10. Vortrag zur Apokalypse des Johannes (Dokumentation)

Von Dr. Wolfgang Peter

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Datum des Vortrags:

Zusammenfassungen (2)

In dieser Folge geht es noch um die 4. Gemeinde, die eine zentrale Bedeutung hat. Die Gemeinden werden mit den Kulturepochen R. Steiners in Beziehung gesetzt. Zwischen den Kulturepochen gibt es breite Übergänge. Das erste Drittel ist meist ein Nachklang der letzten, während das letzte Drittel ein Vorgriff auf die nächste Kulturepoche ist. In der 4. Gemeinde erwacht die Philosophie, vorher gab es philosophisches Denken nicht. Früher kam das Denken aus dem Tun. Jetzt - in unserer 5. Kulturepoche – sollte das philosophische Denken vom lebendigen, gestaltenden Denken abgelöst werden.  Die Frage, wie aus Totem Lebendiges entsteht, ist falsch. Aus dem Stofflichen lässt sich das Leben nicht erklären. Alles Physisch-Stoffliche resultiert aus Abgestorbenem. Es braucht vorher das Lebendige. Über dem Lebendigen steht  Seelisches und darüber schöpferisch Geistiges, das alles Seiende schafft.  Alles Stoffliche ist Energie in verschiedenen Erscheinungsformen, gefangene Wärme und Hitze und dahinter steckt geistiger Wille. Nach R. Steiner sprechen wir von Monismus: Materie ist auch Geist - in verdichteter, abgestorbener Form (daher kein Dualismus). Der Geist existiert nicht, sondern schafft aus dem Nichts heraus. Unser Ich hat die Wesenhaftigkeit des rein Geistigen. Im Geistigen bilden Denken, Fühlen, Wollen im Moment der Tat eine Einheit. Um dorthin zu kommen, müssen wir lernen, diese 3 Seelentätigkeiten zu separieren. Und wir müssen lernen, uns unseres Ichs bewusst zu werden. Wir benützen den physischen Körper als Spielgelinstrument. In unserer 5. Kulturepoche ist es nun Zeit, dies zumindest zeitweise nicht mehr zu tun, sondern auf der nächsten Ebene unsere geistigen Wirkungen in den Lebenskräften zu sehen. Geistiges Denken entwickeln wir, wenn aus unserem Ich ein Impuls kommt, der die Ätherkräfte ergreift und uns diese Tätigkeit bewusst wird. Die Lebenskräfte zu ergreifen und sie bewusst handzuhaben ist erst ab der Inkarnation des Christus auf Erden möglich. Für die Verkörperung des Christus waren Vorbereitungen notwendig. Zwei Jesusknaben waren nötig und die finden sich bereits in den apokryphen Texten, zB im Buch Moses (24. Kapitel, Vers 13-17). Die Evangelien wurden im 1. Jahrhundert geschrieben aus geistiger Schau - Imagination - heraus. Nur bei Johannes kam zu Imagination die Inspiration dazu, d.h. er konnte die Bilder im Zusammenhang sehen. – Mit dem äußeren Verstand sind die Evangelien nicht zu erfassen. Theosophie – d.h. die göttliche Weisheit in der Inspiration erfassen, ist dafür nötig.  Für uns Menschen ist die Anthroposophie jetzt notwendig. Die Anthroposophie fängt dort an, wo jeder Mensch aus seinem Schicksal tätig ist, um die Welt aus einem schöpferischen Impuls weiterzubringen. 

 Das Zusammenwirken von 2 Individualitäten ist wichtig. 2 Ströme müssen zusammenwirken. Bei den beiden Jesusknaben gab es auch 2 Familien. Die Mutter des nathanischen Jesus war sehr jung, astralisch rein. Maria selbst wurde unbefleckt gezeugt, d.h. Begierdekräfte waren nicht dabei. 

