8. Vortrag zur Apokalypse des Johannes (Dokumentation)

Von Dr. Wolfgang Peter

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Datum des Vortrags:

Zusammenfassung

Autorin: H.H.

Wir stehen bei dieser Folge mitten im zentralen Thema der 4. Kulturepoche, der griechisch-lateinischen Epoche, die die Zeit der Antike bis zum Mittelalter umfasst, wenn man es vom Denken her betrachtet.  2160 Jahre dauert eine Kulturepoche, das ist ein Zwölftel des Tierkreises. 

 „Apokalypso Jesu Christo“ heißt es ursprünglich, die Wesensenthüllung des Christus und auch Enthüllung des menschlichen Ich. Im Ich sind wir mit Christus wesensgleich, haben aber bei weitem nicht das Potential. Auf der Erde müssen wir uns des Ich in vielen Inkarnationen bewusst werden.  Diese untersinnliche Erdenwelt erzeugt das, was uns stofflich erscheint und uns hilft, uns von der gegenständlichen Welt zu unterscheiden, uns als Eigenwesen zu empfinden. Geistwesen sind nicht getrennt voneinander, trotzdem kann sich jedes als Ich empfinden, wenn es genügend Kraft entwickelt hat. Auch beim Menschen muss das Ich stark genug werden, beim geistigen Erleben dabei zu sein und zu bleiben. Durch das Erdenleben des Christus, namentlich dem Ereignis auf Golgatha, wird das „Die gleiche Vollmacht des Ich soll ihm eigen sein, wie Ich es vom Vater empfangen habe“ so möglich, dass letztlich der Mensch die Quelle ist, aus der das Geistige strömen kann. Der Mensch soll durch geistige Kraft, die er aus dem Ich entwickeln kann, nun selbst die Aufgabe übernehmen, die bisher die Hierarchien weit über ihm hatten. Und damit hängt das Schicksal aller dieser Hierarchien vom Menschen ab. Die Freiheit des Menschen ist nur gewährleistet, wenn alle Hierarchien auf den Zugriff auf den Menschen verzichten. Denn Freiheit ist, das zu tun, was aus der Schöpferquelle oder der Individualität des Menschen heraus notwendig ist, und das zu einem wirklich Harmonischen zu machen, was ich hervorbringe. Geistiges Tun hat immer das Gesamtwohl im Auge. Engelwesenheiten haben ein anders geartetes Ich als der Mensch. Beim Engel-Ich tritt Geisterfüllung ein. Es ist sozusagen ein Brennpunkt dafür, was von der Trinität einströmt. Beim Menschen-Ich ist es umgekehrt. Es wird zum Brennpunkt, von dem etwas ausstrahlt, was gleicher Art ist wie die höchste Gottheit. Ab dem Mysterium von Golgatha führt der Weg dazu über das menschliche Ich. Der Mensch muss sich langsam dieser großen Verantwortung bewusst werden und wissen, dass keine Garantie besteht, dass alles gut wird. Kraft und Hilfen werden kommen, wenn wir danach suchen, aber Christus macht es nicht für uns. Er ist bei seinem Abstieg in das dunkle Reich von der Allmacht zur Ohnmacht gegangen. Dass sich Christus auf Erden verkörpern konnte, war Vorbereitung nötig. Diese in der Mondensphäre zurückgebliebene Adamwesenheit fühlte sich den zur Inkarnation herabgestiegenen Menschen verbunden und wollte helfen, dass sie zum einen nicht völlig den Widersachern verfallen und zum anderen sollte eine Harmonie im Seelischen zwischen Denken, Fühlen und Wollen hergestellt werden. Im Denken sind wir wach, aber kraftlos. Im Fühlen träumen wir. Im Wollen schlafen wir. Diese Uradamwesenheit bittet Christus um Hilfe und Christus verbindet sich mit ihr. Damit wird in 3–stufiger Weise geholfen: Es wird die Sinnestätigkeit (physischer Leib), die Lebenskräfte (Ätherleib) und Denken, Fühlen, Wollen (Seelisch- Astralisches) in Ordnung gebracht. Nun geht es noch um das Ich.

 Das Adamwesen verkörpert sich in Jesus von Bethlehem (nathanischer Jesus) mit reinem Astral- und Ätherleib und seinem idealen übersinnlich- physischen Leib, der auf der Erde stofflich wird und daher eine körperliche Abstammungslinie braucht. Diese körperliche Abstammungslinie geht zurück bis Adam und der war Gottes. Das Matthäus Evangelium erzählt eine andere Geburtsgeschichte. Es enthält die salomonische Geburtgseschichte. Raffael hat bei seiner Madonna terra nuova die Geburtsgeschichte mit 2 bzw. 3 Knaben  gemalt und er konnte das deswegen, weil er dabei war als Johannes, der Täufer, in dem die Ichkraft des nathanischen Jesus wirkt. Die Ichkraft wurde dem nathanischen Jesus vorenthalten und die hatte Johannes, der Täufer. Johannes war auch Elias, der Prophet, der körperlich schwer zu fassen war. Er wirkte durch verschiedene Menschen und war eng mit dem Volkswesen der Juden verbunden.  Als Phinehas verhindert er eine Blutsvermischung, indem er ein „Unzucht treibendes Paar“ mit einem Speer ersticht. Die Reinheit des israelitischen Volkes war notwendig und musste gewahrt werden. 

 Im Matthäusevangelium wird der salomonische Jesus geschildert, dessen Abstammungslinie bis Abraham zurückreicht. Bei der jüdischen Abstammung zeigen sich immer hohe denkerische Fähigkeiten und reiches Wissen, das zur Weisheit wird. Es war ein hoher Eingeweihter, der mehr Inkarnationen als andere Menschen durchgemacht hat: Zarathustra. Ihn besuchen die Hl. 3 Könige, die dem Goldstern folgten, weil sie wussten, dass ein großer Eingeweihter geboren war. Den nathanischen Jesus besuchten die Hirten. 

 Der nathanische Jesusknabe brachte die Reinheit der Leibeshüllen bei der ersten Inkarnation mit, aber wenig Ichkraft (Ichprinzip läuft über Johannes, dem Täufer) und einer großen Herzenskraft. Der salomonische Jesus hatte das Ich eines hohen Eingeweihten, der viele irdische Inkarnationen hinter sich und damit viele Erfahrungen gesammelt hatte und über eine hohe Weisheit verfügte. Diese beiden Wesenheiten zusammenzuführen, ergibt den vollkommensten Menschen. 

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