen können. Es wäre sehr segensreich, wenn man sich mehr Zeit lassen würde, sie langsam zu testen und nicht in diesem Höllentempo zu entwickeln und die Testphasen ja praktisch in einem Zug durch zu galoppieren.  Das ist in Wahrheit verantwortungslos. Sage ich ganz deutlich. Auch wenn es auf anthro.world gelistet wird. Also es kann jeder in der Welt hören. Ich hoffe, ich werde nicht verhaftet deswegen. Aber es ist, egal, ohne dass ich jetzt irgendwem Schuld zuweisen will, weil jetzt gibt es dann hunderttausend Verschwörungstheorien, die sind Schuld und die haben jene Interessen und die Pharmaindustrie, na sicher will die etwas daran verdienen, das ist schon klar, aber im Grunde sind die ganzen Verschwörungstheorien sinnlos. Die Verschwörung entsteht in der Mehrheit der Menschheit, weil das Denken nicht stimmt. Schon das normale wissenschaftliche Denken nicht stimmt. Wir leben heute in einer Illusionswelt. Und immer mehr halten sie für die Wirklichkeit. Das geht durch die Presse, das geht durch die Medien. Aber das ist nicht, und da rede ich noch gar nicht vom geistigen Hintergrund, sondern nur von dem, was sich außen sinnlich feststellbar abspielt. An das kommen wir heute gar nicht heran. Gerade durch die vielen Medien nicht. Es wird im Grunde eine Kunstwelt erzeugt, die für die Wirklichkeit ausgegeben ist und das verstehe ich unter Geisteskrankheit. Oder unter Wahnvorstellung. Eine global-kollektive Wahnvorstellung, der viele Menschen auch verfallen. Aber es ist auf jeden Fall die Wahnvorstellung, die öffentlich proklamiert wird. Ich kann euch jetzt auch nicht sagen, wie die wirklichen Zahlen und wie die Wirklichkeit dahinter ist, ich kann nur sagen, das was präsentiert wird, ist sie mit Sicherheit nicht. Das ist der Punkt. 

Das müssen wir auch erringen, wieder zur Wirklichkeit durchzubrechen. Wir gehen eigentlich weg von der Wahrnehmung der Wirklichkeit. Wir leben immer mehr in einer virtual reality, also in einer virtuellen Welt. Dazu brauchen wir uns keine 3-D-Brillen aufsetzen, dazu brauchen wir nur die Nachrichten hören und die Zeitungen lesen. Das reicht schon. Nichts davon sagt uns, wie die Welt wirklich ist. Das Problem haben wir heute. Das auch zu durchschauen, je nur einmal zu durchschauen, dass es so ist, heißt schon einmal zu erkennen den Ahriman, der dahinter steckt. Der steckt nämlich dahinter in Wahrheit. Der macht das. Also wenn es eine Verschwörungstheorie gibt, dann ist es die, dass der Ahriman dahinter steckt und dass er versucht möglichst jeden einzuspannen. Jeden! Also jeder ist ein Verschwörer! Jeder, der in der Art mitdenkt, ist ein Verschwörer. Wir brauchen keine einzelnen Gruppen. Wir brauchen nicht irgendwelche esoterischen Zirkel oder Logen, die tun alle sehr viel, aber die sind auch alle nur Werkzeug einer geistigen Macht, die dahinter steckt in Wahrheit. Es muss und bewusst sein, dass jeder bei sich anfangen muss, den Herrn Ahriman zu entdecken, wie er im eigenen Denken herum fuhrwerkt und uns Impulse gibt. Und die sind so verführerisch deswegen, weil wir trainiert darauf sind, das ganze Bildungswesen trainiert auf diese Impulse, die kommen einfach, wir wissen es eh, unser Verstand sagt logisch, so muss das sein, aber die Logik stimmt eben nicht. Die ist irregeleitet.

Zum Abschluss noch die Öffnung des 7. Siegels. Ich lese es ohne Kommentar. Wir werden es das nächste Mal aufgreifen. Also die Öffnung des 7. Siegels und die 7 Engel mit den Posaunen, d. h. wenn das 7. Siegel geöffnet wird, zeigen sich schon die Posaunen, da geht es dann schon auf die nächste Stufe: „Und als das Lamm das siebente Siegel öffnete, entstand in der Geisteswelt ein tiefes Schweigen, eine halbe Zeitenrunde lang. Und ich sah die sieben Engel, die vor dem Vatergotte stehen, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und trat mit einem goldenen Rauchgefäß an den Altar. Ihm wurde viel Räucherwerk gereicht, damit er es zu den Gebeten aller Geist-Ergebenen spendete auf dem goldenen Altare angesichts des Thrones. Und aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch empor zusammen mit den Gebeten der Geist-Ergebenen vor dem Angesichte der Gottheit. Dann nahm der Engel das Rauchgefäß, füllte es mit dem Feuer des Altares und schüttete es hinunter auf die Erde. Da rollten die Donner, es tönten Stimmen, es zuckten Blitze, und die Erde erbebte.“ Fortsetzung folgt.