 Im Mesolithikum machten die Menschen das aus Imagination. Auch die Pflanzenheilkunde funktionierte zB auf diese Weise, Heilmittel wurden durch Imagination gefunden. Auch der Zeugungsakt fand nicht im Wachzustand statt, vergleichbar wie bei den Tieren. Triebe sind Lebenskräfte, auch der Geschlechtstrieb. Wenn das Astralische dazukommt, entsteht die sexuelle Begierde durch den Einschlag Luzifers.

 Die Seele war ursprünglich ganz rein und kann auch wieder ganz rein werden. Die erste Aufgabe unseres Ich ist, unser Astralisches zum Geistselbst zu verwandeln, zu einem ganz reinen Astralischen zu machen und von uns selbst Astralisch-Seelisches aus dem Nichts hervorbringen. Und umgekehrt vorhandenes Seelisches ins Nichts aufzulösen, um die astralisch verdorbenen Karmapäckchen  loszuwerden. Unsere Untaten schädigen die Welt draußen und unser Seelisches. Die Auflösung dieser Karmapäckchen aus dem Ich heraus ist erst seit der Zeitenwende möglich.

 Wenn die Leibeshüllen vom Ich verlassen werden (wie beim salomonischen Jesus) stirbt der Mensch. Das Problem bei ichlosen Menschen ist, dass das Ich nur spärlich hineinwirken kann und dann nicht wirklich wegkommt. Das heutige Erziehungs- und Bildungssystem begünstigt diese Problematik, weil nur das Verstandesbewusstsein geschult wird. Wenn nur das Egobewusstsein geschult wird, kann das Ich nicht in die Willenskraft einfließen und auch nicht in den Denkwillen. Wir haben Gedanken und setzen sie immer wieder zusammen – das eigentliche Denken ist das nicht. R. Steiner beschreibt in seiner „Philosophie der Freiheit“ die Notwendigkeit der Beobachtung des Denkens. Wir sollen im Denken bei Null anfangen, vergleichbar einem Neugeborenen, d.h. den Begriff zB der Pflanze ganz neu denken, aufbauen und selber bilden. Eine lohnende Übungsaufgabe ist: Wie erlebe ich innerlich mein Denken bzw. meine Gedanken?

 Auferstehung wird möglich, wenn wir unser Ichbewusstsein im rein geistigen Zustand nicht verlieren, d.h. auch, aus dem Ich heraus bis ins kleinste mineralische Stäubchen hineinzuwirken. Das Geistselbst auszubilden, können wir auf Erden bis zu einem gewissen Grad schulen. Geistiger Schulungsweg heißt, spätere Entwicklungen vorauszunehmen. 
Wir sind bei den Sendschrieben, stehen bei der 4. Gemeinde, das ist die zentrale Gemeinde, in Beziehung zu den Kulturepochen. Die Kulturepochen beginnen 7000-8000 v. Chr., 2160 Jahre braucht der Frühlingspunkt um rückläufig eine Epoche durchzuwandern, das erste Drittel ist ein Nachklang der vorhergegangenen Zeit, das letzte Drittel ist ein Vorgriff auf das Kommende, die Zeitenwende fällt in das erste Drittel der griechisch-römischen Kulturepoche, wo diese Kultur die Führung übernimmt (747 v. Chr. – 1413 n. Chr.). Es erwacht die Philosophie im 6. Jhdt. v. Chr., vorher gab es die Philosophie in diesem Sinne nicht, es gab ein mythologisches bildhaftes Erleben, ein praktisches Denken, wo das Denken aus dem Tun herauskommt, die Gilde der Seilspanner, jährlich wiederkehrende Nilschwemme, sie haben Felder neu vermessen, neu zugeteilt. Sie konnten das, die Zahl Pi, findet sich in den Bauwerken, haben ein Rag abgerollt = Länge des Umfangs. Es war bei den Ägyptern ein praktisches Denken aus dem Wollen heraus.
 
Das philosophische Denken der Griechen und der Römer ist im Vergleich zu unserem Denken ein anderes, es war ein absterbendes Denken, sie kommen aus einem bildhaften lebendigen Denken, aber die Logik ist absterbend, lineare Logik ist Tod, im Lebendigen funktioniert das nicht, heute mehr ein lebendiges Denken. Das was sich vorausberechnen lässt ist minimal, das Leben baut auf das Tote auf, das Leben lässt sich nicht aus Totem erklären, auch die Entstehung des Lebens nicht, es reicht nicht Moleküle zu haben, wie entsteht aus Totem das Leben? Aus dem Lebendigen entsteht das Tote, alles Physisch-Stoffliche kommt aus dem Absterbeprozess. Der ist notwendig, er erklärt die Entstehung nicht, ich brauche vorher das Lebendige, das ist aber auch nicht das Erste, ich brauche ein Seelisches, ich brauche ein schöpferisches Geistiges, aus dem Geistigem entsteht Seelisches (Astralisches). Die Sternenwelt ist beseelt, überall blickt uns Seelisches entgegen, aber im Seelischen gibt es nicht den Raum, die Zeit läuft uns im Seelischen entgegen. Es geht um das, was im Äußeren noch nicht da ist, dann geht es ins Ätherische, dann stirbt es ins Physische, dann geht es in die Vergangenheit, das Physische wird nicht mehr gestaltet. Hans Peter Dürr, ein Schüler Heisenbergs: Was ist Materie? Verkalkter Geist! Alles Stoffliche ist erstorbener Geist. Der Uranfang ist eine reine Wärmewelt (Alter Saturn), dann Alte Sonne (Luft), Alter Mond (Flüssig), dann erst Erde, die Wärme entsteht aus der Willenskraft hoher geistiger Wesenheiten, die Willenskraft steckt in allen Stoffen drin. Materie ist Täuschung, dahinter ist eine ungeheure Energie = Willenskraft geistiger Wesenheiten (Throne), der Thron Gottes. Energie, die sich verdichtet über viele Stufen, es ist ein Monismus. Materie ist auch Geist, kein Dualismus, Seelisches ist etwas, das der Geist hervorbringt, Unterschied Seele/Geist: Geist ist, wo aus dem Nichts heraus etwas geschaffen wir, unser ICH ist nicht, aber es schafft ununterbrochen, vor allem sich selbst. Raffael malt 2 Jesusknaben, Raffael ist der Wiedergeborene Johannes der Täufer. Man erinnert sich nicht so einfach an frühere Inkarnationen, Kunstwerke passieren, es gibt ein Thema, einen Plan, aber der Rest passiert, ein kreativer schöpferischer Prozess passiert im Moment des Tuns. Gott erschafft die Welt nicht am Reißbrett. Ausführungsorgane wie Throne, Baumeister, Arbeiter, usw., ist eine naive Vorstellung, im Geistigen ist es anders. Denken – Fühlen – Wollen ist eine Einheit im Moment der Tat, durch das ICH werden sie zusammengefasst. Damit wir das bewusst können, müssen sie sich aber erst als separate Fähigkeiten entwickeln, separiertes Denken, ohne Gefühl, ohne Emotion, das kann zur Herzlosigkeit werden, kann aber auch segenvoll sein, wenn ein Arzt operiert. Auch der Wille muss selbständig sein, im Willen wirkt am meisten das Schöpferische, beim Willen sind wir nicht bewusst. Wir nehmen ein Glas, aber die ganzen Willensimpulse der Muskeln werden uns dabei Gott sei Dank nicht bewusst, wir kriegen wenig mit von unserem wirklichen Geistigen, wir kriegen nur die Spiegelungen des Gehirns, das wirkliche ICH ist im Tun, im Willen. Unser Schicksal sind wir selbst, das Schicksal ist eine Aufgabe, die sich unser ICH stellt, wenn eine Gelegenheit dazu da ist, setzt das ICH eine Willensaktion in Gang, da steckt der Wille des ICH. „Der Mensch dachte und Gott lachte!“ Ego. Du hast ganz was anderes zu tun, zur Freiheit kommen wir erst dann, wenn wir uns des ICH bewusst werden, irgendetwas müssen wir spüren von diesem ICH. Der Trinker glaubt, er ist frei, wir sind abhängig von den Gedanken, von Informationen, das meiste kommt von außen, Zeitungen Medien, das alles bestimmt uns, sehr weitgehend. Interessant wird es dann, wenn das ICH Fragen stellt, hinterfragt. Alles Wissen ist erstarrt, eine Endstufe, verkalkter Geist. Geist zerbröselt alles und setzt es um in geistige Energie und es entsteht was Neues, ganz individuell. Da sind wir am Anfang unserer heutigen Aufgabe in der 5. Kulturepoche, die mit dem Ausklang des Mittelalters begonnen hat. Jetzt müssen wir lernen, uns des ICHS bewusst zu werden, das geht nur, wenn wir nicht mehr unseren physischen Körper als Spiegel benutzen, zeitweise zumindest, lernen ohne diesen Spiegel auszukommen. In den Lebenskräften erspüren wir, wie wir mit unserer geistigen Tätigkeit die Lebenskräfte gestalten, der Spiegelapparat (Gehirn) ist der Todespol, „der Fisch stinkt vom Kopf“, aber sterben heißt auch, das sich die Lebenskräfte vom Physischen zu lösen beginnen. Ein wirklich geistiges Denken passiert dann, wenn aus unserem ICH ein Impuls hereinkommt, der die Ätherkräfte ergreift und wir uns dieser Tätigkeit bewusst werden können. Die Arbeit mit den Lebenskräften, die Lebenskräfte haben die Aufgabe unseren Körper zu gestalten, ein Teil ist frei geworden und er kann etwas Seelisches gestalten. Lebendiges gestaltendes Denken fängt da an, wo wir die Ätherkräfte bewusst ergreifen. Hinter dem physischen Spiegel steht der Ahriman, der Hintergrund des Spiegels ist dunkel, Geistiges wird undurchsichtig, dadurch wirft es ein Bild, das ist unser normales Bewusstsein. Seelisches formt Imagination, das ist eine Wirklichkeit, das wirkt, ich schaffe das. 