Es geht schon wieder zu. Naja, sicher, wenn die Siegel geöffnet werden, namentlich dort, wo wir gelesen haben die Öffnung des 6. Siegels, wo der Durchbruch zum Geistigen kommt, da war es schon sehr dramatisch, die Schilderung mit der Sonne, die schwarz wird und die Sterne, die herunterfallen, das ist ja auch nicht ganz ohne. Jetzt kommt noch ein weiterer Schritt, weil jetzt gehen wir von der Imagination, von dem im weitesten Sinne bildhaften geistigen Erleben, in die Inspiration über. Inspiration heißt, wir fangen noch tiefer an zu verstehen, was da ist, noch tiefer verbinden wir uns mit der Sache. Naja, natürlich wird es noch erschütternder. Mit den Bildern, die wir gehabt haben, haben wir die Außenseite gehabt. Die Außenseite, die hinter der Oberfläche des Sinnlichen schlummert. Aber diese Imagination ist nur die Außenseite jetzt der geistigen Welt. Mit der Inspiration geht es tiefer, die Erschütterung wird noch größer. Und wenn dann zum Schluss die Zornesschalen ausgegossen werden, wird das Erleben noch stärker. Aber ich habe schon angedeutet, wir werden in späteren Vorträgen sehr intensiv auf das eingehen, die Ausgießung der Zornesschalen ist Ausdruck der Liebe Gottes. Der höchsten Liebe, die man sich denken kann. 

Wir werden sicher noch einiges brauchen, um die Bilder richtig für uns zu fassen, sodass wir nicht falsche Schlüsse daraus ziehen. Leicht wird es nicht, aber eigentlich sind die Bilder dazu gedacht als etwas was uns Mut machen soll. Aber Mut brauchen wir, wenn man Aufgaben erfüllen muss, Hürden überwinden muss, die sind halt auch da drinnen. Dazu brauchen wir den Mut. Aber die Bilder sind eigentlich so zu lesen, dass sie uns Kraft geben. Wenn jetzt die Erschütterungen immer stärker werden, heißt das auch unsere Kraft wird immer stärker. Wir können diese Kräfte bändigen, wir können sie beherrschen, wir können damit fertig werden. Jeder aus seine individuelle Weise, und wir alle zusammen letztlich einmal als Menschheit gemeinsam. Ich wiederhole es noch einmal: Es geht nicht darum jemand zu verschrecken. Wir haben die Kraft. Wir verfügen darüber. Und das Ganze ist nur der Weckruf: Menschen nehmt eure Kräfte, entwickelt sie, lasst sie heraus und werdet damit tätig. Ihr könnt es! Aber ihr müsst es wollen. Es kann niemand anderer für euch wollen. Auch nicht der Christus. Auch nicht die ganzen Hierarchien. Wollen müsst ihr selber. Diese Erschütterungen sind nur das Schattenbild der Kräfte, über die wir eigentlich auch verfügen. Nämlich mit all dem fertig zu werden. JA, es ist das Spiegelbild. Wir müssen zum Bewusstsein aufwachen! Darum werden die schrecklichen Bilder gezeigt und nicht die schönen Bilder wie: „Mei toll, da wird es schön sein, wenn wir ans Ende der Erdentwicklung kommen, endlich sind wir im Paradies und alles ist gut.“ Dann können wir nichts anderes machen, als jetzt schon träumen davon, wie schön es sein wird vielleicht – nur das wird es dann nicht sein. Weil dann versäumen wir unseren Weg. Dann werden wir in der schönen neuen Welt des Ahriman leben. Und ob die wirklich so schön ist, das ist eine andere Frage. Ob wir das wirklich wollen. Nämlich in ewig gleichmäßiger Glückseligkeit ohne jegliche Entwicklung zu leben. Ein Tag wie der andere, ein Jahr wie das andere. Selbst in der geistigen Welt keine Änderung mehr. Alles bleibt wie es ist. Kein Aufsteigen mehr, auch kein Hinunterfallen mehr. Ewig. Das ist die Welt, die uns der Ahriman bieten kann. Wer das will, wird diese Welt wählen. Wer sieht, dass der Mensch eine unbeschränkte Zukunft hat im Prinzip und unbegrenzte Möglichkeiten hat, eben das Unmögliche möglich machen kann, der wird sich anders entscheiden. Darauf weist uns die Apokalypse hin. Damit sage ich, danke fürs Zuhören. Wenn ihr noch Fragen habt, bin ich noch immer da. 

Anmerkung einer Zuhörers: Lieber Wolfgang, das war ein wunderbarer Weckruf zu dem Michaelstag. 

W.: Gerne! Es war mir ein starkes Anliegen heute so einen michaelischen Weckruf einzubringen. Und es passt die Stelle in der Apokalypse jetzt absolut, wo wir gerade stehen. Die ist angelegt dazu. 

Der Umstieg von YouTube ist schon vollzogen. Die Videos sind nach wie vor auf YouTube, nur sie sind nicht mehr öffentlich gelistet. D. h. man findet sie nicht. Sondern man muss auf die Seite www.anthro.world gehen, dort kann man das Video direkt anklicken, man kann es dann aber auch auf YouTube anschauen und kann auch dort Kommentare abgeben. Weil die waren insofern recht hilfreich, dass manchmal drinnen Dinge sind, die ich aufgenommen habe in die nächsten Vorträge. Wo Fragen oder Anregungen waren, die ich annehmen konnte. 

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