Wirklichkeit ist das, was ich vorfinde, die eigentliche Wirklichkeit, bewusst in die deutsche Sprache hinein geschaffen, vor ihm gab´s das in dieser Bedeutung nicht, fürs Geistige Realität, Res = Sache, Ding. Gott und ICH sind EINS im Erkennen, auch im schöpferischen Tun sind wir eins, unser schöpferischer Impuls ist derselbe, wie der von Gott, „die gleiche Vollmacht des ICH soll ihm“, dem Mensch, „eigen sein“. Soll heißt, das ist noch nicht ganz verwirklicht, unser ICH wird immer stärker je mehr es tätig wird, das ist die zentrale Aussage und die zentrale Aussage in der Apokalypse des Johannes, dass wir mit bauen, was unserer Erde folgt. Der Körper ist von Anfang an etwas Sterbendes, am Anfang sind viele Lebenskräfte drin, er wächst, Zenit, aber das Sterben ist von Anfang an dabei, Gehirn ist ein relativ toter Spiegel, Nervenzellen werden abgetötet, das Sterben nimmt vom Kopf her zu. Dass wir diese Lebenskräfte bewusst handhaben können ist erst möglich seit dem Erdenleben des Christus. Jetzt kommt der neue Moment, ein neues Zentrum entsteht in jedem Menschen, seit der Zeitenwende bauen wir selbst schöpferisch mit an der Erde, die kommen wird, irgendwann wird auf der Erde eine Weiterentwicklung nicht möglich sein. Wir richten einen Schaden in uns selber an und einen Schaden in der Welt. Wir werden uns der Folgen unserer Taten bewusst werden, für uns selbst und für die Welt, den Schaden wieder ausgleichen und ins Positive wenden. Diesen Überfluss der Welt zur Verfügung zu stellen, in all dem steckt die Christuskraft drin, hohe Bedeutung der Zeitenwende, eine reale Tat, eine Tatsache, die die Erde und die Menschen verändert hat. Die Freiheit, für die die Menschheit veranlagt war auch nützen zu können, es kommt die freie Schöpfertat, erstmals die ganze unerschöpfliche geistige Kraft, die das Universum geschaffen hat, in einen Menschenkörper gegangen ist, ergriffen hat. Die Fragen sind das wichtigste, es geht darum, die individuelle Antwort zu finden. Nicht darum, was die Weisen sagen, jeder kann sich seine Fragen nur selbst beantworten. Was tue ich, um die Welt zu bereichern? Was kann ich tun, um die Welt weiterzubringen? Bei den Fragen ist mein Raum, da kann ich etwas machen.

Kurz wiederholt: 1) Die Inkarnation des Christus auf Erden musste vorbereitet werden, dafür waren zwei Jesus-Knaben notwendig, die zu Nazareth geboren wurden, zwei unterschiedliche Kindheitsgeschichten nach dem Evangelium des Lukas und Matthäus. Aufgefallen ist das schon im Frühchristentum. Die Evangelien entstehen im ersten Jhdt. n. Chr. Sie sind aus der geistigen Schau geschrieben worden, ein Bild ihres geistigen Erlebens des Erdenlebens des Christus. Aber nur der Johannes bekommt zur Imagination auch noch die Inspiration dazu. Was bedeuten die Bilder? Es gibt noch mehr Evangelien, die in den Bibelkanon nicht aufgenommen wurden, das Thomas-Evangelium, Jakobus-Evangelium,  Apokryphentexte, im jüdischen Kreis gibt es eine Erwartung von zwei Erlösern, schon im 4. Buch Moses, da wird das sehr deutlich gesagt. Im 24. Kap., 13- 17. Es geht um einen Herrn Bileam und Balak, es geht darum, das israelitische Volk zu verfluchen, der Bileam will das zuerst nicht, aber der Balak drängt ihn. Bileam befragt Jahwe, dieser antwortet aber nicht, es gibt drei Verfluchungen des israelitischen Volkes, aber es schlägt immer um in eine Segnung, „auch wenn mir Balak Gold und Silber gibt, ich muss sagen, was der Herr sagt“. Orakelspruch, Spruch des Mannes mit geöffnetem Auge, er sieht den Stern aus Jakob und das Zepter aus Israel, ist erste Andeutung im 4. Buch Moses: es muss zwei Messias geben, es muss einen Priester geben und einen König, die äußere Macht und die geistige Macht, die müssen zusammenwirken. 

Sacharia hatte eine Vision eines Leuchters, besteht aus einer goldenen Schale auf der 7 Öllampen stehen, daneben erheben sich 2 Ölbäume, Sacharia = lat. Zacharias, es erscheint ihm ein Engel, den befragt er: weißt du nicht was sie bedeuten? Nein, das sind die beiden Gesalbten (Messias), die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen, zwei Gestalten, zwei Messias, zwei Jesusknaben, fast zur gleichen Zeit, der nathanische (nach dem Lukas-Evangelium, mit Krippe und Hirten), der wird etwas später geboren als der salomonische (nach dem Matthäus-Evangelium, mit den Weisen aus dem Morgenland, dem Kindermord, königliche Linie). Der nathanische Jesus wird zum ersten Mal auf Erden geboren, keine vorherige Reinkarnation, Reinheit des physischen, ätherischen und astralen Körpers. Im Kirchlichen will man die Reinkarnation nicht, in der Theologie: Ganztottheorie, wenn der Mensch stirbt, was ist dann? Wir warten auf das Jüngste Gericht = Auferstehung der Toten, was ist dazwischen? Schlafen die Toten jetzt? Was tun die in der Zwischenzeit? Ganz Tod, alles tot, Seele tot, im gleichen Augenblick ist die Auferstehung, das ist die heutige theologische Theorie. Der Mensch stirbt und wird aus der Gnade Gottes sofort neu geschaffen; die Theologie baut auf den überlieferten Schriften, sind unverrückbare Dogmen, das wird man fast nicht mehr los. Das ist die Schwierigkeit. Über gewisse Dinge wird aber dann Jahrhunderte gerungen, die leibliche Auferstehung Marias z. B., da ist gerungen worden, die Idee gab es schon im Frühchristentum, dann ist sie zum Dogma geworden durch päpstliche Verkündigung, ist dadurch offizielle Kirchenlehre, die ersten, die auferstanden sind, ist die Maria nach dem Christus; mit Logik kann aus den Texten nichts erschlossen werden, weil es Imaginationen sind, die Bilder sind geschaut, lassen aber viele Fragen offen, weil dafür hätten sie auch die Inspiration gebraucht. Jemand der aus Inspiration schreibt, sieht auch die Zusammenhänge, deshalb war den Theologen das Johannes-Evangelium nicht ganz koscher, Ratzinger, Benedikt der XVI., Vorsteher der Glaubenskongregation, das ist die Fortsetzung des Großinquisitors, ein progressiver Denker, er wollte viel reformieren, aber zur Zeit der Studentenbewegung in Achzigerjahren, das hat ihn so geschockt. Nein, wir müssen das Alte bewahren! Dem hat er sein Leben gewidmet, konservativ, aber ehrlich. Zum Problem der beiden Jesusknaben sagt er: Benedikt: Prolog: „Wie soll man das erklären? Beide Autoren haben mit Überlieferungen gearbeitet, deren Quellen wir nicht rekonstruieren können, es scheint mir überflüssig, eine Hypothese darüber aufzustellen. Wir wissen es nicht! Die Autoren wollten symbolisch etwas ausdrücken. Der eine so, der andere so“. Sie hatten selber eine geistige Schau, sie haben das nicht irgendwo abgeschrieben. Wo ist die erste Quelle? Wenn es nur eine Zeugenaussage wäre, bin ich vom Geistigen weg. Die Theologen haben nur irgendwelche Schriften. Eine geistige Schau haben sie nicht. Der ungläubige Thomas, Christus sagt zu ihm: „Selig sind die, die da glauben und nicht schauen!“ Im Herzen spüren, aber nicht das hellsichtige Erleben. Eine Herzenskraft hat Gewissheit. Weil sie die Kraft spüren, glauben sie. Das Verständnis war nur vage. Das soll keine Kritik sein an der Theologie. Weil nur Verstandeskraft. Enträtseln kann ich nur wenn ich geistig schaue, diese geistige Schau steht am Anfang, es gehört Inspiration dazu, das geht über die herkömmliche Theologie hinaus. Theosophie, göttliche Weisheit, erst Bilder, dann die Bilder verstehen, Theologie müsste zur Theosophie werden. Ich habe die Theosophie, jetzt ist die nächste Frage was bedeutet das für uns? Anthropos, um den individuellen Menschen, welche Aufgabe verbindet sich für uns, wir haben das ICH nicht nur zum Spaß, sondern arbeiten damit, jetzt zwar noch ganz klein. Eine Verwandlung der ganzen Welt aus diesem geistigen Impuls heraus, der in unserem ICH drin liegt, die Anthroposophie gibt es so oft wie es Anthroposophen gibt. Finde deine Aufgabe, dort wo wir stehen, aus unserem Schicksal heraus, das ist die Zukunft.

Inkarnation des Christus, vorbereitet durch zwei Jesusknaben, die dann zu einem werden im 12. Lebensjahr. Gemeinderegel von Qumran, Essener-Kolonie am Toten Meer, im Westjordanland, dort in den Höhlen wurden Schriftrollen gefunden, die kannte man noch nicht, apokryphe Schriften, Gemeinderegeln des Ortes, „und sie werden gerichtet werden durch die frühen Gerichte, bis zum Kommen eines Propheten und der beiden Messias von Aaron und Israel“, Tanach = Altes Testament, Tempelbau, der weise Salomon (im Sinne äußere Gerichtsbarkeit = Königszepter). Um den Tempel zu bauen, braucht er den Hiram, den Priester, zwei Strömungen müssen zusammenwirken, das ist oft so, das verdichtet sich in Wahrheit noch deutlicher. Dieses Zusammenwirken von zwei Individualitäten, sie werden zu Einem, oft stirbt einer und die Leibeshülle bleibt da, es gab bei den Jesusknaben auch zwei Familien, beide haben Vater und Mutter die Josef und Maria heißen. Die Abstammung der Mutter des nathanischen Jesus, die ganz junge Mutter, die den Jesus gebiert, aber dann stirbt, die eine jungfäuliche Seele hatte, d. h. ihr Astralleib ist ganz rein, einem Geistselbst entspricht, unbefleckte Empfängnis, nicht auf die Empfängnis des Jesus, sondern unbefleckt in die Welt getreten ist, ein Zeugungsakt hat stattgefunden, nicht die Begierde-Kräfte waren dabei, sondern Zeugung im Schlaf, nicht bewusst, so wie es einmal in der Frühzeit der Menschen war. Das Bewusstsein war früher anders, vor den Kulturepochen im atlantischen Zeitalter, im Mesolithikum, im Paläolithikum, die haben die Welt in Imaginationen gesehen, etwas im Schlaf können, mit „schlafwandlerischer Sicherheit“, Gang des Tausendfüßlers, die atlantischen Menschen, Mesolithikum und bis ins Neolithikum hinein, sie haben das Wesen der Pflanze imaginativ geschaut, heute durch Ausprobieren, auch den Zeugungsakt nicht äußerlich erlebt, sondern in einem imaginativen Zustand, ein heiliger Akt, wie es bei den Tieren ein heiliger Akt ist, da steckt Weisheit drin, Trieb (Lebenskräfte), Begierde (Astral), Geschlechtstrieb aus den Lebenskräften, da ist es ganz keusch, erst wenn das Astralische dazu geht, setzt der Luzifer an, dann kommt die Begierde dazu, dann ist es keine sexuelle Fortpflanzung mehr, sinnliche Begierde, die Seele war ursprünglich rein und kann auch wieder rein werden, wir haben die Aufgabe unser Astralisches zu unserem Geistselbst zu machen, zu einem, das von uns selbst schöpferisch hervorgebracht ist. Astralisches, Seelisches aus dem Nichts heraus hervorzubringen und vorhandenes Seelisches in das Nichts aufzulösen, Karmapäckchen = verdorbenes Astralisches, die Toten gehen in die Unterwelt, lagern dort ihre Karmapäckchen ab. Aus dem ICH heraus Astralisches verwandeln zum Geistselbst, das fängt erst zur Zeitenwende an, der Jesus von Nazareth, der EINE, Auslegung der Schriftgelehrten, die Weisheit des salomonischen Jesus, die in den Körper des nathanischen Jesus übergeht, ein Jesus, weil der Andere sehr bald stirbt, weil die Hüllen vom ICH verlassen sind. Bei ICH-losen Menschen, da ist das ICH oft nicht ganz weg, sondern in der Nähe, wenn der Mensch stirbt, geht das ICH weg in die geistige Welt, ICH-losigkeit ist das, was der Ahriman eigentlich will, ICH kann nicht hinein und kann auch nicht weg. Unser Erziehungs- und Bildungswesen wirkt im schlimmsten Fall in diese Richtung. Bei Intellektueller Schulung bekommen wir nur noch das Ego-Bewusstsein, die Kopfkräfte, dann ist diese Gefahr sehr groß, dass das ICH nicht mehr hineinwirken kann. Wie erlebe ich mein Denken innerlich? Ein lebendiger Denkprozess, das meiste was wir heute machen ist nicht Denken, sondern Gedanken haben, die Beobachtung des Denkens ist wichtig. Meist beobachten wir das nicht, ein Gedanke kommt nach dem anderen, Gedanke, Gedanke, wo sind die her? Lauter fertige Begriffe schicken wir herum. Das ist wichtig zu bemerken, ich denke, also bin ich nicht. Mit wie Vielem bin ich belastet? Einen Begriff neu entdecken. Was ist eine Pflanze? Was ist das Geheimnis der Pflanze? Ich fange bei Null an. Wie ein neugeborenes Kind. Mit naiven Augen. Was entsteht daraus? 

Alles Kräfte, die uns durch die Geburt des Jesus zugekommen sind. Das passiert aber erst bei der Jordantaufe. Die Inkarnation erfolgt erst bei der Jordantaufe im 30. Lebensjahr des Jesus. Das ICH des Zarathustra ist vom salomonischen hinübergegangen in den nathanischen Jesus, dann muss dieses ICH des Zarathustra herausgehen, sich lösen, weil sich Christus inkarniert. Das ist ein anderer Prozess, als beim Tode, denn da geht auch das ICH heraus, aber zusätzlich zerfällt auch das Astralische und das Ätherische und das Physische. Das makrokosmische Christus-ICH beginnt sich zu inkarnieren und vollendet sich beim Kreuzestod bis ins letzte stoffliche Element hinein. „Es soll ihm kein Bein zerbrochen werden.“ 

Mit der Jordan-Taufe verlässt das Zarathustra-ICH den Körper des nathanischen Jesus. Jetzt beginnt Christus in den Körper hineinzuwirken. Der Körper wird vollständig ergriffen. Wenn wir so weit sind, dann kommen auch bei uns die Auferstehungskräfte zur Entfaltung. Wir verlieren unser ICH-Bewusstsein in einem rein geistigen Zustand nicht. Es wird den Moment des ersten Todes geben. Bei der letzten Inkarnation. Etwas Ähnliches passiert dann später mit dem Ätherleib. Wir müssen dann ohne Lebenskräfte auskommen. Den Astralleib zum Geistselbst zu verwandeln, wenn wir das schaffen bis zum Ende der Erdentwicklung, dann ist es gut. Geistige Schulung heißt spätere Entwicklungen vorhernehmen. Die Vollendung der Inkarnation beim Kreuzestod. Individuelles Tun heißt auch Tun in einer Gemeinschaft von Individuen. Du hast einen geistigen Impuls, der kommt aus einer ganz anderen Ecke als meiner, und du hast einen anderen, die Freude, dass jeder seinen Impuls hereinbringen kann, jeder hat eine andere Aufgabe, gemeinsam etwas Größeres machen, dann erfüllt sich das ICH in höherer Weise, „wo zwei oder drei zusammen sind in meinem Geiste“, gemeinsam kommt mehr hinein, jeder nimmt auch mehr mit, man bekommt auch neue Kraft, weil er erkennen lernt, was der Impuls des anderen ist, von dem kann ich etwas lernen. Geistiges ist Liebe, ich schaffe etwas aus dem Nichts, das Geschöpfte ist geschenkt, Taten werden gesetzt, loslassen, eine Schöpfung erzeugen, ein Prozess an dem ich Bewusstsein schaffe. Ein unendlich großer Kreis ist dasselbe wie ein unendlich großes Quadrat?

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